Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

beige

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Wortbildung  mit ›beige‹ als Erstglied: beigefarben
Herkunft beigefrz
eWDG

Bedeutung

sandfarben, hellbraun
Beispiele:
die Wolle beige färben
der Pullover ist beige
selten, umgangssprachlich Synonym zu beigefarben
Grammatik: attributiv
Beispiel:
er trägt einen beigen zweireihigen Anzug [ Tageszeitung1959]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beige Adj. ‘naturfarben, sandfarben, gelbbraun’, Übernahme (um 1900) von gleichbed. frz. beige, afrz. bege, das vor allem die Farbe der rohen, natürlichen Wolle (frz. laine beige) bezeichnet. Die Herkunft ist ungeklärt. Die mehrfach vertretene Herleitung aus dem zweiten Teil (-bagia) des Substantivs ital. bambagia ‘Baumwolle’ ist nicht überzeugend. Vielleicht aus lat. Baeticus ‘bätisch, aus der wegen ihrer Wolle berühmten Provinz Baetica im Südwesten Spaniens stammend’ (vgl. Gamillscheg ²99)?

Beige · beigen
Beige f. südd. schweiz. ‘Angehäuftes, Stapel, Stoß, Haufen’, ahd. bīga f., bīgo m. (9. Jh.), mhd. bīge f. Dazu spätmhd. bīgen, nhd. (obd.) beigen Vb. ‘aufschichten, stapeln’. Herkunft ungewiß. Vielleicht zur Wurzel ie. *bhei-, *bhei̯ə-, *bhī- ‘schlagen’ (s. Beil)?

Thesaurus

Synonymgruppe
cremefarben · eierschalenfarben · gelblich weiß · sandfarben  ●  beige  franz. · drapp  österr.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›beige‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beige‹.

Verwendungsbeispiele für ›beige‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir betraten einen Raum, es war ein Salon mit beigen Wänden. [Die Zeit, 03.07.1987, Nr. 28]
Die sehen ein beiges Auto, und popp, hängen sie drin. [Süddeutsche Zeitung, 26.07.2002]
Anders wollen wir es nicht, nicht platt, nicht friedlich, nicht beiläufig und beige. [Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 334]
Eher dumpf ist die Atmosphäre in dem eierschalenfarben oder schon beige gestrichenen Raum. [Die Zeit, 28.02.1992, Nr. 10]
Der Tod ist nicht schwarz, er kommt hellbraun, sandfarben und beige daher. [Süddeutsche Zeitung, 05.03.1997]
Zitationshilfe
„beige“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beige>.

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