beikommen

GrammatikVerb · kam bei, ist beigekommen
Aussprache
Worttrennungbei-kom-men (computergeneriert)
Wortzerlegungbei-kommen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
häufig,
in Verbindung mit Modalverben
umgangssprachlich jmdn. zu fassen bekommen, jmdm. etw. anhaben
Beispiele:
jmdm. nicht beikommen können
diesem Burschen ist nur mit List, nur schwer beizukommen
man muss diesem Heuchler, dem Einbrecher auf andere Weise beizukommen suchen
allein durch gutes Zureden ließ sich den Rowdys nicht beikommen
man wollte den Ratten durch Gift beikommen
jmdn. beeinflussen
Beispiel:
jungen Mädchen war nie mit Vernunftgründen beizukommen [SeghersDie Toten6,67]
einer Sache beikommeneiner Sache Herr werden, etw. bewältigen
Beispiele:
dem Schmutz war auch mit den größten Wassermengen nicht beizukommen
seiner Hartnäckigkeit konnte man nur mit gleicher Hartnäckigkeit beikommen
er wusste nicht, wie er der Sache beikommen sollte
Einzelne ... unternahmen den Versuch, dem Problem dadurch beizukommen, daß sie Allans Person unter die Lupe nahmen [Kellerm.Tunnel46]
2.
landschaftlich jmdm., einer Sache nahe kommen
Beispiel:
Sie mußten sich beeilen, um ihm [dem Davongehenden] beizukommen [BöllAdam104]
3.
in Korrelation mit folgendem »und«
mecklenburgisch, umgangssprachlich sich daranmachen, beigehen
Beispiel:
er kam bei und sägte alle Obstbäume ab
4.
veraltet es kommt jmdm. beies fällt jmdm. ein, kommt jmdm. in den Sinn
Beispiel:
Und verhaute ihn einer, so kamʼs ihm zunächst nicht bei, sich zu wehren [A. ZweigElfenbeinfächer134]
sich [Dativ] etw. beikommen lassen
Beispiel:
Nie hätte er sich's früher beikommen lassen, seiner Ehehälfte aus ihrem Leiden einen Vorwurf zu machen [PolenzBüttnerbauer1,135]

Thesaurus

Synonymgruppe
(einer Sache) beikommen  ugs. · fertig werden mit  ugs.
Synonymgruppe
(jemandem) beikommen · ↗(jemanden) belangen · (jemanden) zu fassen bekommen  ●  (jemanden) am Arsch kriegen  derb · (jemanden) an den Hammelbeinen kriegen  ugs., fig. · (jemanden) an den Wickel bekommen  ugs. · (jemanden) an den Wickel kriegen  ugs., salopp · (jemanden) zu fassen kriegen  ugs.
Assoziationen
  • (jemanden) strafrechtlich verfolgen · (jemanden) zur Verantwortung ziehen  ●  (jemanden) beim Arsch kriegen  derb · (jemanden) beim Wickel packen  ugs., variabel · ↗(jemanden) drankriegen  ugs. · ↗(sich) (jemanden) schnappen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anglizismus Antibiotikum Appell Dilemma Drogenproblem Grauen Grundübel Ironie Klimawandel Komödie Logik Massenarbeitslosigkeit Misere Mittel Mitteln Mißstand Phänomen Problem Strafrecht Vernunft Wohnungsnot allein analytisch ebensowenig irgendwie kaum nicht spielerisch Übel Übermacht

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beikommen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Tief drinnen angekommen sind sie mit Sicherheit, und mit symbolischer Politik allein ist ihnen nicht mehr beizukommen.
Süddeutsche Zeitung, 23.04.2001
Mit intelligenten Methoden kam man dem Spiel jedoch kaum bei.
Der Tagesspiegel, 04.08.1997
Sie erinnerte ihn an seine Mutter, ihm kam Lachen bei.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 191
Durch äußere Koalitionen - sie haben nicht gefehlt - war der Begrenzung der inneren Anlage nicht beizukommen.
Heuß, Alfred: Einleitung. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 8295
Philologisch ist dem sehr schwer beizukommen; aber mit dem Herzen ist ihm beizukommen.
Tucholsky, Kurt: Schloß Gripsholm. In: ders., Werke und Briefe, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 2984
Zitationshilfe
„beikommen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beikommen>, abgerufen am 26.03.2019.

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