Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

beitreiben

Grammatik Verb · treibt bei, trieb bei, hat beigetrieben
Aussprache 
Worttrennung bei-trei-ben
Wortzerlegung bei- treiben
Wortbildung  mit ›beitreiben‹ als Erstglied: Beitreibung · beitreibbar
eWDG

Bedeutungen

1.
Jura eine Schuld zwangsweise eintreiben
Beispiele:
rückständige Raten (für ein Fernsehgerät), Gerichtskosten beitreiben
eine Gebühr im Verwaltungswege beitreiben
2.
veraltet etw. für Heereszwecke beschlagnahmen, requirieren
Beispiel:
er verurteilte ihn [den Regimentskommandeur], dem dortigen Amt die volle Wertsumme des Beigetriebenen zu erstatten [ DroysenYork v. Wartenburg2,186]

Thesaurus

Synonymgruppe
(zwangsweise) einziehen · eintreiben  ●  beitreiben  fachspr., juristisch
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›beitreiben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er wird dabei wohl wissen, dass sich damit weder Kirche noch Kult herkömmlicher Art begründen oder beitreiben lassen. [Süddeutsche Zeitung, 29.05.2004]
Besonders negativ wirkte sich dabei aus, daß die Behörden nicht imstande sind, die veranschlagten Steuern beizutreiben. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.1996]
In mehreren Fällen hatte H. den Auftrag erhalten, kleine Geldstrafen in Höhe von 3 und 5 Mark beizutreiben. [Berliner Tageblatt (Morgen-Ausgabe), 01.03.1905]
Nach Ablauf dieses Jahres sollen noch ausstehende Aufbringungsbeträge nicht mehr beigetrieben werden. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1955]]
Gern werden auch Inkasso‑Büros eingeschaltet, die mit bisweilen rüden Methoden versuchen, das ausstehende Geld beizutreiben. [Die Zeit, 17.09.1993, Nr. 38]
Zitationshilfe
„beitreiben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beitreiben>.

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