bejahen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-ja-hen
Grundformja
Wortbildung mit ›bejahen‹ als Grundform: ↗bejahend
eWDG, 1967

Bedeutung

einer Sache zustimmen
a)
etw. mit Ja beantworten
Gegenwort zu verneinen
Beispiele:
eine Frage bejahen
wer schweigt, bejaht
bejahend nicken
eine bejahende Antwort, Geste
Sprachwissenschaftein bejahender Satz
papierdeutschim bejahenden Falle
b)
etw. gutheißen, mit etw. einverstanden sein
Beispiele:
ein Vorhaben, einen Plan bejahen
das Leben voll und ganz bejahen
ein Staat, eine Gesellschaftsform, eine Religion im Prinzip bejahen
einen Menschen mit seinen guten und schlechten Eigenschaften bejahen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ja · jawohl · bejahen · Jawort
ja Zustimmungspartikel (Gegensatz nein), Konj. ‘doch, sogar’, ahd. (um 800), mhd. jā̌, asächs. mnd. mnl. , nl. ja, aengl. , gēa, engl. (mundartlich bzw. archaisierend) yea (neben engl. yes, aengl. gēse, gīse, gȳse aus *gīa sīe ‘ja, so’), anord. , schwed. ja, got. ja sind in ihrer außergerm. Zuordnung ungesichert. Man vergleicht lat. iam ‘schon, bereits, gleich, jetzt’ und erschließt ie. *i̯ām, Akkusativ Sing. fem. des Pronominalstamms ie. *i-, *i̯e-, *i̯o- (s. ↗jener). jawohl verstärktes ja (17. Jh.). bejahen Vb. ‘zu etw. ja sagen, zustimmen’ (Anfang 17. Jh.), zuvor ‘bewilligen’ (16. Jh.). Jawort n. ‘feste Zusage, Einwilligung’ (16. Jh.); vgl. mnd. jāwōrt (um 1300).

Thesaurus

Synonymgruppe
(sein) Okay geben · (sich) einverstanden erklären · Ja sagen zu · bejahen · ↗bekräftigen · ↗bestärken · ↗bestätigen · ↗mitmachen · ↗mitziehen · ↗unterschreiben · ↗zustimmen  ●  ↗affirmieren  fachspr. · grünes Licht geben  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sein) Einverständnis erklären · (sich) zustimmend äußern · ↗akzeptieren · ↗annehmen · bejahen · ↗einwilligen · ↗zusagen · ↗zustimmen  ●  ↗konsentieren  veraltet
Assoziationen
Synonymgruppe
Ja sagen · bejahen · bejahend antworten · mit Ja antworten · ↗zustimmen
Assoziationen
  • nicken · zustimmend den Kopf senken
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›bejahen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Anfangsverdacht BGH Bundesarbeitsgericht Bundesgerichtshof Frage Generalanwalt Geschworene Haftgrund Kopfnicken Landesverteidigung Notwendigkeit Oberlandesgericht Pluralismus Schuldfrage Schwere Strafbarkeit Tatverdacht Verfassungsmäßigkeit Vertrauensfrage Vorliegen Zulässigkeit ausdrücklich freudig grundsätzlich innerlich prinzipiell rückhaltlos uneingeschränkt verneinen vorbehaltlos

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bejahen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bejahen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das kann, das mag der Kanzler so natürlich nicht bejahen.
Der Tagesspiegel, 01.09.1999
Kaum jemand ist bereit, sie ohne erhebliche Vorbehalte zu bejahen.
Die Zeit, 24.02.1969, Nr. 08
Kann aber eine objektiv unvoreingenommene Beurteilung der Dinge diese Frage wirklich bejahen?
o. A.: Einhundertfünfundachtzigster Tag. Mittwoch, 24. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18199
Sie haben sie nicht nur bejaht; ich möchte wissen, ob Sie sie tatsächlich verstanden haben?
o. A.: Einhundertneununddreißigster Tag. Montag, 27. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 31452
Ich persönlich bejahe schon durch meine eigene Arbeit die Frage.
Weber, Max: Wissenschaft als Beruf. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, Tübingen: Mohr 1922 [1919], S. 924
Zitationshilfe
„bejahen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bejahen>, abgerufen am 23.01.2020.

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