bejammern

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-jam-mern
Wortzerlegung be-jammern
Wortbildung  mit ›bejammern‹ als Grundform: ↗Bejammern
eWDG

Bedeutung

etw., jmdn. wehleidig beklagen
Beispiele:
ein Unglück, eine Krankheit, Leid, sein eigenes Los bejammern
einen Verlust bejammern
diese Sache kann man nicht genug bejammern und beklagen
Hier bejammert kein Geschädigter mehr sich selbst [ H. MannZeitalter7]

Thesaurus

Synonymgruppe
bejammern · ↗klagen · ↗wehklagen · ↗zetern  ●  jammern  Hauptform · ↗lamentieren  abwertend · ↗barmen  geh., veraltend, regional, literarisch · ↗heulen  ugs. · ↗janke(r)n  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr.
Unterbegriffe
Assoziationen
Oberbegriffe
  • bejammern · ↗klagen · ↗wehklagen · ↗zetern  ●  jammern  Hauptform · ↗lamentieren  abwertend · ↗barmen  geh., veraltend, regional, literarisch · ↗heulen  ugs. · ↗janke(r)n  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr.
  • (es) fließen Tränen · Tränen vergießen · jammern · ↗schluchzen · ↗schreien (Baby) · ↗weinen (vor) · ↗wimmern  ●  (jemandem) laufen die Tränen (über das Gesicht)  variabel · ↗weinen (über)  Hauptform · (jemandem) kullern die Tränen (über das Gesicht)  ugs., fig., variabel · (sich) ein Tränchen verdrücken  ugs. · ↗barmen  geh., poetisch · ↗bläken  ugs., abwertend, regional · das heulende Elend haben  ugs. · ↗flennen  ugs., regional · ↗greinen  ugs. · ↗heulen  ugs. · leise weinend (in der Ecke)  ugs., floskelhaft · ↗plieren  ugs. · ↗plinsen  ugs., norddeutsch · ↗plärren  ugs., abwertend, regional
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bejammern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bejammern‹.

Verwendungsbeispiele für ›bejammern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und sie meint, es sei höchst überflüssig, die iranischen Frauen zu bejammern.
Die Zeit, 10.05.2004, Nr. 19
Wir können diese Lage bejammern, aber das wird sie nicht ändern.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1971]
Einige Bauern kamen schon wieder aus ihren Verstecken zurück und bejammerten ihre zerstörten Höfe und Felder.
Moers, Walter: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 105
Ich bereitete Ihnen ein prunkvolles Begräbnis und verbrachte meine Tage damit, Ihren heroischen Tod zu bejammern und zu beweinen.
Klabund: Der Kreidekreis. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 15006
Diese Miene dehnte sie zu einem schiefen Lächeln, das ihre menschliche Schwäche bejammern sollte und sich nur halbherzig gab wie eine Entschuldigung.
Johnson, Uwe: Jahrestage, Bd. 1, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1970, S. 304
Zitationshilfe
„bejammern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bejammern>, abgerufen am 01.03.2021.

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