Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bekleistern

Grammatik Verb
Worttrennung be-kleis-tern
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

a)
umgangssprachlich reichlich mit Kleister, Klebstoff bestreichen
b)
umgangssprachlich, abwertend mit etw. (reichlich und auffallend) bekleben

Verwendungsbeispiele für ›bekleistern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich haben die Chefs die komplette Litfasssäule nicht eigenhändig bekleistert. [Süddeutsche Zeitung, 16.10.2004]
Jahrelang hatte die bunte Politaktivistenszene des Bezirks sie mit Plakaten bekleistert und damit nicht gerade zur Wohnumfeldverbesserung beigetragen. [Die Welt, 26.02.2000]
Dabei sacken sie sich dank einer harzigen Substanz, mit der die Blütenblätter sie mittlerweile bekleistert haben, eine tüchtige Ladung der über Nacht gereiften Pollen auf. [Die Zeit, 08.11.1991, Nr. 46]
Es sind wartesaalähnliche Räume, deren Wände mit Bekanntmachungen über Sprachkurse, Wohnungsangebote, Vereinsnachrichten, Gewerkschaftsaufrufe und Sportmeldungen aus der Heimat bekleistert sind. [Die Zeit, 17.03.1972, Nr. 11]
Sie ziehen zwanghaft "Bully‑Bummwullmützen" an, bekleistern Wände mit "Bully‑Tapeten" und sehen die Welt durch "Bully‑Brillen". [Süddeutsche Zeitung, 08.03.1997]
Zitationshilfe
„bekleistern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bekleistern>.

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