bekreuzen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-kreu-zen
Grundformkreuzen
eWDG, 1967

Bedeutung

Religion das Kreuz über Stirn und Brust schlagen
sich bekreuzen
Beispiele:
sich andächtig bekreuzen
sie bekreuzten sich mit Weihwasser
er nahm den Hut ab und bekreuzte sich
jmdn. bekreuzen
Beispiele:
umgangssprachlichsich vor jmdm. bekreuzen (= Zeichen des Abscheus)
umgangssprachlichsich vor dem Wetter, seinen Lästerungen bekreuzen (= Zeichen abergläubischer Furcht)
er hatte die schlafenden Kinder geküßt und bekreuzt [Rosegger6,287]

Verwendungsbeispiele für ›bekreuzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Joachim würde sich freilich bekreuzt haben, wenn man ihm zugemutet hätte, solche Stücke zu spielen oder spielen zu lassen.
Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871
Ich kniete hin, bekreuzte mich und flüsterte den einleitenden Spruch.
Carossa, Hans: Eine Kindheit, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1992 [1922], S. 58
Im ersten Augenblick war die Magd so erschrocken, daß sie sich fast bekreuzt hätte.
Ganghofer, Ludwig: Der Dorfapostel, Stuttgart: Adolf Bonz 1917 [1900], S. 222
Der Mensch sah Quint aus seinen gedunsenen und verschworenen Augen an und bekreuzte sich.
Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 48
Eine Wölfin war es, und es wird niemand verwundern, daß der Schmied die Mütze abnahm, ein Stoßgebet sprach und sich bekreuzte.
Die Zeit, 14.04.1961, Nr. 16
Zitationshilfe
„bekreuzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bekreuzen>, abgerufen am 02.04.2020.

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