Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bekreuzen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-kreu-zen
Grundformkreuzen
eWDG

Bedeutung

Religion das Kreuz über Stirn und Brust schlagen
sich bekreuzen
Beispiele:
sich andächtig bekreuzen
sie bekreuzten sich mit Weihwasser
er nahm den Hut ab und bekreuzte sich
jmdn. bekreuzen
Beispiele:
umgangssprachlichsich vor jmdm. bekreuzen (= Zeichen des Abscheus)
umgangssprachlichsich vor dem Wetter, seinen Lästerungen bekreuzen (= Zeichen abergläubischer Furcht)
er hatte die schlafenden Kinder geküßt und bekreuzt [ Rosegger6,287]

Verwendungsbeispiele für ›bekreuzen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Joachim würde sich freilich bekreuzt haben, wenn man ihm zugemutet hätte, solche Stücke zu spielen oder spielen zu lassen. [Richter, Alfred: Aus Leipzigs musikalischer Glanzzeit, Erinnerungen eines Musikers. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 43871]
Ich kniete hin, bekreuzte mich und flüsterte den einleitenden Spruch. [Carossa, Hans: Eine Kindheit, Frankfurt a. M.: Insel-Verl. 1992 [1922], S. 58]
Im ersten Augenblick war die Magd so erschrocken, daß sie sich fast bekreuzt hätte. [Ganghofer, Ludwig: Der Dorfapostel, Stuttgart: Adolf Bonz 1917 [1900], S. 222]
Vor dem Gedanken eines zweiten derartigen Krieges bekreuzt sich die ganze Welt. [Klabund: Bußpredigt. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1917], S. 10476]
Der Mensch sah Quint aus seinen gedunsenen und verschworenen Augen an und bekreuzte sich. [Hauptmann, Gerhart: Der Narr in Christo Emanuel Quint, Berlin: Aufbau-Verl. 1962 [1910], S. 48]
Zitationshilfe
„bekreuzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bekreuzen>.

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