bekritteln

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-krit-teln
Wortbildung  mit ›bekritteln‹ als Erstglied: ↗Bekrittelung · ↗Bekrittlung
eWDG

Bedeutung

abwertend etw., jmdn. kleinlich kritisieren
Beispiele:
die Mitmenschen bekritteln
einen Vortrag, ein Buch bekritteln
ihr ganzes Tun und Lassen wurde bekrittelt
Nie wird um den Preis gefeilscht oder die Ware bekrittelt [ F. WolfGrenze5,170]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

kritteln · bekritteln · herumkritteln
kritteln Vb. ‘kleinliche Kritik üben, tadeln, nörgeln’ entsteht (18. Jh.) unter Einfluß von Kritik, kritisch, kritisieren aus älterem gritteln ‘Einwürfe machen, mäkeln, unzufrieden sein, zanken’ (Ende 17. Jh.). Dessen Herkunft ist ungeklärt. bekritteln Vb. (18. Jh.), herumkritteln Vb. (um 1900).

Thesaurus

Synonymgruppe
bemängeln · kritisch betrachten · ↗kritisieren · ↗tadeln  ●  ↗(etwas/jemanden) aufs Korn nehmen  ugs. · ↗(jemanden) zusammenfalten  ugs. · ↗auseinandernehmen  ugs. · bekritteln  ugs. · ↗bemäkeln  ugs. · ↗schelten  geh., veraltet
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(seinem) Ärger Luft machen · ↗(sich) beklagen · ↗(sich) beschweren · (sich) unzufrieden äußern · ↗beckmessern · bekritteln · ↗bemäkeln · ↗herumkritisieren (an) · immer (et)was auszusetzen haben · immer (et)was zu meckern haben · ↗murren · ↗mäkeln · ↗räsonieren  ●  ↗reklamieren  schweiz. · (seinen) Frust loswerden (wollen)  ugs. · (seinen) Frust rauslassen  ugs. · ↗(sich) auskotzen  derb · Frust ablassen  ugs. · ↗abkotzen  derb, fig. · ↗granteln  ugs., österr., bayr. · ↗maulen  ugs. · ↗meckern  ugs. · ↗mosern  ugs. · ↗motzen  ugs. · ↗nölen  ugs. · ↗nörgeln  ugs., Hauptform · ↗pöbeln  ugs. · ↗quengeln  ugs. · ↗raunzen  ugs., österr.
Unterbegriffe
  • (he)rumjammern (über)  ugs. · (he)rumjanken  ugs., regional · (he)rumjaulen  ugs., fig., salopp · (he)rummaulen  ugs. · (he)rummeckern (an)  ugs. · (he)rummosern  ugs. · (he)rummotzen  ugs. · (he)rummäkeln (an)  ugs. · (he)rumnölen  ugs. · (he)rumnörgeln (an)  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›bekritteln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch hat es keinen Sinn, ihre Leistungen zu bekritteln und zu bagatellisieren.
Die Zeit, 27.06.1969, Nr. 26
Ein strahlender Kreis war vereinigt, das Werk in sich aufzunehmen oder zu bekritteln.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Bislang wird zwar nur die nicht immer ganz glückliche Informationspolitik der EZB bekrittelt.
Die Welt, 25.05.2000
Vermutlich war Steils Schreiben ein Warnschuß an die CDU, nicht ständig die Agentur zu bekritteln.
Bild, 17.02.2005
Mit den Bücheraugen eines Lesers bekrittelt Aristoteles die Einsicht seiner Vorgänger.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 26838
Zitationshilfe
„bekritteln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bekritteln>, abgerufen am 03.03.2021.

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