belächeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-lä-cheln
Wortzerlegungbe-lächeln
eWDG, 1967

Bedeutung

über etw., jmdn. erheitert lächeln
Beispiele:
etw. heimlich, still, hochmütig, von oben herab, mitleidig, wohlwollend, zweifelnd belächeln
kleine Späße belächeln
Die Männer belächelten den Witz […] doch hüteten sie sich, ihre Freude laut werden zu lassen [HauffLichtenstein3,235]
etw. lächelnd verspotten
Beispiele:
eine naive Antwort, seinen ehemaligen Geschmack, im Alter die Torheiten der Jugend belächeln
jmds. Einfalt, Übertreibungen, einseitigen Standpunkt, unbegründete Vermutungen, merkwürdiges Äußeres, unbeholfenes Benehmen belächeln
und wenn Vorübergehende den ungeschickten Mann belächelten, so fühlte sie sich mitverlacht [CarossaGion180]

Thesaurus

Synonymgruppe
auslachen · belächeln · nicht ernst nehmen · spöttische Bemerkungen machen (über)  ●  (jemandem) ins Gesicht lachen  fig.
Assoziationen
  • (einen) Scherz machen (über) · (jemandem) ins Gesicht lachen · (sich) auf jemandes Kosten amüsieren · (sich) ein Lachen kaum verkneifen können (angesichts) · (sich) lustig machen (über) · (sich) mokieren (über) · Scherze treiben mit · Witze machen (über) · ↗auslachen · ins Lächerliche ziehen · lächerlich machen · seinen Spaß haben (mit/bei) · ↗spotten (über) · ↗verlachen · ↗witzeln · zum Gespött machen  ●  Späße treiben (mit)  veraltend · ↗verspotten  Hauptform · (jemandem) eine lange Nase drehen  ugs., fig. · (jemandem) eine lange Nase machen  ugs., fig. · (sich) belustigen (über)  geh. · Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.  geh., Sprichwort · durch den Kakao ziehen  ugs., fig. · ↗frotzeln (über)  ugs. · ↗verhohnepiepeln  ugs.

Typische Verbindungen zu ›belächeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›belächeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›belächeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und müsste man nicht jeden, der es versuchte, mitleidig belächeln?
Der Tagesspiegel, 06.12.2003
Damals haben sie ihn belächelt, heute sehen sie das auch so.
Süddeutsche Zeitung, 09.11.1994
Die Expedition, zunächst nur belächelt, schien plötzlich jedermann äußerst wichtig.
Nadolny, Sten: Die Entdeckung der Langsamkeit, München: Piper 1983, S. 179
Der Bauer ist nicht Demokrat - denn auch dieser Begriff gehört zum mechanischen und städtischen Dasein -, folglich übersieht, belächelt, verachtet, haßt man ihn.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 450
Aber wer es richtig ausspräche, würde mit Recht als affektiert belächelt werden.
Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964 [1931], S. 239
Zitationshilfe
„belächeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bel%C3%A4cheln>, abgerufen am 07.04.2020.

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