beladen

Grammatik Verb · belädt, belud, hat beladen
Nebenform umgangssprachlich beladen · Verb · beladet, belud, hat beladen
Aussprache  [bəˈlaːdn̩]
Worttrennung be-la-den
Wortzerlegung be-laden1
Wortbildung  mit ›beladen‹ als Erstglied: ↗Beladung  ·  mit ›beladen‹ als Grundform: ↗beladen2

Bedeutungsübersicht+

  1. auf etw., jmdn. eine Last laden
    1. [bildlich] ...
    2. [übertragen] ...
eWDG, 1967

Bedeutung

auf etw., jmdn. eine Last laden
Beispiele:
einen Wagen, ein Schiff, einen Lastwagen (schwer, hoch) mit Kohle, Steinen, Schutt, Sand beladen
eine Fuhre mit Heu beladen
sich mit Gepäck beladen
mit Geschenken, Blumen beladen kehrte er heim
ein beladenes Tablett
ein mit Akten, feinsten Leckerbissen beladener Tisch
mit fremden Schätzen reich beladen [ SchillerRing]
bildlich
Beispiel:
abwertendjmd. ist mit Schmuck beladen
übertragen
Beispiele:
sein Gewissen mit Schuld beladen
jmd. ist mit einem Fluch, Rachegefühl, harten Schicksal, mit schmerzlichen Eindrücken beladen
die aus dem Vulkan aufsteigende Wolke ist mit Gasen beladen (= angefüllt)
Blind war ich, als ich mich mit dir belud [ H. Mann9,362]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige ↗Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufbürden · ↗auferlegen · ↗aufladen · ↗auflasten · ↗aufoktroyieren · beladen · ↗belasten (mit) · ↗bepacken · ↗beschweren · ↗strapazieren  ●  ↗oktroyieren  geh. · ↗schlauchen (mit)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufgeladen · beladen
Synonymgruppe
beladen · ↗belasten · laden
Synonymgruppe
...beladen · erfüllt von · mit viel · mit vielen · reich an · ↗voller  ●  gesegnet mit  geh.

Typische Verbindungen zu ›beladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beladen‹.

Verwendungsbeispiele für ›beladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ab 10 Uhr rollen 36 LKW, mit je 25 Tonnen beladen, in die Stadt.
Bild, 16.07.2002
Oft begleitete ein verschmitztes Lächeln seine mit einer Überlast Wissen beladenen Sätze.
Die Zeit, 06.11.1995, Nr. 45
Es waren übrigens nur zwei von den vier Tieren beladen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 149
Abends fuhr man dann ebenso voll beladen wie am Morgen nach Hause, wo ich müde und schläfrig ins Bett gebracht wurde.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 28275
Es ist jedoch offensichtlich, daß das alte Repertoire nicht mit kommenden Theorien beladen war.
Corbin, Solange u. a.: Frankreich. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 14248
Zitationshilfe
„beladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beladen#1>, abgerufen am 29.10.2020.

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beladen

Grammatik partizipiales Adjektiv · Komparativ: beladener · Superlativ: am beladensten, Steigerung selten
Aussprache  [bəˈlaːdn̩]
Worttrennung be-la-den
Grundform beladen1
Wortbildung  mit ›beladen‹ als Letztglied: ↗beutebeladen · ↗fluchbeladen · ↗hoch beladen · ↗hochbeladen · ↗komplexbeladen · ↗putzbeladen · ↗schmerzbeladen · ↗schmuckbeladen · ↗schneebeladen · ↗schuldbeladen · ↗schwer beladen · ↗schwerbeladen · ↗unbeladen · ↗voll beladen · ↗vollbeladen · ↗vorurteilsbeladen
ZDL-Verweisartikel, 2020

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von beladen¹
Beispiele:
Schwer beladene Kähne sind zu sehen, festgemacht an einer hölzernen Plattform, um die Ladung an Land zu bringen. [Die Welt, 29.06.2019]
Nach Angaben der Anti‑Atomkraft‑Initiative »X‑tausendmal quer« setzte sich der mit elf Atommüllbehältern beladene Zug am Abend vom Verladebahnhof Valognes aus in Bewegung. [Nachrichten Atommüll Frankreich, 25.08.2019, aufgerufen am 18.10.2019]
Forscher der TU München haben mit Melanin beladene Membran‑Nanopartikel hergestellt. [Welt am Sonntag, 07.04.2019, Nr. 14]
Seid ihr eher Fans von dem traditionell geschmückten Baum oder wollt ihr es dieses Jahr mal so richtig krachen lassen und eure Tanne, nach amerikanischem Vorbild, mit vielen bunten Kugeln beladen, nach dem Motto »mehr ist mehr«? [WEIHNACHTSBAUM DEKO, 18.12.2018, aufgerufen am 16.10.2019]
Religion war ein wichtiger Teil unseres Lebens, aber ich habe mich durch sie nie von Schuldgefühlen beladen oder unterdrückt gesehen. [Zeit Magazin, 25.10.2017, Nr. 44]
Es gibt wahrscheinlich keinen beladeneren Ort, um über Sport und Rassismus zu reden, als den Keller des Berliner Olympiastadions. [Der Spiegel, 03.07.2006, Nr. 27] ungewöhnl.
Diese kurze, weithin unbekannte Rinne ist die beladenste Schiffahrtsstraße der Erde. [Berliner Zeitung, 01.04.1995] ungewöhnl.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

laden1 · beladen · entladen · Ladung
laden1 Vb. ‘eine Last auf ein Transportmittel bringen, (eine Feuerwaffe) mit Munition versehen’, ahd. (h)ladan (8. Jh.), mhd. laden, anord. hlaða, got. afhlaþan sowie (mit grammatischem Wechsel) asächs. hladan, mnd. mnl. lāden, nl. laden, aengl. hladan, engl. to lade lassen sich vergleichen mit aslaw. klasti ‘legen, laden’, russ. klast’ (класть) ‘legen’ und auf eine Dentalerweiterung ie. *klāt- bzw. *klād(h)- der Wurzel ie. *klā- ‘breit hinlegen’, wozu lit. klóti ‘hin-, ausbreiten, überdecken’, zurückführen (s. auch das zugehörige ↗Last). Die in neuerer Sprache verselbständigte Bedeutung ‘eine Feuerwaffe mit Munition versehen’ (15. Jh.) geht auf das Laden großer Kanonen zurück. Hierzu stellen sich jüngere übertragene Verwendungen wie (mit Strom, Energie) laden, (mit Haß, Wut) geladen sein. beladen Vb. ‘mit Ladung versehen, belasten’, ahd. bi(h)ladan (9. Jh.), mhd. beladen, auch reflexiv ‘auf sich nehmen’. entladen Vb. ‘von der Ladung befreien, ausladen’, ahd. int(h)ladan (um 1000), mhd. entladen. Ladung f. ‘das Aufladen, das Aufgeladene, Fracht, Auffüllung’ (15. Jh.), ‘Sprengstoff, der ein Geschoß treibt’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
aufbürden · ↗auferlegen · ↗aufladen · ↗auflasten · ↗aufoktroyieren · beladen · ↗belasten (mit) · ↗bepacken · ↗beschweren · ↗strapazieren  ●  ↗oktroyieren  geh. · ↗schlauchen (mit)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
aufgeladen · beladen
Synonymgruppe
beladen · ↗belasten · laden
Synonymgruppe
...beladen · erfüllt von · mit viel · mit vielen · reich an · ↗voller  ●  gesegnet mit  geh.

Typische Verbindungen zu ›beladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beladen‹.

Verwendungsbeispiele für ›beladen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ab 10 Uhr rollen 36 LKW, mit je 25 Tonnen beladen, in die Stadt.
Bild, 16.07.2002
Oft begleitete ein verschmitztes Lächeln seine mit einer Überlast Wissen beladenen Sätze.
Die Zeit, 06.11.1995, Nr. 45
Es waren übrigens nur zwei von den vier Tieren beladen.
Thelen, Albert Vigoleis: Die Insel des zweiten Gesichts, Düsseldorf: Claassen 1981 [1953], S. 149
Abends fuhr man dann ebenso voll beladen wie am Morgen nach Hause, wo ich müde und schläfrig ins Bett gebracht wurde.
Corinth, Lovis: Selbstbiographie. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1926], S. 28275
Es ist jedoch offensichtlich, daß das alte Repertoire nicht mit kommenden Theorien beladen war.
Corbin, Solange u. a.: Frankreich. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1955], S. 14248
Zitationshilfe
„beladen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beladen#2>, abgerufen am 29.10.2020.

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