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belauben

Grammatik Verb · reflexiv
Aussprache 
Worttrennung be-lau-ben
GrundformLaub
Wortbildung  mit ›belauben‹ als Erstglied: Belaubung  ·  mit ›belauben‹ als Letztglied: bunt belaubt · buntbelaubt · frisch belaubt · frischbelaubt · grün belaubt · grünbelaubt · zart belaubt · zartbelaubt
eWDG

Bedeutung

Laub bekommen
Beispiel:
die Bäume belauben sich im Frühling
belaubtLaub tragend
Grammatik: meist im Partizip II
Beispiele:
belaubte Bäume, Büsche, Zweige
eine belaubte Hecke, ein belaubter Park
die Sträucher sind frisch, dicht, voll, wenig belaubt
der Wald ist im Herbst bunt belaubt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Laub · Laubfrosch · Laubsäge · belauben
Laub n. ‘Gesamtheit der Blätter (eines Baumes)’, ahd. loub (8. Jh.), mhd. loup ‘Laub, Blatt’, asächs. mnd. lōf ‘Laub’, mnl. nl. loof ‘Laub’, aengl. lēaf, engl. leaf ‘Blatt’, anord. lauf, schwed. löv, germ. *lauba- n. und got. laufs m. ‘Blatt’ (daneben vielleicht auch ein Kollektivum lauf n. ‘Laub’) führen wohl mit lat. liber (aus *luber) ‘Bast, Buch’, air. luib ‘Kraut’, russ. lub (луб) ‘Baumrinde, Bast’, lit. lúoba ‘Baumrinde’ auf ie. *leubh- ‘abschälen, entrinden, abbrechen’, während lit. lùpti ‘schälen, abhäuten’, russ. lupít’ (лупить) ‘schälen, enthülsen’ ie. *leup- voraussetzen. Beide ie. Formen können als Labialerweiterungen der Wurzel ie. *leu- ‘abschneiden, trennen, loslösen’ angesehen werden. Das gemeingerm. Wort bezeichnet als Kollektivum die Gesamtheit der Blätter (eines Baumes, Strauches oder Waldes), steht jedoch in älterer Sprache auch für ‘Blatt’ oder für ‘Büschel aus Zweigen und Blättern’ und tritt in dieser Verwendung auch im Plur. auf (ahd. loubir, mhd. löuber, nach 1500 noch mundartlich Lauber). – Laubfrosch m. Name eines kleinen grünen, auf Bäumen lebenden Frosches, ahd. loubfrosc (10. Jh.), mhd. loupvrosch, benannt nach seiner dem Laub der Bäume angepaßten Farbe. Laubsäge f. ‘feine Säge zum Aussägen laubförmiger Zierstücke aus dünnem (Sperr)holz’ (18. Jh.). belauben Vb. ‘(sich) mit Laub bedecken, Blätter treiben’ (17. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›belauben‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›belauben‹.

Verwendungsbeispiele für ›belauben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im Moment ist alles belaubt, da sehen Sie nichts vom Hubschrauber aus. [Die Zeit, 25.08.1999, Nr. 34]
Wenn die hohen Bäume sich erst belaubten, mußten sie einen köstlichen Schatten geben. [Viebig, Clara: Das Weiberdorf, Briedel u. Mosel: Houben 1996 [1900], S. 127]
Sobald die Bäume belaubt sind, ist es schwer, ihn zu entdecken. [Die Zeit, 16.10.1987, Nr. 43]
Wenn die Linden sich belauben, sieht man es wohl und sehnt sich danach, dabei zu sein. [Nossack, Hans Erich: Nekyia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1961 [1947], S. 88]
Wenn die Bäume belaubt sind, ist ihr Wohnmobil von der Straße aus kaum zu sehen. [Der Spiegel, 13.01.1986]
Zitationshilfe
„belauben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/belauben>.

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