belauern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-lau-ern (computergeneriert)
Grundformlauern
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. versteckt wartend (scharf) beobachten
Beispiele:
jmdn. auf Schritt und Tritt, beim Nachhausekommen belauern
die Ein- und Ausgehenden, einen Verbrecher belauern
ein Tier im Walde belauern
die Katze belauert den Vogel, die Maus
[er] belauerte aber durch das Blattwerk der Reben hindurch die Freunde [WeismantelRiemenschneider123]
jmdn., etw. prüfend (scharf) beobachten
Beispiele:
jmdn. misstrauisch belauern
jmdn. in seinem Mienenspiel belauern
jeden Blick, jedes Wort genaustens belauern
ein belauernder Blick
Dann belauerte er den Eindruck, welchen diese Nachricht auf den Nachbar machen würde [Rosegger12,19]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lauern · Lauer1 · auflauern · belauern
lauern Vb. ‘auf jmdn. in feindlicher Absicht warten’, spätmhd. mnd. lūren ‘im Hinterhalt liegen, aus der Deckung heraus beobachten’ (14. Jh.), nl. loeren ‘lauern’, auch ‘schielen, finster blicken’, engl. to lour ‘düster, mürrisch blicken’. Die Herkunft ist unbekannt. Zieht man unter Annahme affektisch bedingter Lautvarianten vergleichend semantisch nahestehendes anord. lymskr ‘schlau, niederträchtig’, schwed. lömsk ‘(heim)tückisch, hinterhältig’, nl. loens ‘schielend, scheel’, luipen ‘schief ansehen, finster blicken’, nd. lūnen ‘sauer, mürrisch aussehen’ heran, so läßt sich eine Ausgangsbedeutung ‘mit halbgeschlossenen Augen blicken’ erschließen. Lauer1 f. ‘Hinterhalt’, mhd. lūre, lūr (14. Jh.); geläufig in Verbindungen wie auf der Lauer liegen. auflauern Vb. (16. Jh.). belauern Vb. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
belauern · fortwährend ansehen · fortwährend in jemandes Richtung blicken · im Auge behalten · misstrauisch beäugen · nicht aus den Augen lassen
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemanden) belauern · ↗beobachten · im Auge behalten · nicht aus den Augen lassen · ↗observieren · ständig im Blick haben · ↗überwachen
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Favorit Gegner Kamera Katze Tritt argwöhnisch bekriegen bekämpfen belauschen beobachten bewachen eifersüchtig gegenseitig mißtrauen mißtrauisch ständig umkreisen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›belauern‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jeder belauert jeden, und natürlich spielt jeder ein falsches Spiel.
Der Tagesspiegel, 18.05.2000
Jahrzehntelang belauerten sie sich argwöhnisch, jeder ging konsequent seiner eigenen Wege.
Die Zeit, 18.10.1996, Nr. 43
Er war wach, belauerte sie und wartete auf den Moment, zuzuschlagen und sie zu vernichten.
Hohlbein, Wolfgang: Das Druidentor, Stuttgart: Weitbrecht 1993, S. 161
Er war für gewöhnlich recht schweigsam, beobachtete stumm seine Umgebung, so wie ein Tiger das Dschungel belauert.
Knittel, John: Via Mala, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1957 [1934], S. 156
Hundert Augen begannen den Pfarrhof zu bewachen und zu belauern.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18364
Zitationshilfe
„belauern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/belauern>, abgerufen am 20.06.2019.

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