belohnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-loh-nen
Grundformlohnen
Wortbildung mit ›belohnen‹ als Erstglied: ↗belohnenswert  ·  formal verwandt mit: ↗unbelohnt
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
jmdm. zum Lohn mit etw. danken
Beispiele:
jmdn. für seine Verdienste, Bemühungen, seine Einsatzbereitschaft, Aufopferung mit Blumen, Geschenken belohnen
den ehrlichen Finder mit einer angemessenen Summe belohnen
die besten Schüler wurden mit einem Theaterbesuch belohnt
jmdn. reich, schlecht, nach Gebühr belohnen
jmdm. etw. belohnen
Beispiel:
veraltetes soll dir gewiß einst belohnt werden [Kleist5,150]
2.
etw. durch, mit etw. vergelten
Beispiele:
jmds. Vertrauen durch, mit Verschwiegenheit belohnen
seine Mühe, Aufopferung, Ausdauer wurde durch den Erfolg, durch die Freude des Freundes belohnt
jmds. Wohltaten, Freundlichkeit, Geduld, Liebe in gleicher Weise belohnen
er hat ihre Freundschaft schlecht belohnt
seine Treue wurde mit Verrat belohnt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lohn · lohnen · belohnen · entlohnen · Löhnung · löhnen
Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun, schwed. lön, got. laun (germ. *launa-) enthalten ein n-Suffix, das die zugehörigen außergerm. Verwandten nicht aufweisen, vgl. griech. lé͞ia, ion. lēΐē (λεία, ληΐη, aus *λαία) ‘Beute, besonders von geraubtem Vieh, Kriegs-, Jagdbeute’, aslaw. lovъ ‘Jagd’, russ. lov (лов) ‘Fang, Beute, Jagdbeute’ und griech. apolá͞uein (ἀπολαύειν) ‘genießen’, lat. lucrum ‘Gewinn, Vorteil’ (s. ↗lukrativ). Anzuknüpfen ist an eine Wurzel ie. *lā̌u- ‘erbeuten, genießen’. lohnen Vb. ‘bezahlen, vergelten’, ahd. lōnōn (8. Jh.), mhd. lōnen. belohnen Vb. mhd. belōnen. entlohnen Vb. (16. Jh.). Löhnung f. (17. Jh.), Substantivbildung zu heute seltenem löhnen Vb. ‘Lohn geben, auszahlen’, mhd. lœnen.

Thesaurus

Synonymgruppe
belohnen · ↗honorieren
Synonymgruppe
(etwas / jemanden) belohnen · (etwas) vergelten (veraltet od. regional) · (jemandem etwas) Gutes tun · (sich) erkenntlich zeigen · ↗(sich) revanchieren · Dankbarkeit zeigen · ↗wieder gutmachen  ●  ↗(jemandem etwas) danken  geh. · (jemandem etwas) lohnen  geh., veraltet, regional
Assoziationen
  • Dank · ↗Dankeschön
  • (sich) als großzügig erweisen · (sich) großzügig zeigen · (sich) in Geberlaune zeigen · die Spendierhosen anhaben · in Geberlaune sein · nicht knausern · sich nicht lumpen lassen  ●  ↗(etwas) springen lassen  ugs.
  • (die) Runde geht auf (...) · (die) Zeche zahlen (für jemanden) · (eine) Runde ausgeben · (einen) ausgegeben bekommen · (jemandem) (ein) Getränk spendieren · ↗(jemanden) freihalten · aufs Haus gehen  ●  ↗(etwas) spendieren  Hauptform · (eine) Runde schmeißen  ugs. · das geht auf meinen Deckel  ugs. · das geht auf mich  ugs. · einen ausgeben  ugs. · frei saufen haben  derb
  • (jemandem) Dank wissen · (jemandem) verbunden · Dank schulden · ↗dankbar (sein) · voller Dankbarkeit · von Dank erfüllt · von Dankbarkeit erfüllt
  • als (kleines) Dankeschön · als Ausgleich (für) · als Gegendienst · als Gegengabe · als Gegenleistung · als Kompensation (für) · im Gegenzug (für) · zum Ausgleich  ●  ↗dafür  ugs.
  • Dank · ↗Dankbarkeit · ↗Dankfest · ↗Dankgefühl · ↗Danksagung · ↗Erkenntlichkeit  ●  ↗Dankeschön  Jargon
  • als Dankeschön · zum Dank

Typische Verbindungen zu ›belohnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›belohnen‹.

Verwendungsbeispiele für ›belohnen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir haben uns bloß nicht belohnt, indem wir die Tore gemacht haben.
Der Tagesspiegel, 14.12.2000
Für seine Arbeit ließ sich der Meister auch kaiserlich belohnen.
Süddeutsche Zeitung, 12.04.1995
Nach dem ersten Erfolg - ich hatte mit ausgestreckten Armen zwanzig Minuten ohne Zittern an der Wand gestanden - wollte er mich belohnen.
Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 39
Wenn du tun kannst, wie du redest, wirst du belohnt.
Rubiner, Ludwig: Die Gewaltlosen. In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1919], S. 16636
Wer dieser Pflicht nachkommt, wird belohnt, wer sie mißachtet, bestraft.
Hagemann, Ludwig: Islam. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 686
Zitationshilfe
„belohnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/belohnen>, abgerufen am 05.04.2020.

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