bemeistern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-meis-tern (computergeneriert)
Grundformmeistern
Wortbildung mit ›bemeistern‹ als Erstglied: ↗Bemeisterung
eWDG, 1967

Bedeutung

veraltet etw. bezwingen, beherrschen
Beispiel:
sie konnte ihre Empörung, ihren Unwillen, Zorn nur schwer bemeistern
sich bemeistern
Beispiel:
er schnitt ein ungewohnt strenges Gesicht, um sich zu bemeistern [HesseNarziß5,236]
etw. bemeistert sich jmds.etw. bemächtigt sich jmds.
Beispiele:
Wut, Überdruss, eine unglückliche Liebe hatte sich seiner bemeistert
Es hat ein wunderbarer Rausch / Sich meiner Seele bemeistert [HeineDeutschland2,491]

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber gibt es nicht auch in so einem Leben Momente, die man bemeistern muss?
Die Welt, 27.03.2004
In dem positiv guten Menschen dagegen, der nicht mit dem schwachen Gutmütigen einerlei ist, bemeistert die Erkenntnis den blinden Willensdrang.
Vorländer, Karl: Geschichte der Philosophie. In: Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 3313
So gelang es mir, in 6 Wochen die Schwierigkeiten des Neugriechischen zu bemeistern.
Penndorf, Balduin: Die Berufsausbildung und Weiterbildung des Kaufmanns, Stuttgart: Violet [1912], S. 303
Einige der Eingeweihten konnten ihre Aufregung nicht bemeistern und eilten auf die Klippe.
Luckner, Felix von: Seeteufel, Herford: Kohler 1966 [1921], S. 229
Die Pianistin beherrscht und bemeistert ihr Instrument, zugleich wirkt sie ans Klavier gefesselt, einer strikten Disziplinierung unterworfen.
Der Tagesspiegel, 05.02.1998
Zitationshilfe
„bemeistern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bemeistern>, abgerufen am 22.10.2019.

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