bemitleidenswert

GrammatikAdjektiv
Worttrennungbe-mit-lei-dens-wert
Wortzerlegungbemitleidenwert
eWDG, 1967

Bedeutung

bedauernswert
Beispiele:
ein bemitleidenswertes Geschöpf
bemitleidenswerter Menschen
sie erschien ihm plötzlich bemitleidenswert

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Trauerspiel · ↗armselig · bemitleidenswert · ↗erbärmlich · ↗kläglich · ↗schäbig · ↗unsäglich · ↗unwürdig · ↗würdelos
Assoziationen
  • (man) hätte mehr erwartet (von)  ●  (eine) Bankrotterklärung (sein)  fig. · (etwas ist) keine Heldentat  fig. · (sich) ein Armutszeugnis ausstellen (mit)  fig. · ein Armutszeugnis (für jemanden/etwas sein)  Hauptform · (ein ...) sieht anders aus  ugs. · (jemand) sollte sich was schämen!  ugs. · (sich) nicht (gerade) mit Ruhm bekleckert haben  ugs., Redensart · kein Ruhmesblatt  geh.
  • (leicht) durchschaubar · schlecht kaschiert  ●  ↗durchsichtig  fig. · ↗fadenscheinig  fig. · (etwas) merkt ein Blinder (doch) mit dem Krückstock  ugs., fig.
  • Schmierenkomödie · ↗Schmierentheater · die Karikatur (einer Sache) · schlechter Scherz · unwürdiges Schauspiel  ●  ↗(eine) Farce  Hauptform
Synonymgruppe
Mitleid erregend · ↗arm · armer Kerl · ↗armselig · ↗beklagenswert · bemitleidenswert · ↗erbärmlich · ↗heruntergekommen · ↗hoffnungslos · ↗jammervoll · ↗jämmerlich · ↗kläglich · ↗unglücklich · zu bedauern (sein)  ●  armer Tropf  veraltend · ↗bedauernswert  Hauptform · arm dran  ugs., ruhrdt. · arme Sau  derb · armer Teufel  ugs. · armes Schwein  ugs. · ↗bejammernswert  fachspr. · ↗erbarmungswürdig  geh. · letztklassig  ugs., österr. · ↗miserabel  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bemitleidenswert‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Anblick Dasein Figur Gegenspieler Geschöpf Gestalt Kreatur Opfer Torwart Wesen Zustand arm eher fast lächerlich tragisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bemitleidenswert‹.

Verwendungsbeispiele für ›bemitleidenswert‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieses Buch sei zwar bemitleidenswert schlecht, aber es sei keinesfalls antisemitisch.
Die Zeit, 07.10.2013, Nr. 40
Er war längst verschwunden - mit schwarzen Rändern unter den Augen und einem bemitleidenswerten Kränkeln.
Bild, 12.02.2003
Sechs Minuten vor der Pause hatte der bemitleidenswerte Wessels schließlich keine Chance mehr.
Die Welt, 27.10.1999
Das Unverständliche, von dem niemand etwas hat, wird aus dem aufreizenden Verbrechen zur bemitleidenswerten Narretei.
Adorno, Theodor W.: Minima Moralia, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1971 [1951], S. 281
Die Wärter, die während der ganzen Nacht freigekommene Raubtiere hatten erschießen müssen, boten einen bemitleidenswerten Anblick.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 149
Zitationshilfe
„bemitleidenswert“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bemitleidenswert>, abgerufen am 25.01.2020.

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