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benebeln

Grammatik Verb · benebelt, benebelte, hat benebelt
Aussprache 
Worttrennung be-ne-beln
Wortzerlegung be- Nebel
Wortbildung  mit ›benebeln‹ als Erstglied: Benebelung  ·  mit ›benebeln‹ als Grundform: benebelt

Bedeutungsübersicht+

  1. jmdm. den Verstand trüben
    1. [umgangssprachlich] jmdn. betrunken machen
    2. ⟨benebelt⟩
eWDG

Bedeutung

jmdm. den Verstand trüben
Beispiele:
jmdm. den Kopf, jmdn. benebeln
»Erfolg benebelt«, versetzte Markus Wahl […] [ A. ZweigJunge Frau286]
umgangssprachlich jmdn. betrunken machen
Beispiel:
der Wein hat ihn benebelt
benebelt (= angeheitert)
Grammatik: häufig im Partizip II
Beispiele:
er war leicht benebelt
vom Wein, Bier benebelt sein
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nebel · nebelhaft · neb(e)lig · nebulös · benebelt · benebeln · vernebeln · nebeln · nibeln
Nebel m. (durch Konzentration kleinster Wassertröpfchen hervorgerufene) ‘Trübung, Unklarheit der Luft, Dunst’, ahd. nebul (8. Jh.), mhd. nebel, asächs. neƀal, mnd. mnl. nēvel, nl. afries. nevel ‘Nebel’ (germ. *neƀula-) sowie aengl. nifol ‘dunkel’ und anord. njōl(a) (aus urnord. *niuwul, germ. *neƀulō) ‘Nebel, Nacht’, nifl- (in Zusammensetzungen wie niflhel ‘Unterwelt’, niflvegr ‘dunkle Straße’) sind verwandt mit griech. nephélē (νεφέλη) ‘Wolke, Gewölk’, lat. nebula ‘Dunst, Nebel, Staubwolke’. Neben diesem l-Stamm steht ein s-Stamm in aind. nábhaḥ ‘Dunst, Feuchtigkeit, Wolke, Nebel’, hethit. nepis ‘Himmel’, griech. néphos (νέφος) ‘Wolke, Gewölk’, air. nem (aus *nebhes-) ‘Himmel’, aslaw. nebo, russ. nébo (небо) ‘Himmel’, (mit sekundärem d-Anlaut) lit. debesìs ‘Wolke’. Alle Formen werden zurückgeführt auf ie. *nebh- ‘feucht, Wasser’, dann ‘Dampf, Dunst, Nebel, Wolke’. – nebelhaft Adj. ‘wie Nebel, unklar’ (Ende 17. Jh.). neb(e)lig Adj. ‘voller Nebel, dunstig’, ahd. nebulīg (um 1000), frühnhd. nebelig (15. Jh.). nebulös Adj. ‘neblig, unklar, verschwommen’ (19. Jh.), nach frz. nébuleux in dessen übertragener Verwendung (aus lat. nebulōsus ‘neblig, dunkel’). benebelt Part.adj. ‘in Nebel eingehüllt’, übertragen ‘benommen, betäubt’ (17. Jh.); zu benebeln Vb. ‘in Nebel einhüllen, verdunkeln, betäuben’ (17. Jh.). vernebeln Vb. ‘in Nebel einhüllen, durch Nebel unklar machen’ (geläufig seit 17. Jh.); vgl. (falls hierher gehörig) ahd. firnibulen ‘verdunkeln’ (8. Jh.) und (seltenes) nebeln, nibeln Vb. ‘Nebel erzeugen, neblig sein, in Nebel einhüllen, fein, nebelartig regnen, nieseln’, ahd. nibulen ‘sich verfinstern, sich verdunkeln’ (9. Jh.), mhd. nibelen, nebelen ‘neblig, dunkel machen, sein oder werden’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) benebeln · (jemanden) beschwipsen · berauschen  ●  betrunken machen (aufgrund des Alkoholgehalts)  Hauptform · knallen  ugs. · reinhauen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›benebeln‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›benebeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›benebeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Noch ganz benebelt ist sie vom Vergleich zwischen einst und jetzt. [Süddeutsche Zeitung, 18.07.1996]
Weil Sie erschöpft oder schon vom Bier benebelt sind, heben Sie ab, obwohl Sie natürlich, Sie ahnen es schon, eine Alternative gehabt hätten. [Die Zeit, 05.01.2005, Nr. 01]
Dann sind sie so benebelt vom Geschmack meines Blutes, daß ich sie mit einem geschickten Handstreich erledigen kann. [Die Zeit, 09.09.1994, Nr. 37]
Als wir den Raum der Gurkenproduktion betreten, sind wir von den umwerfenden Düften total benebelt. [Süddeutsche Zeitung, 02.09.2002]
Alle Großstadthunde sind benebelt, sie tappen, sie leiden, sie sind high. [Bild, 15.11.2005]
Zitationshilfe
„benebeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/benebeln>.

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