benebelt

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Worttrennungbe-ne-belt (computergeneriert)
Grundformbenebeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nebel · nebelhaft · neb(e)lig · nebulös · benebelt · benebeln · vernebeln · nebeln · nibeln
Nebel m. (durch Konzentration kleinster Wassertröpfchen hervorgerufene) ‘Trübung, Unklarheit der Luft, Dunst’, ahd. nebul (8. Jh.), mhd. nebel, asächs. neƀal, mnd. mnl. nēvel, nl. afries. nevel ‘Nebel’ (germ. *neƀula-) sowie aengl. nifol ‘dunkel’ und anord. njōl(a) (aus urnord. *niuwul, germ. *neƀulō) ‘Nebel, Nacht’, nifl- (in Zusammensetzungen wie niflhel ‘Unterwelt’, niflvegr ‘dunkle Straße’) sind verwandt mit griech. nephélē (νεφέλη) ‘Wolke, Gewölk’, lat. nebula ‘Dunst, Nebel, Staubwolke’. Neben diesem l-Stamm steht ein s-Stamm in aind. nábhaḥ ‘Dunst, Feuchtigkeit, Wolke, Nebel’, hethit. nepis ‘Himmel’, griech. néphos (νέφος) ‘Wolke, Gewölk’, air. nem (aus *nebhes-) ‘Himmel’, aslaw. nebo, russ. nébo (небо) ‘Himmel’, (mit sekundärem d-Anlaut) lit. debesìs ‘Wolke’. Alle Formen werden zurückgeführt auf ie. *nebh- ‘feucht, Wasser’, dann ‘Dampf, Dunst, Nebel, Wolke’. nebelhaft Adj. ‘wie Nebel, unklar’ (Ende 17. Jh.). neb(e)lig Adj. ‘voller Nebel, dunstig’, ahd. nebulīg (um 1000), frühnhd. nebelig (15. Jh.). nebulös Adj. ‘neblig, unklar, verschwommen’ (19. Jh.), nach frz. nébuleux in dessen übertragener Verwendung (aus lat. nebulōsus ‘neblig, dunkel’). benebelt Part.adj. ‘in Nebel eingehüllt’, übertragen ‘benommen, betäubt’ (17. Jh.); zu benebeln Vb. ‘in Nebel einhüllen, verdunkeln, betäuben’ (17. Jh.). vernebeln Vb. ‘in Nebel einhüllen, durch Nebel unklar machen’ (geläufig seit 17. Jh.); vgl. (falls hierher gehörig) ahd. firnibulen ‘verdunkeln’ (8. Jh.) und (seltenes) nebeln, nibeln Vb. ‘Nebel erzeugen, neblig sein, in Nebel einhüllen, fein, nebelartig regnen, nieseln’, ahd. nibulen ‘sich verfinstern, sich verdunkeln’ (9. Jh.), mhd. nibelen, nebelen ‘neblig, dunkel machen, sein oder werden’.

Thesaurus

Synonymgruppe
beduselt · ↗benommen · wie betäubt  ●  benebelt  ugs. · ↗rammdösig  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Kopf Zustand ziemlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›benebelt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Trotz benebelten Kopfes glaubte er, diese Tour nur mit einem Rad bewältigen zu können.
Die Zeit, 09.05.1997, Nr. 20
Zwei Monate waren vergangen, in denen ich zu benebelt war, um sie anzurufen.
Der Tagesspiegel, 20.08.2004
Als er benebelt aufwacht, fährt er in der falschen Richtung weiter!
Bild, 26.07.2001
So geht man schließlich mit leicht benebeltem Kopf wieder aus dem ehemaligen Dominikanerinnenkloster hinaus.
Süddeutsche Zeitung, 25.10.1994
Ebenso haben wir manche vom Frontstadtsumpf benebelten Bürger in unserer Republik in ihrem eigenen Interesse und zu ihrer Gesundung von diesem Sumpf West-Berlin getrennt.
o. A.: Walter Ulbricht über die Mauer, 16.09.1961, S. 51
Zitationshilfe
„benebelt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/benebelt>, abgerufen am 15.12.2019.

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