beneiden

GrammatikVerb · beneidet, beneidete, hat beneidet
Aussprache
Worttrennungbe-nei-den
Wortbildung mit ›beneiden‹ als Erstglied: ↗beneidenswert
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. um, wegen etw. beneidenauf jmdn. wegen etw. neidisch sein
Beispiele:
jmdn. um seinen Reichtum, sein Wissen, seine Frau beneiden
ich beneide dich um deine Ruhe, deine Ausgeglichenheit
er wird wegen seines Erfolges von vielen beneidet
ich beneide dich nicht
er beneidet alle Leute
er ist nicht zu beneiden
jmdm. etw., jmdn. beneiden
Beispiel:
veraltetdaß Frankreich noch das einzige / An uns verlieren würde, was wir ihm / Beneidet hatten [SchillerCarlosI 4]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Neid · neiden · beneiden · neidisch · neidig · Neidhammel
Neid m. ‘Mißgunst’, ahd. nīd (8. Jh.), mhd. nīt (Genitiv nīdes) ‘feindselige Stimmung, Kampfesgrimm, Groll, Eifer, Arg’, asächs. nīð, mnd. nīt, auch ‘Haß, Ingrimm’, mnl. nijt, nl. nijd, afries. nīth, aengl. nīþ ‘Streit, Feindschaft, Angriff, Haß, Übel, Verdruß’, anord. nīð ‘Hohn, Beschimpfung, Schmach’, got. neiþ, germ. *nīþa-. Vergleicht man kelt. Formen wie kymr. nwyd ‘Leidenschaft’ und air. nīth ‘Kampf’, so können ie. *neito-, *nīto- und ie. *nītu- ‘Leidenschaft’ angesetzt werden. Wieweit diese Bildungen mit Dentalsuffix den semantisch sehr weit gefaßten Ansatz einer Wurzel ie. *nei-, *nī̌- ‘lebhaft bewegt, erregt sein, glänzen’ (zu der auch lat. nitēre ‘glänzen, blinken’ zu stellen ist) stützen bzw. ermöglichen, ist umstritten. neiden Vb. ‘mißgönnen’, ahd. nīdōn ‘neidisch sein, hassen’ (8. Jh.), mhd. (meist mit sekundärer starker Flexion) nīden; dazu beneiden Vb. ‘jmdm. gegenüber Neid empfinden, mißgünstig sein’, mhd. benīden. neidisch Adj. ‘mißgünstig, von Neid geleitet’, mhd. nīdesch, nīdisch; daneben (bis ins 18. Jh.) gleichbed. neidig Adj. ahd. nīdīg (8. Jh.), mhd. nīdic, nīdec ‘feindselig, eifersüchtig, mißgönnend’. Neidhammel m. ‘neiderfüllter Mensch’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) neiden · (jemandem etwas) nicht gönnen · (jemanden) beneiden · ↗missgönnen · neidisch sein · vor Neid erblassen

Typische Verbindungen zu ›beneiden‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beneiden‹.

Verwendungsbeispiele für ›beneiden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kinder aus dem Dorf beneideten mich ganz gewiss, aber sie ließen sich nichts anmerken.
Der Tagesspiegel, 05.05.2000
Er hat zwar einen schönen Titel, zu beneiden ist er freilich nicht um seinen Job.
Süddeutsche Zeitung, 09.03.2000
Fast könnte man diejenigen beneiden, die die ewige Ruhe gefunden haben.
Brief von Frau A. H. vom 26.07.1944. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 145
Ich kann jede werdende Mutter beneiden, was ich früher gar nicht gekannt habe.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 12.10.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Ich kann jeden beneiden, der in Deiner Nähe sein darf.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 08.08.1940, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Zitationshilfe
„beneiden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beneiden>, abgerufen am 02.04.2020.

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