beordern

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-or-dern
Wortbildung mit ›beordern‹ als Erstglied: ↗Beorderung  ·  mit ›beordern‹ als Letztglied: ↗herbeibeordern · ↗herbeordern · ↗hinausbeordern · ↗hinbeordern · ↗wegbeordern · ↗zurückbeordern
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn., etw. durch eine Order an einen bestimmten Ort kommen lassen, schicken
Beispiele:
jmdn. zu sich, in seine Wohnung beordern (lassen)
jmdn. telegrafisch nach Hause beordern
MilitärTruppen, Kriegsschiffe nach N, in die Gegend von N beordern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Order · beordern · ordern
Order f. ‘Anordnung, Auftrag, Verfügung, Befehl’, Übernahme (Mitte 17. Jh.) von frz. ordre ‘Auftrag, Befehl’ (seit dem Mfrz.), auch ‘Ordnung, Anordnung, Vorschrift, Regel, Stand, Orden’, im Plur. ‘kirchliche Weihen’, afrz. ordre, ordene, entlehnt aus lat. ōrdo (Genitiv ōrdinis) ‘Reihe(nfolge), Glied, Stand, Ordnung’. beordern Vb. ‘durch (militärischen) Befehl jmdn. (an einen bestimmten Ort) kommen lassen, beauftragen’ (2. Hälfte 17. Jh.). Gleichzeitig (seltener) ordern Vb. ‘befehlen, an-, einweisen’, dann besonders ‘einen Auftrag erteilen, bestellen’ (Kaufmannssprache, in Anlehnung an engl. to order).

Thesaurus

Synonymgruppe
abkommandieren (meist milit.) · ↗abordnen · ↗aussenden · beordern · ↗delegieren · ↗deputieren · ↗entsenden · ↗fortschicken · ↗schicken · ↗wegschicken

Typische Verbindungen zu ›beordern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Abwehrseite Abwehrzentrum Anfangsformation Außenbahn Einsatzort Ersatzbank Flugzeugträger Golfregion Innenverteidigung Kriegsschiff Libero Liberoposition Liberoposten Marineinfanterist Mittelfeld Mittelfeldakteur Rapport Reservebank Reservist Startelf Startformation Sturmspitze Unglücksgebiet Unglücksort Unglücksstelle Werkstätte einwechseln herbeibeordern hinbeordern zurückbeordern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beordern‹.

Verwendungsbeispiele für ›beordern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und selbst das scheint untertrieben, soll er doch mehrfach neue Ware aus Weiz beordert haben.
Die Welt, 20.12.2003
Die Stadt hatte sie dorthin beordert, in dem verzweifelten Bemühen, verlorengegangene Zeit wettzumachen.
Die Zeit, 05.12.1975, Nr. 50
Eines Tages wurde ich zu einem amerikanischen General beordert, dessen Hund krank war.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 204
Am nächsten Morgen waren zu der ungewöhnlich frühen Stunde von sieben Uhr die Minister zum König beordert.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 60
Er sagt, daß er von Frick diesbezüglich einen Auftrag bekommen hat, ein solches Gesetz auszuarbeiten, und daß er überraschend nach Linz beordert wurde.
o. A.: Einhunderteinundfünfzigster Tag. Montag, 10. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23610
Zitationshilfe
„beordern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beordern>, abgerufen am 20.01.2020.

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