berappen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-rap-pen
HerkunftHerkunft unsicher
eWDG, 1967

Bedeutung

salopp etw. bezahlen
Beispiele:
eine Summe Geldes, seine Schulden berappen
sie mussten ganz schön berappen
»Soll er nur berappen«, dachte Brenten [BredelSöhne360]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reibach · berappen
Reibach m. (auch Rebbach, Rewwig, Rewwich) ‘Gewinn, Verdienst, Zins’ (19. Jh.), aus dem Rotw. nach jidd. re(i)bach, hebr. ręwaḥ ‘Verdienst, Gewinn’. Heute besonders in der Wendung einen Reibach machen ‘einen (überdurchschnittlichen) Gewinn erzielen’. Vgl. älteres Rebbes, Ribbis m. ‘Gewinn, Ertrag’ (17. Jh.), rotw. rabbes, jidd. ribbis ‘Zins’. Dazu vielleicht (vgl. Wolf Rotw. 264) berappen Vb. ‘(widerwillig) bezahlen’ (19. Jh., aus der Gauner- und Studentensprache), auch beribbeln, berebbeln, berabbeln.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
(Schaden) regulieren · (die) Zeche zahlen (für) · Geld in die Hand nehmen (journal., polit.) · ↗abführen (Steuern) · ↗aufkommen (für) · ↗ausgeben · ↗begleichen (Rechnung) · ↗bestreiten (Geldbetrag) · ↗entrichten · ↗verausgaben (Verwaltungsdeutsch) · ↗zahlen  ●  ↗bezahlen  Hauptform · ↗(die finanziellen Lasten) tragen  geh. · ↗(etwas) springen lassen  ugs. · ↗abdrücken  ugs. · ablatzen  ugs. · auf den Tisch blättern  ugs. · berappen  ugs. · ↗blechen  ugs. · geben für  ugs. · ↗hinblättern  ugs. · in die Tasche greifen  ugs., fig. · latzen  ugs. · ↗lockermachen (Geldbetrag)  ugs. · ↗löhnen  ugs. · ↗prästieren  geh., lat. · ↗raushauen  ugs. · rauspfeifen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›berappen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ablöse Anwaltskosten Ausgabeaufschlag Autofahrer Bußgeld Doppelte Euro Fiskus Franke Franken Gebühr Geldbuße Grundgebühr Kilo Kilowattstunde Mark Miete Pfennig Praxisgebühr Provision Quadratmeter Steuerzahler Strafgeld Studiengebühr Tasche extra monatlich rund soviel umgerechnet

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›berappen‹.

Verwendungsbeispiele für ›berappen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wer dennoch versuchen will, auf künstlichem Wege ein Baby zu bekommen, wird dafür bis zu 5000 Euro berappen müssen.
Die Welt, 10.05.2003
Knapp 40 Mark muss man für eine uneingeschränkte Nutzung berappen.
C't, 2000, Nr. 2
Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt, dann wird vor allem mal nicht berappt.
Tucholsky, Kurt: Die Lösung. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1931], S. 2375
Jeder hat das Gefühl, zu viel vom eigenen Budget dazu berappen zu müssen.
Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 160
Solange man noch berappen muß, macht die Sache kein Vergnügen.
Kerr, Alfred: Wo Bismarck ging und Tietz erschien. In: ders., Mein Berlin, 2002 [30.09.1900], S. 108
Zitationshilfe
„berappen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/berappen>, abgerufen am 27.02.2020.

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