berauben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-rau-ben
Wortzerlegungbe-rauben
Wortbildung mit ›berauben‹ als Erstglied: ↗Beraubung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. etw. wegnehmen, rauben
Beispiele:
jmdn. überfallen und berauben
man hatte bei ihm eingebrochen und ihn beraubt
gehoben jmdn. einer Sache berauben
Beispiele:
er wurde seiner gesamten Barschaft, des Augenlichtes beraubt
[die Jungtürken] berauben sie [die Leute] ihrer Felder, Fruchtgärten, Weinberge und aller beweglichen und unbeweglichen Habe [WerfelMusa Dagh414]
übertragen
Beispiele:
jmdn. seiner Rechte, Ehre, der letzten Hoffnung, der Freiheit berauben
der Schreck beraubte ihn der Sprache (= benahm sie ihm)
gespreiztich will Sie nicht berauben, berauben Sie sich nicht! (= ich will das von Ihnen Angebotene nicht annehmen)

Thesaurus

Synonymgruppe
ausrauben · berauben · ↗bestehlen · ↗überfallen  ●  ↗abziehen  ugs. · ↗beklauen  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) abnehmen (unter Gewaltanwendung) · (jemandem) aus der Hand reißen · ↗(jemandem) entreißen · (jemandem) wegnehmen (unter Gewaltanwendung)  ●  ↗(etwas) abziehen  jugendsprachlich · ↗(jemanden) abziehen  jugendsprachlich · (jemanden) berauben  Hauptform · rauben  juristisch · ↗usurpieren  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Existenzgrundlage Freiheit Habe Illusion Individualität Lebensgrundlage Rentnerin Taxifahrer Taxifahrerin Unbekannte Würde bedrohen bestehlen betrügen betäuben demütigen enteignen ermorden erniedrigen erpressen erschlagen erstechen erwürgen fesseln mißhandeln niederschlagen vergewaltigen verprügeln zusammenschlagen überfallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›berauben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Regierung beraubt die Bürger zuweilen ihrer Rechte; manchmal tötet sie ihre Bürger.
Süddeutsche Zeitung, 24.06.2004
Der unbestimmte Begriff des „Schicksals“ beraubt uns nicht jeder Freiheit des Handelns.
Die Zeit, 19.06.1964, Nr. 25
Und mit Staunen sahen wir die große Kirche völlig ihres Daches beraubt.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 2952
Um eine Million, die er hinter ihr vermutete, hätte er sie beinahe beraubt.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 178
Um sich Geld zum Weiterleben zu verschaffen, erschlägt und beraubt er einen jungen Mann.
Glaser, Curt: Japanisches Theater. In: ders., Japanisches Theater, Berlin-Lankwitz: Würfel-Verl. 1930, S. 11
Zitationshilfe
„berauben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/berauben>, abgerufen am 21.11.2019.

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