berennen

GrammatikVerb · berennt, berannte, hat berannt
Aussprache
Worttrennungbe-ren-nen
Wortzerlegungbe-rennen
eWDG, 1967

Bedeutung

Ballspiel etw. fortlaufend bestürmen
Beispiel:
unsere Mannschaft berannte pausenlos das gegnerische Tor
historisch lange, wiederholt gegen etw., jmdn. stürmend rennen, anrennen
Beispiele:
einen Berg, eine Festung berennen
er berannte den Feind mit dem Schwert (= griff ihn mit dem Schwert an)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rennen · Rennen · Renner · berennen · verrennen
rennen Vb. ‘schnell laufen’, ahd. rennen ‘laufen machen, jagen, treiben, zusammenlaufen lassen, sammeln’ (um 900), mhd. mnd. rennen, auch ‘schnell reiten, laufen’, asächs. rennian ‘zusammenlaufen lassen’, mnl. nl. rennen ‘schnell laufen, fließen’, aengl. (mit r-Metathese) ærnan ‘rennen, reiten, fahren’, anord. renna ‘laufen machen, eingießen, verschlingen, bewegen, rennen’, schwed. ränna ‘rennen, laufen’, got. urrannjan ‘aufgehen lassen’ stehen als Kausativa (germ. *rannjan) zu dem unter ↗rinnen (s. d.) angeführten Verb und bedeuten eigentlich ‘fließen, laufen machen’, also ‘in Bewegung setzen, (an)treiben, jagen’. Daraus entwickelt sich in mhd. Zeit durch Ersparung des Objekts intransitiver Gebrauch mit der Bedeutung ‘laufen’. Rennen n. ‘sportlicher Wettkampf im Laufen, Fahren, Reiten’, zuvor ‘Turnier, Hetze, Jagd’ (15. Jh.). Renner m. ‘Rennpferd’, spätmhd. renner ‘wer (hin und her) rennt, viel beschäftigt ist, Stallknecht, reitender Bote’, frühnhd. ‘Rennpferd’. berennen Vb. ‘gegen etw. anrennen, angreifen, stürmen’, mhd. berennen ‘überrinnen machen, begießen, laufen lassen, tummeln, angreifen, bestürmen’. verrennen Vb. reflexiv ‘hartnäckig an einer Sache festhalten, sich verbohren, sich verirren’, mhd. verrennen ‘überrinnen machen, übergießen, bestreichen, jagen, antreiben’, reflexiv ‘zu weit rennen, sich reitend verirren’.

Typische Verbindungen zu ›berennen‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›berennen‹.

Verwendungsbeispiele für ›berennen‹

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Dieses aber wird von der Wissenschaft ständig berannt, abgebaut und eingeengt.
Süddeutsche Zeitung, 26.02.1997
Wer schwärzt die Weiden zur Nacht, wer berennt den Schuppen?
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 627
Wütend berannte Dortmund das gegnerische Tor und wurde für dieses Engagement belohnt.
Die Zeit, 08.12.2012 (online)
Die Schalker ließen sich vom Ausgleich aber nicht schocken, berannten weiter das Gästetor.
Die Welt, 23.09.2002
Schweine stehen vor der Tür und berennen sie mit eckigen Bäuchen.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 629
Zitationshilfe
„berennen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/berennen>, abgerufen am 07.04.2020.

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