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berennen

Grammatik Verb · berennt, berannte, hat berannt
Aussprache 
Worttrennung be-ren-nen
Wortzerlegung be- rennen
eWDG

Bedeutung

Ballsport etw. fortlaufend bestürmen
Beispiel:
unsere Mannschaft berannte pausenlos das gegnerische Tor
historisch lange, wiederholt gegen etw., jmdn. stürmend rennen, anrennen
Beispiele:
einen Berg, eine Festung berennen
er berannte den Feind mit dem Schwert (= griff ihn mit dem Schwert an)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

rennen · Rennen · Renner · berennen · verrennen
rennen Vb. ‘schnell laufen’, ahd. rennen ‘laufen machen, jagen, treiben, zusammenlaufen lassen, sammeln’ (um 900), mhd. mnd. rennen, auch ‘schnell reiten, laufen’, asächs. rennian ‘zusammenlaufen lassen’, mnl. nl. rennen ‘schnell laufen, fließen’, aengl. (mit r-Metathese) ærnan ‘rennen, reiten, fahren’, anord. renna ‘laufen machen, eingießen, verschlingen, bewegen, rennen’, schwed. ränna ‘rennen, laufen’, got. urrannjan ‘aufgehen lassen’ stehen als Kausativa (germ. *rannjan) zu dem unter rinnen (s. d.) angeführten Verb und bedeuten eigentlich ‘fließen, laufen machen’, also ‘in Bewegung setzen, (an)treiben, jagen’. Daraus entwickelt sich in mhd. Zeit durch Ersparung des Objekts intransitiver Gebrauch mit der Bedeutung ‘laufen’. – Rennen n. ‘sportlicher Wettkampf im Laufen, Fahren, Reiten’, zuvor ‘Turnier, Hetze, Jagd’ (15. Jh.). Renner m. ‘Rennpferd’, spätmhd. renner ‘wer (hin und her) rennt, viel beschäftigt ist, Stallknecht, reitender Bote’, frühnhd. ‘Rennpferd’. berennen Vb. ‘gegen etw. anrennen, angreifen, stürmen’, mhd. berennen ‘überrinnen machen, begießen, laufen lassen, tummeln, angreifen, bestürmen’. verrennen Vb. reflexiv ‘hartnäckig an einer Sache festhalten, sich verbohren, sich verirren’, mhd. verrennen ‘überrinnen machen, übergießen, bestreichen, jagen, antreiben’, reflexiv ‘zu weit rennen, sich reitend verirren’.

Typische Verbindungen zu ›berennen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›berennen‹.

Verwendungsbeispiele für ›berennen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieses aber wird von der Wissenschaft ständig berannt, abgebaut und eingeengt. [Süddeutsche Zeitung, 26.02.1997]
Die Kirche wird berannt, ohne daß eine gesellschaftliche Gruppe daraus ersichtlichen Nutzen ziehen könnte. [Süddeutsche Zeitung, 16.02.1998]
Wer schwärzt die Weiden zur Nacht, wer berennt den Schuppen? [Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 627]
In den folgenden 35 Minuten berannten die Italiener geradezu das Tor ihres spanischen Gegners, Chance reihten sie an Chance, doch sie trafen das Tor nicht. [Der Tagesspiegel, 25.03.2004]
Die Schweizer haben von ihren läuferischen Vorteilen gleich Gebrauch gemacht und männiglich das Tor der Deutschen berannt. [Süddeutsche Zeitung, 29.04.2002]
Zitationshilfe
„berennen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/berennen>.

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