Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

berserkern

Grammatik Verb · berserkert, berserkerte, hat berserkert
Aussprache  [bɛʁˈsɛʁkɐn]
Worttrennung ber-ser-kern
GrundformBerserker
Herkunft Altnordisch
eWDG

Bedeutung

blindwütig, wie ein Berserker toben
Beispiele:
er hatte darüber geberserkert
Es war ein grandioses Schauspiel, ihn leiden, fluchen, berserkern … zu sehen [ BrodTycho Brahe129]

Thesaurus

Synonymgruppe
Randale machen · herumtoben · herumwüten · randalieren · toben · wüten  ●  Amok laufen  ugs. · ausrasten  ugs. · austicken  ugs. · berserkern  geh., selten · rumtoben  ugs. · rumwüten  ugs. · verrückt spielen  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›berserkern‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Alle Appelle, er möge zum Wohl des darbenden Landes sein privates Übel ruhen lassen, berserkert Ödipus nieder. [Süddeutsche Zeitung, 07.10.2003]
Der Mann schnauft und berserkert in seinen alltäglichen Kleinkriegen noch viel schlimmer, als er es jemals als Volksvertreter im Fernsehen tun darf. [Süddeutsche Zeitung, 07.01.1998]
Die Drei berserkern weder in Sturm und Drang, noch präsentieren sie ein ausgeklügeltes Programm. [Die Zeit, 18.02.2013, Nr. 07]
Götz George berserkert in gewohnter Manier durch die marokkanische Wüste, sein alter Weggefährte Hajo Gies führt Regie. [Süddeutsche Zeitung, 07.06.2000]
So gedämpft hat Schleef noch nie berserkert – mit Raimundscher Schwermut und Schubertscher Verhangenheit, mit Materialien aus Hofmannsthals "Elektra" und Kleists "Penthesilea". [Die Zeit, 29.01.1998, Nr. 6]
Zitationshilfe
„berserkern“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/berserkern>.

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