bescheren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-sche-ren
Wortbildung mit ›bescheren‹ als Letztglied: ↗einbescheren
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. etw. bescherenjmdm. etw. schenken
a)
jmdm. etw. am Weihnachtsabend schenken, besonders in der Familie
Beispiele:
den Kindern wurde ein Puppentheater beschert
sie bescheren nach der Christmette
Der Vater war der Weihnachtsengel ... der Ankersteinbaukasten und Dampflokomotive bescherte [BecherAbschied4,113]
jmdn. bescheren
Beispiel:
die Kinder sind schon (mit Pfefferkuchen und Äpfeln) beschert worden
b)
Beispiele:
ihnen waren keine Kinder beschert
was wird uns die Zukunft bescheren? (= bringen?)
dieser Winter bescherte uns viel Schnee
diese Fahrt bescherte uns interessante Erlebnisse
der gestrige Tag bescherte uns eine große Überraschung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bescheren Vb. ‘zu Weihnachten beschenken’ (17. Jh.), dann auch allgemein ‘Geschenke verteilen’, zuvor ‘zuteilen’, mhd. beschern ‘zuteilen, bestimmen, verhängen’ (besonders von Gott, vom Schicksal) ist eine Präfixbildung zu ahd. skerian, mhd. schern, asächs. skerien, aengl. scirian ‘(ab)teilen, wohin schaffen, zuteilen’ (germ. *skarijan ‘zuteilen’). Die nhd. Bedeutung des weihnachtlichen Schenkens geht von der Vorstellung aus, daß die Geschenke eigentlich Gaben Christi bzw. des Christkinds, also von Gott zugeteilte Gaben sind.

Thesaurus

Synonymgruppe
beschenken · bescheren · ↗gewähren · ↗hingeben · ↗schenken · ↗spendieren · ↗springenlassen (Geld) · ↗widmen · ↗zueignen · ↗zuwenden · ↗überantworten · ↗übergeben · ↗überlassen · ↗überreichen  ●  ↗springen lassen (Geld)  ugs.
Assoziationen
  • (etwas) für jemanden bestimmt haben · (für jemanden) vorgesehen sein · (jemandem etwas) geben wollen · (jemandem etwas) zugedacht haben  ●  ↗(jemandem etwas) zueignen  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aktienmarkt Anleger Aufmerksamkeit Aufschwung Auftakt Boom Einnahme Erfolg Erfolgserlebnis Geldsegen Gewinn Gewinnsprung Goldmedaille Kursgewinn Kursverlust Medaille Milliardenhöhe Minus Niederlage Plus Sieg Triumph Umsatz Umsatzplus Verlust Wachstum Wohlstand Zuwachs Ärger Überraschung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bescheren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dennoch wird Bush Person den Autoren eine fruchtbare Phase bescheren.
Der Tagesspiegel, 10.02.2001
Die Wahl 1957 bescherte der Union einen gewaltigen Triumph, sie erreichte die absolute Mehrheit.
Hars, Wolfgang: Nichts ist unmöglich! Lexikon der Werbesprüche, München: Piper 2001 [1999], S. 108
Klingt gut, doch der Passage ist dennoch wenig Erfolg beschert.
Süddeutsche Zeitung, 07.11.1996
Als Abschluß waren uns noch einige wundervolle Tage in Salzburg beschert.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 5112
Und ein Abend nach lauem Regen bescherte mir ein bläulich glimmendes Wunder im Wald.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 26451
Zitationshilfe
„bescheren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bescheren>, abgerufen am 14.11.2019.

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