beschicken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-schi-cken
Grundformschicken1
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
a)
eine Ausstellung beschickenAusstellungsstücke zu einer Ausstellung schicken
Beispiele:
mehr als tausend Aussteller beschicken in diesem Jahr die Messe
dieser Betrieb, Staat hat die Ausstellung reich beschickt
der Markt wurde gut mit Gemüse beschickt (= beliefert)
der Obstmarkt war reich beschickt
b)
eine Veranstaltung beschickenVertreter zu einer Veranstaltung schicken
Beispiele:
diese Tagung wird von vielen Staaten beschickt
eine von vielen Ländern, Sportgemeinschaften beschickte Radrundfahrt
Der Adel dort hatte beschlossen, den Reichstag nicht zu beschicken [Dahlm.Franz. Revolution163]
in ihrem altberühmten ... von weither mit Schülern beschickten Gymnasium (= Gymnasium, in das von weither Schüler geschickt wurden) [Bergengr.Heiraten106]
2.
Technik etw. (mit etw.) beschickenzu verarbeitende Stoffe, zu bearbeitende Werkstücke in etw. einbringen
Beispiele:
einen Hochofen (mit Erz, Koks und Zuschlägen) beschicken (= ihn mit Erz, Koks und Zuschlägen füllen)
eine Maschine mit Werkstücken beschicken
Kolben, Behälter mit Nährlösungen beschicken
Gärsilos mit Mist beschicken
das mit Kohlestückchen beschickte Reagenzglas [Wissenschaft und Fortschritt1956]
3.
veraltet etw. in Ordnung bringen, versorgen
Beispiele:
das Vieh, die Wirtschaft beschicken
bis ich Haus und Hof beschickt ... hätte [MörikeNolten2,322]

Thesaurus

Synonymgruppe
abfüllen · ↗eingießen · ↗einschenken · ↗einschütten · ↗füllen · ↗zugießen  ●  beschicken  fachspr. · ↗verleitgeben  ugs., süddt.
Assoziationen
Synonymgruppe
ausstatten · ↗beaufschlagen · beschicken

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aussteller Ausstellung Delegierte Hochofen Konferenz Konzil Messe Nation Ofen Rat Tonne Vertreter

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beschicken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Von unten anfangend wird eine Stange nach der anderen aufgelegt und beschickt.
Maier-Bode, Friedrich Wilhelm (Hg.), Das Buch des Bauern, Hiltrup (Westf.): Landwirtschaftsverl. 1954 [1953], S. 162
Der Tisch könne nicht einmal ordentlich beschickt werden, so mangle es an allem.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 6102
Sie müssen mit besonderer Energie aufgeladen sein, wenn sie etwas in der Welt beschicken und hinterlassen sollen.
Die Zeit, 11.11.1994, Nr. 46
Lieferanten beschicken den Handel ja auch nicht mehr wie früher nur wenige Male im Jahr.
Süddeutsche Zeitung, 25.01.2003
Er sagte seinerseits zu, das Konzil anzuerkennen und zu beschicken.
Iserloh, Erwin u. a.: Reformation, katholische Reform und Gegenreformation. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1967], S. 7298
Zitationshilfe
„beschicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beschicken>, abgerufen am 21.03.2019.

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