beschlagnahmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-schlag-nah-men
Wortbildung mit ›beschlagnahmen‹ als Erstglied: ↗Beschlagnahmung  ·  mit ›beschlagnahmen‹ als Grundform: ↗Beschlagnahme
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. von amtlicher Seite dem Verfügungsrecht einer Person entziehen
Beispiele:
die Polizei beschlagnahmte das Diebesgut
verbotene Bücher, ein Vermögen beschlagnahmen
Land, Wohnraum beschlagnahmen
ein beschlagnahmtes Gebäude, Grundstück
Einem Bauern ... wurde das Fleisch des selbstgeschlachteten Viehs amtlich beschlagnahmt [O. M. GrafUnruhe294]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beschlagnahme · beschlagnahmen
Beschlagnahme f. ‘Wegnahme, Entzug von Amts wegen’ (Anfang 19. Jh., Beschlagnehmung 18. Jh.), eine substantivische Zusammenbildung aus der Wendung etw. in Beschlag nehmen ‘sich aneignen’ (s. ↗Beschlag). Davon wiederum abgeleitet semantisch entsprechendes beschlagnahmen Vb. ‘von Amts wegen einziehen, konfiszieren’ (19. Jh.). Vgl. mnd. beslān im Sinne von ‘in Benutzung nehmen, mit Beschlag belegen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
(etwas) aus dem Verkehr ziehen · beschlagnahmen · ↗einziehen · ↗konfiszieren · ↗requirieren · ↗sichern · ↗sicherstellen
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akte Bargeld Beweismaterial Beweismittel Computer Durchsuchung Ermittler Fahnder Führerschein Haschisch Hausdurchsuchung Heroin Kilogramm Kokain Marihuana Munition Nationalsozialist Polizei Rauschgift Razzia Staatsanwaltschaft Unterlage Vermögen Vermögenswert Waffe Zigarette Zoll Zollbeamte Zöllner durchsuchen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beschlagnahmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Außerdem haben die Beamten bei den Dealern insgesamt 120000 Mark beschlagnahmt.
Die Welt, 14.11.2001
Dennoch haben die Beamten im vergangenen Jahr rund 56 Millionen Mark beschlagnahmt.
Der Tagesspiegel, 18.06.2000
Ich bin auf den Fall aufmerksam gemacht worden, da war er schon beschlagnahmt.
o. A.: Einhundertdreiundfünfzigster Tag. Mittwoch, 12. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 23799
Wollte er die noch leserlichen Blätter beschlagnahmen und an sicherem Ort auswerten?
Lenz, Siegfried: Deutschstunde, Hamburg: Hoffmann u. Campe 1997 [1968], S. 342
Ist es möglich gewesen, daß jedermann beschlagnahmt hat, was er wollte, oder ist das irgendwie geordnet gewesen?
o. A.: Einhundertvierundfünfzigster Tag. Donnerstag, 13. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 24052
Zitationshilfe
„beschlagnahmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beschlagnahmen>, abgerufen am 17.10.2019.

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