beschwindeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-schwin-deln (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich
1.
jmdn. belügen
Beispiel:
das stimmt nicht, du hast mich beschwindelt
2.
jmdn. betrügen
Beispiele:
daß er ein Betrüger war, der mit den unteren Beamten freundlich tat und sie dann beschwindelte [RennNachkrieg469]
Er hat mich um meine Miete beschwindelt [G. Hauptm.BiberpelzIV]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) vorlügen · (jemandem) Lügen auftischen · (jemandem) nicht die Wahrheit sagen · ↗(jemanden) anlügen · ↗(jemanden) anschwindeln · ↗(jemanden) belügen · (jemanden) beschwindeln · ↗(jemanden) betrügen  ●  (jemandem) einen vom Pferd erzählen  ugs. · (jemanden) anmogeln  ugs. · ↗(jemanden) anschummeln  ugs. · ↗(jemanden) bemogeln  ugs. · ↗(jemanden) beschummeln  ugs. · ↗(jemanden) verkohlen  ugs. · ↗(jemanden) verschaukeln  ugs.
Assoziationen
  • begaunern · ↗hereinlegen · hinters Licht führen · über den Löffel balbieren · über den Löffel barbieren  ●  ↗betrügen  Hauptform · ↗anschmieren (Abschwächung)  ugs. · aufs Kreuz legen  ugs., fig. · ↗bescheißen  derb · ↗lackmeiern  ugs. · ↗leimen  ugs. · ↗linken  ugs. · über den Tisch ziehen  ugs., fig. · übers Ohr hauen  ugs.
  • (ein) falsches Spiel spielen · (es) mit der Wahrheit nicht so genau nehmen · (etwas) wahrheitswidrig behaupten · ↗betrügen · die Unwahrheit sagen · ↗hochstapeln · schwindeln  ●  ↗lügen  Hauptform · mit gespaltener Zunge sprechen  fig. · ↗cheaten  ugs. · ↗flunkern  ugs. · krücken  ugs., regional · ↗mogeln  ugs.
  • (ein) notorischer Lügner (sein) · (jemand) lügt, wenn er den Mund aufmacht · (jemandem) (frech) ins Gesicht lügen · lügen ohne rot zu werden · schamlos lügen  ●  (jemand) lügt schneller, als ein Pferd laufen kann  ugs. · andauernd lügen  ugs., variabel

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie schauen mich so fragend an, ich beschwindle Sie nicht!
Die Zeit, 03.03.1980, Nr. 09
Um so besser, dann brauchte ich sie nicht zu beschwindeln.
Hartung, Hugo: Ich denke oft an Piroschka, Frankfurt a. M.: Büchergilde Gutenberg 1980 [1954], S. 91
Rührung beschwindele uns nur darüber, wie fremd wir uns geworden sind.
Süddeutsche Zeitung, 30.09.2000
Und da hätte er sie beschwindeln und ihr Kummer machen sollen?
Kästner, Erich: Emil und die Detektive, Hamburg: Dressler 1991 [1928], S. 27
Vielleicht denken Sie, ich beschwindle Sie jetzt, aber ich muß zu meiner Schande gestehen, leider sage ich die Wahrheit.
Rosenzweig, Gerhard: Unsere Modelleisenbahn, Gütersloh: Bertelsmann Verlag 1966, S. 162
Zitationshilfe
„beschwindeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beschwindeln>, abgerufen am 20.08.2019.

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