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besolden

Grammatik Verb · besoldet, besoldete, hat besoldet
Aussprache 
Worttrennung be-sol-den
Wortbildung  mit ›besolden‹ als Letztglied: unbesoldet
eWDG

Bedeutung

jmdm. den Sold zahlen
Beispiel:
die Truppen, eine Armee besolden
jmdm. das Gehalt zahlen
Beispiele:
die Beamten wurden vom Staat besoldet
eine gut, schlecht, glänzend, bescheiden, knapp besoldete (= bezahlte) Stelle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sold · besolden · Söldner
Sold m. ‘Löhnung des Soldaten’, mhd. solt ‘Lohn für geleistete Dienste (z. B. Kriegsdienste)’, auch ‘Schuld, Pflicht, Dienst, Geschenk’, wird (um 1150) entlehnt aus afrz. solt, sou(t) ‘Münze’ (frz. sou m.), das seinerseits auf spätlat. solidus (seit Kaiser Konstantin eine im Wert wechselnde) ‘Goldmünze’ beruht, einer aus der Fügung lat. nummus solidus ‘gediegene Goldmünze’ hervorgegangenen Substantivierung von lat. solidus ‘dicht, gediegen, fest, echt, wahrhaft, vollständig’ (s. solide und Soldat). Die Bedeutung ‘Löhnung des Soldaten’ entwickelt mhd. solt noch im 12. Jh. als Übersetzungswort für lat. dōnātīvum ‘Geldgeschenk des Kaisers an das Heer (Mann für Mann)’. Die mhd. Verwendung im Sinne von ‘Pflicht, Dienst’ mag dagegen unter dem Einfluß des Verbs sollen (s. d.) oder aus der Übertragung von mhd. solt ‘Lohn (als Folge) für geleistete Dienste’ auf die ‘zu leistenden Dienste’, also auf die ‘Pflicht’ (als Voraussetzung für den Lohn) entstanden sein. – besolden Vb. ‘mit Sold versehen, Gehalt zahlen’, mhd. besolden. Söldner m. ‘Soldat, der für Geld dient’, mhd. soldenære, soldener, mit dem Suffix ahd. -(i)nā̌ri, mhd. -(e)nære, -(e)ner zu mhd. solt gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›besolden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›besolden‹.

Beamte Grundschulleiter Priester ausreichend reich

Verwendungsbeispiele für ›besolden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Also heißt es weiterarbeiten, wenn nicht besoldet, so doch wenigstens als Hobby. [Die Zeit, 11.06.1976, Nr. 25]
Besoldet werden die Lehrer ausschließlich nach der Art ihrer Ausbildung. [Die Zeit, 23.07.1965, Nr. 30]
Die Länder stellen die Lehrer ein, und sie besolden sie auch. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.1999]
Sie sollten zehn Monate dienen und zugleich angemessen besoldet werden. [Die Zeit, 14.06.2010, Nr. 24]
In Marksuhl wird er erstmals 1664 genannt, seit 1667 war er am dortigen Hof fest besoldet. [Freyse, Conrad: Eberlin. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 32496]
Zitationshilfe
„besolden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/besolden>.

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