besolden

GrammatikVerb · besoldete, hat besoldet
Aussprache
Worttrennungbe-sol-den
Wortbildung mit ›besolden‹ als Letztglied: ↗unbesoldet
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdm. den Sold zahlen
Beispiel:
die Truppen, eine Armee besolden
jmdm. das Gehalt zahlen
Beispiele:
die Beamten wurden vom Staat besoldet
eine gut, schlecht, glänzend, bescheiden, knapp besoldete (= bezahlte) Stelle
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Sold · besolden · Söldner
Sold m. ‘Löhnung des Soldaten’, mhd. solt ‘Lohn für geleistete Dienste (z. B. Kriegsdienste)’, auch ‘Schuld, Pflicht, Dienst, Geschenk’, wird (um 1150) entlehnt aus afrz. solt, sou(t) ‘Münze’ (frz. sou m.), das seinerseits auf spätlat. solidus (seit Kaiser Konstantin eine im Wert wechselnde) ‘Goldmünze’ beruht, einer aus der Fügung lat. nummus solidus ‘gediegene Goldmünze’ hervorgegangenen Substantivierung von lat. solidus ‘dicht, gediegen, fest, echt, wahrhaft, vollständig’ (s. ↗solide und ↗Soldat). Die Bedeutung ‘Löhnung des Soldaten’ entwickelt mhd. solt noch im 12. Jh. als Übersetzungswort für lat. dōnātīvum ‘Geldgeschenk des Kaisers an das Heer (Mann für Mann)’. Die mhd. Verwendung im Sinne von ‘Pflicht, Dienst’ mag dagegen unter dem Einfluß des Verbs ↗sollen (s. d.) oder aus der Übertragung von mhd. solt ‘Lohn (als Folge) für geleistete Dienste’ auf die ‘zu leistenden Dienste’, also auf die ‘Pflicht’ (als Voraussetzung für den Lohn) entstanden sein. besolden Vb. ‘mit Sold versehen, Gehalt zahlen’, mhd. besolden. Söldner m. ‘Soldat, der für Geld dient’, mhd. soldenære, soldener, mit dem Suffix ahd. -(i)nā̌ri, mhd. -(e)nære, -(e)ner zu mhd. solt gebildet.

Thesaurus

Synonymgruppe
(Lohn) ausbezahlen · ↗(Lohn) auszahlen · ↗abgelten · besolden · ↗bezahlen · ↗entgelten · ↗entlohnen · ↗entschädigen · ↗löhnen · ↗vergelten · ↗vergüten  ●  ↗entlöhnen  schweiz.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beamter Lehrer Leistung Professor Staatssekretär befördern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›besolden‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Also heißt es weiterarbeiten, wenn nicht besoldet, so doch wenigstens als Hobby.
Die Zeit, 11.06.1976, Nr. 25
In Marksuhl wird er erstmals 1664 genannt, seit 1667 war er am dortigen Hof fest besoldet.
Freyse, Conrad: Eberlin. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1954], S. 32496
Arme Länder sollen ihre Beamten um bis zu zehn Prozent niedriger besolden dürfen als bundesweit festgeschrieben.
Die Welt, 31.10.2002
Sie betreute außer ihrer Praxis noch den Tierschutzverein in Lankwitz, schickte mich nun dorthin und sorgte auch dafür, daß ich dort besoldet wurde.
Maltzan, Maria von: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht, Berlin: Ullstein 1998 [1986], S. 148
Neben den ordentlichen Assistenten haben im neuen Hause immer einige Hilfsassistenten, teils besoldet, teils unbesoldet an meinen Arbeiten im Privatlaboratorium teilgenommen.
Fischer, Emil: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 12384
Zitationshilfe
„besolden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/besolden>, abgerufen am 16.10.2019.

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