besprengen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-spren-gen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›besprengen‹ als Erstglied: ↗Besprengung
eWDG, 1967

Bedeutung

etw., jmdn. bespritzen
Beispiele:
eine staubige Straße, trockene Wäschestücke, Blumen mit Wasser besprengen
einen Ohnmächtigen mit Eau de Cologne besprengen
bildlich
Beispiel:
[die Wildnis] ließ mit einem Male den stillen dunkelblauen, mit Silber besprengten See sehen [G. KellerGr. Heinrich4,181]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

sprengen · aussprengen · besprengen · versprengen · zersprengen
sprengen Vb. ‘galoppieren, mit Wasser (be)spritzen, durch Sprengstoff bersten lassen, mit Gewalt auseinandertreiben’, ahd. sprengen ‘verbreiten, bespritzen, beflecken’ (8. Jh.), mhd. sprengen ‘(das Pferd) springen lassen, galoppieren, (be)spritzen, streuen, (mit Farbe) sprenkeln’, mnd. sprengen, mnl. sprenghen, nl. sprengen, aengl. sprengan, anord. sprengja, schwed. spränga (germ. *sprangijan) ist Kausativum (eigentlich ‘springen machen’) zu dem unter ↗springen (s. d.) behandelten starken Verb. aussprengen Vb. ‘ver-, bespritzen, (ein Gerücht) verbreiten, zu Pferde galoppierend ausreiten’ (16. Jh.), ‘(mit Pulver, Dynamit, Gewalt) auseinandertreiben, beseitigen’ (17. Jh.). besprengen Vb. ‘(mit Wasser) bespritzen’, ahd. bisprengen ‘beflecken’ (8. Jh.), mhd. besprengen. versprengen Vb. ‘auseinanderjagen, in verschiedene Richtungen in die Flucht treiben, verspritzen’ (16. Jh.). zersprengen Vb. ‘mit Gewalt, mit Sprengstoff auseinandertreiben, zerstören’, mhd. zersprengen ‘zerspringen machen, zerstreuen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
beregnen · ↗berieseln · besprengen · ↗besprenkeln · ↗bespritzen · ↗besprühen
Assoziationen
Synonymgruppe
begießen · besprengen · ↗bewässern · ↗gießen  ●  ↗wässern  fachspr., Jargon
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Priester Wasser Weihwasser tauchen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›besprengen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine nach der anderen taucht einen Zweig ins Weihwasserbecken, besprengt die Steine und geht hinaus.
Die Zeit, 29.09.1989, Nr. 40
Sie besprengt ihn mit dem kühlen Naß, stemmt ihren mahlenden Hintern dagegen.
Burger, Hermann: Die künstliche Mutter, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1986 [1982], S. 243
Sodann stand sie auf und besprengte mich mit einem geweihten Wasser und machte das Zeichen des Kreuzes über mich.
Christ, Lena: Mathias Bichler. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1914], S. 17111
Wir besprengten einander mit dem reinen Wasser aus der Quelle von Lourdes.
Bild, 16.02.2001
Mit Wohlgerüchen besprengt er seine Glieder und sein Lager und erwartet den Tod.
Röhrich, Lutz: Phoenix. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 8080
Zitationshilfe
„besprengen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/besprengen>, abgerufen am 15.11.2019.

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