bestärken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-stär-ken
Wortzerlegung  be- stärken1
Wortbildung  mit ›bestärken‹ als Erstglied: Bestärkung
eWDG

Bedeutung

jmdn. in etw. stark, fest machen, jmdn. unterstützen
Beispiele:
er bestärkte ihn in seiner Meinung, Überzeugung, Furcht
der Freund hat ihn in seinem Vorhaben, seiner Absicht bestärkt
deine Meinung bestärkt mich, meinen Vorsatz auszuführen
sie wurde in ihrem Glauben, Verdacht, Vorurteil von verschiedenen Seiten bestärkt
jmdn. in seinem Eifer, Streben bestärken
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stark · Stärke1 · stärken · Stärke2 · bestärken · verstärken
stark Adj. ‘voller Kraft, kräftig, groß, dick’, ahd. (8. Jh.), mhd. starc ‘gewaltig, kräftig, schwer zu ertragen, schlimm’, asächs. mnd. stark, mnl. starc, staerc, sterc, nl. sterk, afries. sterk, aengl. stearc, mengl. stark ‘steif, starr’, anord. sterkr, starkr, schwed. stark (germ. *starka-; oder *starku-?). Nahe stehen (ablautend) ahd. gistorkanēn ‘erstarren’ (9. Jh.), anord. -storkinn in blōðstorkinn ‘von Blut steif’, storkna ‘steif werden, vertrocknen’, got. gastaúrknan ‘verdorren’, die auf ein untergegangenes starkes Verb germ. *sterkan ‘steif werden’ schließen lassen. Verwandt sind ferner die unter Storch und stracks (s. d.) genannten Formen, die auf eine Gutturalerweiterung der unter starren (s. d.) angeführten Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ führen. Vom Adjektiv sind abgeleitet das Abstraktum Stärke1 f. ‘Kraft, Gewalt, Dicke’, ahd. sterkī(n) (9. Jh.), mhd. sterke, und das schwache Verb stärken Vb. ‘stark machen, neue Kraft verleihen, unterstützen’, ahd. sterken (8. Jh.), mhd. sterken. Seit mhd. Zeit auch ‘Wäsche steifen’, mhd. sterken, wozu die Rückbildung Stärke2 f. ‘zum Steifen verwendete Substanz’ (Weizen-, Reis-, Kartoffelmehl, früher auch Wachs), mhd. sterke. bestärken Vb. ‘(in einer Meinung) bekräftigen, unterstützen’, mhd. besterken. verstärken Vb. ‘stärker machen’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
bestärken · stärken · verstärken
Synonymgruppe
bekräftigen · beleben · bestärken

Typische Verbindungen zu ›bestärken‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestärken‹.

Verwendungsbeispiele für ›bestärken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die traditionellen Anbieter fühlen sich jetzt erst recht bestärkt darin, es besser machen zu wollen.
Die Welt, 31.05.2000
Doch zu tun, was eben zu tun ist, das gefährdete nicht ihren Ethos, es bestärkte ihn eher.
Der Tagesspiegel, 11.04.1999
Erste Verkäufe bestärken ihn, und so malt er auch weiter, nachdem er wieder Arbeit im Hospital gefunden hat.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Und ein Erlebnis, das ihn stürmisch erregte, bestärkte ihn in seinem Plan.
Braun, Lily: Lebenssucher. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 2603
Mein erster Lehrer Fromm war seinem Namen gemäß gesinnt und bestärkte mich darin.
Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie, 3 Teile. In: Simons, Oliver (Hg.), Deutsche Autobiographien 1690 - 1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1927], S. 39464
Zitationshilfe
„bestärken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/best%C3%A4rken>, abgerufen am 17.01.2022.

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