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bestücken

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-stü-cken
Wortbildung  mit ›bestücken‹ als Erstglied: Bestückung  ·  mit ›bestücken‹ als Letztglied: kanonenbestückt
eWDG

Bedeutung

etw. mit etw. ausstatten, ausrüsten
Beispiele:
ein Schiff mit Geschützen, ein Gerät mit Transistoren bestücken
viele Straßenlampen sind mit Leuchtröhren bestückt
der Rundfunkempfänger, Fernsehempfänger ist mit Röhren bestückt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stück · bestücken · stückeln · zerstückeln · Stückgut · Stücklohn · Stückwerk
Stück n. ‘Teil eines Ganzen, für sich bestehendes, eigenes Ganzes (Stück Butter, Seife), gezähltes Exemplar (drei Stück Vieh), Schauspiel, musikalische Komposition’, auch Maßbezeichnung (Stück Tuch, Holz), Hohlmaß, ferner (16. Jh.) ‘Kanone’ als Teil einer Batterie, einer Gruppe zusammenwirkender gleichartiger Waffen, ahd. stucki ‘Teil, Abschnitt, eigenes Ganzes, Brocken, Rinde, Kruste’ (8. Jh.), mhd. stück(e), stuck(e) ‘Teil, Abschnitt, Artikel, einzelner ganzer Gegenstand, Ding, Art und Weise, bestimmtes Maß’, asächs. stukki, mnd. stücke, mnl. stucke, stuc, nl. stuk, aengl. stycce, anord. stykki, schwed. styck (germ. *stukkja- mit expressiver Konsonantendoppelung und j-Suffix) ist wie die unter Stock (s. d.) genannten Formen im Sinne von ‘Abgeschlagenes’ zu ie. *(s)teug-, Gutturalerweiterung der unter stoßen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’, zu stellen. Vgl. kein Stück ‘nichts’, große Stücke (‘viel’) auf jmdn. halten, aus freien Stücken (älter von freien Stücken) ‘freiwillig, ohne Aufforderung’, aus einem Stück (17. Jh.), Stück für Stück (18. Jh.), älter Stück vor Stück (17. Jh.) ‘eins nach dem anderen, der Reihe nach, jedes einzeln’. – bestücken Vb. ‘mit Kanonen versehen’ (18. Jh.), ‘mit etw. ausstatten, ausrüsten’ (19. Jh.). stückeln Vb. ‘in kleine Stücke teilen, aus kleinen Stücken zusammensetzen’ (15. Jh.), auch zerstückeln Vb. (16. Jh.). Stückgut n. ‘aus einzelnen Stücken bestehendes Frachtgut’ (17. Jh.), älter ‘rentetragende liegende Habe’ (16. Jh.). Stücklohn m. ‘nach der Anzahl der gefertigten einzelnen Stücke berechneter Lohn’ (um 1600). Stückwerk n. ‘Unfertiges, Unvollkommenes, Mangelhaftes’ (Luther, 16. Jh., als Übersetzung von lat. ex parte, 1. Kor. 13,9), zuvor ‘nach Menge der gefertigten Stücke entlohnte Arbeit’ (Ende 14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›bestücken‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestücken‹.

Verwendungsbeispiele für ›bestücken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber warum sind nicht längst alle neuen Autos damit bestückt? [Die Zeit, 14.03.2011, Nr. 11]
Andererseits ist noch immer kein anderes Land sinfonisch so dicht bestückt. [Die Zeit, 15.12.1999, Nr. 50]
Gut bestückt im bei fünf Mark für einen versilberten Teller beginnenden Angebot ist das Porzellan. [Süddeutsche Zeitung, 27.11.2000]
Daher sollen 300 nuklear bestückte Cruise Missiles für den konventionellen Einsatz umgerüstet werden. [Süddeutsche Zeitung, 08.04.1999]
Und auch dann müsse ein solcher Fonds mit Mitteln vieler Unternehmen bestückt sein. [Die Welt, 08.10.1999]
Zitationshilfe
„bestücken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/best%C3%BCcken>.

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