bestücken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-stü-cken
Wortbildung mit ›bestücken‹ als Erstglied: ↗Bestückung  ·  mit ›bestücken‹ als Letztglied: ↗kanonenbestückt
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. mit etw. ausstatten, ausrüsten
Beispiele:
ein Schiff mit Geschützen, ein Gerät mit Transistoren bestücken
viele Straßenlampen sind mit Leuchtröhren bestückt
der Rundfunkempfänger, Fernsehempfänger ist mit Röhren bestückt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Stück · bestücken · stückeln · zerstückeln · Stückgut · Stücklohn · Stückwerk
Stück n. ‘Teil eines Ganzen, für sich bestehendes, eigenes Ganzes (Stück Butter, Seife), gezähltes Exemplar (drei Stück Vieh), Schauspiel, musikalische Komposition’, auch Maßbezeichnung (Stück Tuch, Holz), Hohlmaß, ferner (16. Jh.) ‘Kanone’ als Teil einer Batterie, einer Gruppe zusammenwirkender gleichartiger Waffen, ahd. stucki ‘Teil, Abschnitt, eigenes Ganzes, Brocken, Rinde, Kruste’ (8. Jh.), mhd. stück(e), stuck(e) ‘Teil, Abschnitt, Artikel, einzelner ganzer Gegenstand, Ding, Art und Weise, bestimmtes Maß’, asächs. stukki, mnd. stücke, mnl. stucke, stuc, nl. stuk, aengl. stycce, anord. stykki, schwed. styck (germ. *stukkja- mit expressiver Konsonantendoppelung und j-Suffix) ist wie die unter ↗Stock (s. d.) genannten Formen im Sinne von ‘Abgeschlagenes’ zu ie. *(s)teug-, Gutturalerweiterung der unter ↗stoßen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’, zu stellen. Vgl. kein Stück ‘nichts’, große Stücke (‘viel’) auf jmdn. halten, aus freien Stücken (älter von freien Stücken) ‘freiwillig, ohne Aufforderung’, aus einem Stück (17. Jh.), Stück für Stück (18. Jh.), älter Stück vor Stück (17. Jh.) ‘eins nach dem anderen, der Reihe nach, jedes einzeln’. bestücken Vb. ‘mit Kanonen versehen’ (18. Jh.), ‘mit etw. ausstatten, ausrüsten’ (19. Jh.). stückeln Vb. ‘in kleine Stücke teilen, aus kleinen Stücken zusammensetzen’ (15. Jh.), auch zerstückeln Vb. (16. Jh.). Stückgut n. ‘aus einzelnen Stücken bestehendes Frachtgut’ (17. Jh.), älter ‘rentetragende liegende Habe’ (16. Jh.). Stücklohn m. ‘nach der Anzahl der gefertigten einzelnen Stücke berechneter Lohn’ (um 1600). Stückwerk n. ‘Unfertiges, Unvollkommenes, Mangelhaftes’ (Luther, 16. Jh., als Übersetzung von lat. ex parte, 1. Kor. 13,9), zuvor ‘nach Menge der gefertigten Stücke entlohnte Arbeit’ (Ende 14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ausrüsten · ↗ausstaffieren · ↗ausstatten · ↗befüllen · bestücken · ↗versehen · ↗wappnen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atomsprengkopf Automat Board Chip Depot Gefechtskopf Geldautomat Interkontinentalrakete Kampfstoff Kanone Leihgabe Leiterplatte Luft-Boden-Rakete Marschflugkörper Mehrfachsprengkopf Methylgruppe Meßgerät Mittelstreckenrakete Modul Nuklearsprengkopf Platine Portfolio Prozessor Rakete Regal Sensor Solarzelle Sprengkopf Vitrine Weinkarte

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestücken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber warum sind nicht längst alle neuen Autos damit bestückt?
Die Zeit, 14.03.2011, Nr. 11
Klein, aber fein bestückt, illustriert die Schau fast 600 Jahre seiner Geschichte.
Der Tagesspiegel, 20.07.1998
In der Nähe der Boje ankerte ein Kahn mit zwei Anglern bestückt wie mit Masten.
Morgner, Irmtraud: Rumba auf einen Herbst, Hamburg u. a.: Luchterhand 1992 [1965], S. 61
Sie können mit konventionellen und mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden.
o. A. [kög]: Marschflugkörper. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1999]
Seinen Schreibtisch hatte er mit dem Helm eines verletzten Nationalgardisten bestückt.
Brandt, Willy: Erinnerungen, Berlin: Ullstein 1997 [1989], S. 342
Zitationshilfe
„bestücken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bestücken>, abgerufen am 24.10.2019.

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