bestürmen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-stür-men
Grundformstürmen
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. im Sturm angreifen
Beispiel:
eine Festung, die Stadt bestürmen
2.
übertragen
a)
jmdn. mit etw. bedrängen
Beispiele:
jmdn. mit Bitten, Forderungen, Einladungen, Fragen, einem Anliegen bestürmen
Sie hatten ihn ... so lange und heftig mit Vorwürfen, Bitten, Drohungen, Versprechungen und Tränen bestürmt, daß er einwilligte [Hauff4,196]
[Dietrich] bestürmte sie mit den feurigsten Liebeserklärungen [G. KellerKammacher6,241]
von jmdm. etw. stürmisch erbitten
Beispiele:
jmdn. um Auskunft, Aufklärung, Geld bestürmen
die Kinder bestürmten die Großmutter, noch etwas vorzulesen, zu erzählen
die Sängerin um ein Lied bestürmen
man bestürmte sie, noch zu bleiben
b)
etw. bestürmt jmdn.etw. setzt jmdm. heftig zu
Beispiele:
Gefühle, Empfindungen, Gedanken, Zweifel, Erinnerungen bestürmen jmdn.
[das Elend der Welt] welches ... das Gewissen des glücklichen Gewinners bestürmt [Th. Mann12,429]

Thesaurus

Synonymgruppe
bestürmen · ↗erstürmen · stürmen · vorandringen · voranpreschen · ↗voranstürmen · ↗vordringen · ↗vorpreschen · ↗vorstürmen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anfrage Autogramm Bitte Fan Festung Fotograf Frage Franzose Herz Journalist Kollege Leser Medium Redaktion Reporter Schiedsrichter Tor belagern geradezu vergeblich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestürmen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit seinen Ausfällen attackiert er die anderen nicht, sondern bestürmt sie.
Die Welt, 26.06.1999
Hunderte von Journalisten bestürmten die kleine Frau mit ihren Fragen.
Die Zeit, 08.11.1991, Nr. 46
Ich bestürme sie wohl zu eindringlich mit dem Mut meines Herzens.
Johst, Hanns: Die Torheit einer Liebe, München: Langen Müller 1942 [1930], S. 151
Er bestürmte Reich, das Unternehmen auf jeden Fall ins Werk zu setzen.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1909], S. 15650
Vor einigen Jahren konnte man erleben, daß man in der ärztlichen Praxis von den Müttern förmlich bestürmt wurde, diesen begehrten Saft abzugeben.
Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 46
Zitationshilfe
„bestürmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bestürmen>, abgerufen am 16.10.2019.

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