Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bestreichen

Grammatik Verb · bestreicht, bestrich, hat bestrichen
Aussprache 
Worttrennung be-strei-chen
Grundformstreichen
Wortbildung  formal verwandt mit: fettbestrichen
eWDG

Bedeutungen

1.
etw. auf etw. streichen
Beispiel:
Brot mit Butter, die Wände mit Farbe, den Geigenbogen mit Kolophonium, die Brandwunde mit Salbe bestreichen
2.
über etw., jmdn. hinstreichen
Beispiel:
[der Doktor] gelobte, künftig seine Patienten nicht anders zu heilen, als durch Bestreichen und Auflegen der Hände [ E. T. A. Hoffm.Serapionsbrüder4,383]
bildlich
Beispiele:
[die Eiche] die der Seewind bestreicht [ Chamisso2,26]
Aber wie auch die Blicke der Herren den Tisch der Baronin bestrichen [ G. Hauptm.4,237]
3.
Militär etw. unter Beschuss halten
Beispiele:
die Geschütze bestreichen die feindliche Stellung, die ganze Ebene, den Waldrand
das Maschinengewehr bestreicht die Straße mit einem Geschosshagel

Thesaurus

Synonymgruppe
mit Feuer belegen · mit Sperrfeuer belegen  ●  beharken  fig. · bestreichen  fig.
Assoziationen
  • (einen) Schuss abgeben (auf) · Schüsse abgeben (auf) · beschießen · feuern auf · schießen auf  ●  (jemandem / einem Tier) eine Kugel auf den Pelz brennen fig., variabel

Typische Verbindungen zu ›bestreichen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestreichen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bestreichen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Später verzehrte er noch 4 Scheiben Brot mit Butter bestrichen. [Hannover, Heinrich: Die Republik vor Gericht 1975 – 1995, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1999], S. 289]
Dann bestreicht man die Tiere mit zerlassener Butter und grillt sie. [Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 162]
Die Masse mit dem Jahrhundert vermischen und damit die 900 Jahre bestreichen. [Die Zeit, 29.12.1999, Nr. 1]
Tatsächlich sind diese schmalen Scheiben schmeichlerisch, sozusagen von innen mit salziger Butter bestrichen. [Der Tagesspiegel, 13.07.2000]
Ich hatte mich darauf gefreut, nicht das vorgeschnittene, von meiner Mutter dünn bestrichene Brot kauen zu müssen. [Rasp, Renate: Ein ungeratener Sohn, Köln: Kiepenheuer & Witsch 1967, S. 65]
Zitationshilfe
„bestreichen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bestreichen>.

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