bestreiten

GrammatikVerb · bestritt, hat bestritten
Aussprache
Worttrennungbe-strei-ten (computergeneriert)
Grundformstreiten
Wortbildung mit ›bestreiten‹ als Erstglied: ↗Bestreitung2 · ↗bestreitbar  ·  formal verwandt mit: ↗unbestritten
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw. anfechten, für unrichtig erklären
Beispiele:
eine Behauptung, These, jmds. Worte bestreiten
die Vaterschaft bestreiten
etw. energisch, entschieden bestreiten
das wird, kann niemand bestreiten
das lässt sich nicht bestreiten
wer wollte das bestreiten?
jmdm. etw. streitig machen
Beispiel:
jmdm. einen Titel, sein (Vor)recht, Teil bestreiten
2.
veraltet etw., jmdn., sich (gegenseitig) bekämpfen
Beispiele:
sich auf Leben und Tod, aufs heftigste bestreiten
wenn er selbst einen erlauchten Helden bestreiten wollte [FreytagAhnen9,183]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

streiten · abstreiten · bestreiten · umstritten · Streit · Streitaxt · Streitwagen · Streitmacht · Streitfall · Streitschrift · Streithammel · streitbar · streitig · strittig · Streitigkeit
streiten Vb. ‘sich mit Worten auseinandersetzen, kämpfen’. Das starke Verb ahd. strītan ‘sich im Meinungsstreit auseinandersetzen, einen Rechtsstreit führen, zanken, bewaffnet kämpfen’, (selten) ‘wetteifern’ (8. Jh.), mhd. strīten, vor allem ‘bewaffnet kämpfen’, auch ‘streben, trachten’, mnd. (stark und schwach) strīden ‘streiten’, (schwach) ‘große Schritte machen’, mnl. strīden, nl. strijden ‘streiten’, aengl. strīdan ‘schreiten, spreizen’, engl. to stride ‘schreiten, große Schritte machen’, schwed. (stark und schwach) strida ‘kämpfen, streiten’ hat neben sich das schwache Verb asächs. strīdian ‘streiten, bestreiten’, anord. strīða ‘plagen, Schaden zufügen’ sowie das unten dargestellte Substantiv Streit und anord. strīðr ‘hart, stark, hartnäckig, widerspenstig’, (mit anderer Ablautstufe) streitask ‘sich anstrengen, kämpfen’, strita ‘angestrengt ziehen, sich plagen’. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Ausgehend von einer Bedeutung ‘sich starrsinnig, widerspenstig, hartnäckig verhalten’, läßt sich ie. *strē̌idh- ansetzen, Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’ (s. ↗starren). Die Verwendung im Sinne von ‘schreiten, große Schritte machen’ entwickelt sich vielleicht unter Einfluß von ↗schreiten (s. d.; vgl. Seebold 476). abstreiten Vb. ‘im (Rechts)streit, im Kampf abgewinnen, streitig machen, hartnäckig absprechen, aberkennen’, seit dem 18. Jh. vor allem ‘in Abrede stellen, leugnen’, mhd. abestrīten ‘im (Rechts)streit, Kampf abgewinnen’. bestreiten Vb. ‘(eine Meinung, eine Behauptung) anfechten, angreifen’, mhd. bestrīten ‘bekämpfen’; seit dem 17. Jh. ‘die Kosten, den Aufwand tragen’, entwickelt aus ‘einer Sache gewachsen sein, sie bewältigen’. umstritten Part.adj. ‘dem Streit der Ansprüche, der Meinungen unterliegend, umkämpft, zweifelhaft’ (19. Jh.). Streit m. ‘Meinungs-, Rechtsauseinandersetzung, Hader, Zerwürfnis innerhalb einer Gemeinschaft’, ahd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (über Meinungen oder rechtliche Dinge), Konflikt, Hader, tätlicher Kampf, Wettkampf, Empörung, Aufruhr’ (8. Jh.), mhd. mnd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (vor Gericht) oder mit Waffen, innerer Kampf, Widerstand, Streitmacht, Heeresabteilung, Schlachtordnung, Rache, Streben’, asächs. strīd ‘Streit, Eifer’, mnl. strijt, nl. strijd, anord. strīð, schwed. strid. In den oben angegebenen Bedeutungen ist Streit vor allem seit dem 19. Jh. gebräuchlich, nachdem älterer Gebrauch im Sinne von ‘Auseinandersetzung mit Waffen, Waffengang’ gegen Ende des 18. Jhs. von Kampf übernommen wird. Den alten Sinn bewahren Streitaxt f. ‘als Hieb- oder Wurfwaffe verwendete Axt’, spätmhd. (omd.) strīthax (um 1400); redensartlich die Streitaxt begraben ‘Frieden schließen’ (19. Jh.); Streitwagen m. ‘mit Kriegern besetzter Kampfwagen’ (15. Jh.) und Streitmacht f. ‘Kampfkraft eines bewaffneten Verbandes, kampfbereite Truppe’ (18. Jh.). Streitfall m. ‘Konflikt’ (rechtssprachlich, 19. Jh.). Streitschrift f. ‘polemische Abhandlung über religiöse, politische, wissenschaftliche Fragen’ (17. Jh.). Streithammel m. ‘zänkischer Mensch’ (um 1800). streitbar Adj. ‘kriegerisch, zu Polemik und Auseinandersetzung neigend’, mhd. strītbære ‘streithaft, zum Kampf dienlich oder gerüstet’. streitig Adj. ‘uneins, umstritten’, ahd. strītīg (um 1000), mhd. strītec, strītic ‘streithaft, kampflustig, streitsüchtig, rechthaberisch, ungestüm, ungehorsam, eifrig, strebend’; jmdm. etw. streitig machen ‘anfechten’ (16. Jh.). strittig Adj. ‘umstritten, uneins, streitsüchtig’ (15. Jh.). Streitigkeit f. ‘Konflikt, Uneinigkeit, Zank’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(in aller Schärfe) zurückweisen (Verstärkung) · (sich) verwahren (gegen) · Einspruch erheben · ↗ableugnen · ↗anfechten · bestreiten · ↗dementieren · für nicht zutreffend erklären · in Abrede stellen · ↗leugnen · nicht wahrhaben wollen · ↗verneinen · ↗verweigern · von der Hand weisen · von sich weisen · ↗widersprechen  ●  ↗abstreiten  Hauptform · nicht gesagt haben wollen  variabel · (sich) distanzieren (von)  geh. · in das Reich der Fabel verweisen  geh.
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
bestreiten · ↗bezahlen · ↗finanzieren
Unterbegriffe
  • teilfinanzieren · zum Teil finanzieren
Ökonomie
Synonymgruppe
(Schaden) regulieren · (die) Zeche zahlen (für) · Geld in die Hand nehmen (journal., polit.) · ↗abführen (Steuern) · ↗aufkommen (für) · ↗ausgeben · ↗begleichen (Rechnung) · bestreiten (Geldbetrag) · ↗entrichten · ↗verausgaben (Verwaltungsdeutsch) · ↗zahlen  ●  ↗bezahlen  Hauptform · ↗(die finanziellen Lasten) tragen  geh. · ↗(etwas) springen lassen  ugs. · ↗abdrücken  ugs. · ablatzen  ugs. · auf den Tisch blättern  ugs. · ↗berappen  ugs. · ↗blechen  ugs. · geben für  ugs. · ↗hinblättern  ugs. · in die Tasche greifen  ugs., fig. · latzen  ugs. · ↗lockermachen (Geldbetrag)  ugs. · ↗löhnen  ugs. · ↗prästieren  geh., lat. · ↗raushauen  ugs. · rauspfeifen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · Kröten  ugs. · ↗Mammon  geh., abwertend, biblisch · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
  • (sein Geld) mit vollen Händen ausgeben · ↗vergeuden · ↗verprassen · verschwenderisch umgehen (mit)  ●  (Das) Geld (mit beiden Händen) auf die Straße werfen  fig. · Geld aus dem Fenster werfen  fig. · ↗verschwenden  Hauptform · ↗(nur so) raushauen  ugs. · (sein Geld) unter die Leute bringen  ugs. · ↗aasen (mit)  ugs. · auf den Kopf hauen  ugs. · auf neureich machen  ugs. · ↗durchbringen (Vermögen)  ugs. · mit Geld nur so um sich werfen  ugs. · rumaasen mit  ugs., rheinisch · ↗urassen  ugs., österr. · ↗verballern  ugs. · ↗verbraten  ugs. · ↗verbuttern  ugs. · verjankern  ugs., österr. · ↗verjubeln  ugs. · ↗verjuxen  ugs. · ↗verläppern  ugs. · ↗verplempern  ugs. · verprotzen  ugs. · ↗verpulvern  ugs. · ↗verschleudern  ugs. · ↗vertun  ugs. · ↗verzocken  ugs. · ↗wegschmeißen  ugs. · ↗wegwerfen  ugs. · zum Fenster hinauswerfen  ugs. · zum Fenster rauswerfen  ugs.
  • (den) Rotstift ansetzen · ↗(jemanden) knapphalten · auf die Kostenbremse treten · ↗einsparen · ↗geizen (mit) · ↗knausern (mit) · mit wenig Geld auskommen · ↗sparen · sparsam leben · sparsam umgehen mit  ●  sparsam sein  Hauptform · auf seinem Geld sitzen  ugs., fig. · ↗knapsen  ugs.
  • (Fehler) teuer bezahlen (müssen) · aus Fehlern lernen · aus Schaden klug werden  ●  Lehrgeld bezahlen (müssen)  fig.
  • (das) Inkasso übernehmen · (eine) Forderung eintreiben · ↗(etwas) berechnen · (jemanden für etwas) aufkommen lassen · Geld fordern · in Rechnung stellen · um Bezahlung bitten · um Zahlung bitten · zur Kasse bitten · zur Zahlung auffordern  ●  ↗(jemanden / etwas) abkassieren  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angeklagte Beteiligung Bundesliga-Spiel Bundesligaspiel Endspiel Existenz Finale Halbfinale Heimspiel Lebensunterhalt Länderspiel Match Nationalmannschaft Partie Pflichtspiel Rennen Saison Spiel Tat Testspiel Turnier Verwicklung Vorwurf Wahlkampf Wettkampf allerdings energisch ernsthaft jedoch vehement

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestreiten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bestritt für Real nur zwölf Spiele über 90 Minuten.
Die Zeit, 05.08.2010 (online)
Dass ich selber auch keine Lösung habe, bestreite ich gar nicht.
Der Tagesspiegel, 06.03.2005
An ihr beweist sich, was das heißt, die Unterhaltung bestreiten.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 54
Ich kann sie nicht hundertprozentig bestreiten, ich weiß aber davon nichts.
o. A.: Einhundertvierundfünfzigster Tag. Donnerstag, 13. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 24057
Sie bestreiten also, daß Sie dieses Gesetz durch Druck aufgezwungen haben?
o. A.: Einhundertzweiundvierzigster Tag. Donnerstag, 30. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 30202
Zitationshilfe
„bestreiten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bestreiten#1>, abgerufen am 21.04.2019.

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bestreiten

GrammatikVerb · bestritt, hat bestritten
Aussprache
Worttrennungbe-strei-ten (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bestreiten‹ als Erstglied: ↗Bestreitung1
eWDG, 1967

Bedeutung

die Kosten von etw. tragen, etw. finanzieren
Beispiele:
den Lebensunterhalt selbst bestreiten
den Aufwand, die Ausgaben, Reise, Kosten (des Haushalts, seiner Erziehung) allein bestreiten
umgangssprachlich den Aufwand, die Ausgaben, Reise, Kosten (des Haushalts, seiner Erziehung) aus seiner Tasche bestreiten
übertragen etw. übernehmen
Beispiele:
die Unterhaltung wirst du allein bestreiten müssen
ein Gespräch bestreiten
den ersten Teil des Programms bestreiten (= allein auftreten)
Sport etw. ausführen, durchführen
Beispiele:
das Vorspiel bestritten die Jugendmannschaften
ein Rennen, das Finale bestreiten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

streiten · abstreiten · bestreiten · umstritten · Streit · Streitaxt · Streitwagen · Streitmacht · Streitfall · Streitschrift · Streithammel · streitbar · streitig · strittig · Streitigkeit
streiten Vb. ‘sich mit Worten auseinandersetzen, kämpfen’. Das starke Verb ahd. strītan ‘sich im Meinungsstreit auseinandersetzen, einen Rechtsstreit führen, zanken, bewaffnet kämpfen’, (selten) ‘wetteifern’ (8. Jh.), mhd. strīten, vor allem ‘bewaffnet kämpfen’, auch ‘streben, trachten’, mnd. (stark und schwach) strīden ‘streiten’, (schwach) ‘große Schritte machen’, mnl. strīden, nl. strijden ‘streiten’, aengl. strīdan ‘schreiten, spreizen’, engl. to stride ‘schreiten, große Schritte machen’, schwed. (stark und schwach) strida ‘kämpfen, streiten’ hat neben sich das schwache Verb asächs. strīdian ‘streiten, bestreiten’, anord. strīða ‘plagen, Schaden zufügen’ sowie das unten dargestellte Substantiv Streit und anord. strīðr ‘hart, stark, hartnäckig, widerspenstig’, (mit anderer Ablautstufe) streitask ‘sich anstrengen, kämpfen’, strita ‘angestrengt ziehen, sich plagen’. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Ausgehend von einer Bedeutung ‘sich starrsinnig, widerspenstig, hartnäckig verhalten’, läßt sich ie. *strē̌idh- ansetzen, Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’ (s. ↗starren). Die Verwendung im Sinne von ‘schreiten, große Schritte machen’ entwickelt sich vielleicht unter Einfluß von ↗schreiten (s. d.; vgl. Seebold 476). abstreiten Vb. ‘im (Rechts)streit, im Kampf abgewinnen, streitig machen, hartnäckig absprechen, aberkennen’, seit dem 18. Jh. vor allem ‘in Abrede stellen, leugnen’, mhd. abestrīten ‘im (Rechts)streit, Kampf abgewinnen’. bestreiten Vb. ‘(eine Meinung, eine Behauptung) anfechten, angreifen’, mhd. bestrīten ‘bekämpfen’; seit dem 17. Jh. ‘die Kosten, den Aufwand tragen’, entwickelt aus ‘einer Sache gewachsen sein, sie bewältigen’. umstritten Part.adj. ‘dem Streit der Ansprüche, der Meinungen unterliegend, umkämpft, zweifelhaft’ (19. Jh.). Streit m. ‘Meinungs-, Rechtsauseinandersetzung, Hader, Zerwürfnis innerhalb einer Gemeinschaft’, ahd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (über Meinungen oder rechtliche Dinge), Konflikt, Hader, tätlicher Kampf, Wettkampf, Empörung, Aufruhr’ (8. Jh.), mhd. mnd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (vor Gericht) oder mit Waffen, innerer Kampf, Widerstand, Streitmacht, Heeresabteilung, Schlachtordnung, Rache, Streben’, asächs. strīd ‘Streit, Eifer’, mnl. strijt, nl. strijd, anord. strīð, schwed. strid. In den oben angegebenen Bedeutungen ist Streit vor allem seit dem 19. Jh. gebräuchlich, nachdem älterer Gebrauch im Sinne von ‘Auseinandersetzung mit Waffen, Waffengang’ gegen Ende des 18. Jhs. von Kampf übernommen wird. Den alten Sinn bewahren Streitaxt f. ‘als Hieb- oder Wurfwaffe verwendete Axt’, spätmhd. (omd.) strīthax (um 1400); redensartlich die Streitaxt begraben ‘Frieden schließen’ (19. Jh.); Streitwagen m. ‘mit Kriegern besetzter Kampfwagen’ (15. Jh.) und Streitmacht f. ‘Kampfkraft eines bewaffneten Verbandes, kampfbereite Truppe’ (18. Jh.). Streitfall m. ‘Konflikt’ (rechtssprachlich, 19. Jh.). Streitschrift f. ‘polemische Abhandlung über religiöse, politische, wissenschaftliche Fragen’ (17. Jh.). Streithammel m. ‘zänkischer Mensch’ (um 1800). streitbar Adj. ‘kriegerisch, zu Polemik und Auseinandersetzung neigend’, mhd. strītbære ‘streithaft, zum Kampf dienlich oder gerüstet’. streitig Adj. ‘uneins, umstritten’, ahd. strītīg (um 1000), mhd. strītec, strītic ‘streithaft, kampflustig, streitsüchtig, rechthaberisch, ungestüm, ungehorsam, eifrig, strebend’; jmdm. etw. streitig machen ‘anfechten’ (16. Jh.). strittig Adj. ‘umstritten, uneins, streitsüchtig’ (15. Jh.). Streitigkeit f. ‘Konflikt, Uneinigkeit, Zank’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(in aller Schärfe) zurückweisen (Verstärkung) · (sich) verwahren (gegen) · Einspruch erheben · ↗ableugnen · ↗anfechten · bestreiten · ↗dementieren · für nicht zutreffend erklären · in Abrede stellen · ↗leugnen · nicht wahrhaben wollen · ↗verneinen · ↗verweigern · von der Hand weisen · von sich weisen · ↗widersprechen  ●  ↗abstreiten  Hauptform · nicht gesagt haben wollen  variabel · (sich) distanzieren (von)  geh. · in das Reich der Fabel verweisen  geh.
Assoziationen
Ökonomie
Synonymgruppe
bestreiten · ↗bezahlen · ↗finanzieren
Unterbegriffe
  • teilfinanzieren · zum Teil finanzieren
Ökonomie
Synonymgruppe
(Schaden) regulieren · (die) Zeche zahlen (für) · Geld in die Hand nehmen (journal., polit.) · ↗abführen (Steuern) · ↗aufkommen (für) · ↗ausgeben · ↗begleichen (Rechnung) · bestreiten (Geldbetrag) · ↗entrichten · ↗verausgaben (Verwaltungsdeutsch) · ↗zahlen  ●  ↗bezahlen  Hauptform · ↗(die finanziellen Lasten) tragen  geh. · ↗(etwas) springen lassen  ugs. · ↗abdrücken  ugs. · ablatzen  ugs. · auf den Tisch blättern  ugs. · ↗berappen  ugs. · ↗blechen  ugs. · geben für  ugs. · ↗hinblättern  ugs. · in die Tasche greifen  ugs., fig. · latzen  ugs. · ↗lockermachen (Geldbetrag)  ugs. · ↗löhnen  ugs. · ↗prästieren  geh., lat. · ↗raushauen  ugs. · rauspfeifen  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · ↗Asche  ugs. · Bares  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Flöhe  ugs. · ↗Heu  ugs. · ↗Kies  ugs. · ↗Knete  ugs. · ↗Kohle  ugs. · Kröten  ugs. · ↗Mammon  geh., abwertend, biblisch · ↗Moneten  ugs. · ↗Moos  ugs. · Mäuse  ugs. · Ocken  ugs. · ↗Patte  ugs. · ↗Penunze  ugs. · ↗Piepen  ugs. · ↗Pulver  ugs. · ↗Rubel  ugs. · ↗Schotter  ugs. · Steine  ugs. · ↗Taler  ugs. · ↗Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
  • (sein Geld) mit vollen Händen ausgeben · ↗vergeuden · ↗verprassen · verschwenderisch umgehen (mit)  ●  (Das) Geld (mit beiden Händen) auf die Straße werfen  fig. · Geld aus dem Fenster werfen  fig. · ↗verschwenden  Hauptform · ↗(nur so) raushauen  ugs. · (sein Geld) unter die Leute bringen  ugs. · ↗aasen (mit)  ugs. · auf den Kopf hauen  ugs. · auf neureich machen  ugs. · ↗durchbringen (Vermögen)  ugs. · mit Geld nur so um sich werfen  ugs. · rumaasen mit  ugs., rheinisch · ↗urassen  ugs., österr. · ↗verballern  ugs. · ↗verbraten  ugs. · ↗verbuttern  ugs. · verjankern  ugs., österr. · ↗verjubeln  ugs. · ↗verjuxen  ugs. · ↗verläppern  ugs. · ↗verplempern  ugs. · verprotzen  ugs. · ↗verpulvern  ugs. · ↗verschleudern  ugs. · ↗vertun  ugs. · ↗verzocken  ugs. · ↗wegschmeißen  ugs. · ↗wegwerfen  ugs. · zum Fenster hinauswerfen  ugs. · zum Fenster rauswerfen  ugs.
  • (den) Rotstift ansetzen · ↗(jemanden) knapphalten · auf die Kostenbremse treten · ↗einsparen · ↗geizen (mit) · ↗knausern (mit) · mit wenig Geld auskommen · ↗sparen · sparsam leben · sparsam umgehen mit  ●  sparsam sein  Hauptform · auf seinem Geld sitzen  ugs., fig. · ↗knapsen  ugs.
  • (Fehler) teuer bezahlen (müssen) · aus Fehlern lernen · aus Schaden klug werden  ●  Lehrgeld bezahlen (müssen)  fig.
  • (das) Inkasso übernehmen · (eine) Forderung eintreiben · ↗(etwas) berechnen · (jemanden für etwas) aufkommen lassen · Geld fordern · in Rechnung stellen · um Bezahlung bitten · um Zahlung bitten · zur Kasse bitten · zur Zahlung auffordern  ●  ↗(jemanden / etwas) abkassieren  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Angeklagte Beteiligung Bundesliga-Spiel Bundesligaspiel Endspiel Existenz Finale Halbfinale Heimspiel Lebensunterhalt Länderspiel Match Nationalmannschaft Partie Pflichtspiel Rennen Saison Spiel Tat Testspiel Turnier Verwicklung Vorwurf Wahlkampf Wettkampf allerdings energisch ernsthaft jedoch vehement

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bestreiten‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bestritt für Real nur zwölf Spiele über 90 Minuten.
Die Zeit, 05.08.2010 (online)
Dass ich selber auch keine Lösung habe, bestreite ich gar nicht.
Der Tagesspiegel, 06.03.2005
An ihr beweist sich, was das heißt, die Unterhaltung bestreiten.
Riedel, Susanne: Eine Frau aus Amerika, Berlin: Berlin Verlag 2003, S. 54
Ich kann sie nicht hundertprozentig bestreiten, ich weiß aber davon nichts.
o. A.: Einhundertvierundfünfzigster Tag. Donnerstag, 13. Juni 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 24057
Sie bestreiten also, daß Sie dieses Gesetz durch Druck aufgezwungen haben?
o. A.: Einhundertzweiundvierzigster Tag. Donnerstag, 30. Mai 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 30202
Zitationshilfe
„bestreiten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bestreiten#2>, abgerufen am 21.04.2019.

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