beugen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbeu-gen
Wortbildung mit ›beugen‹ als Erstglied: ↗Beugehaft · ↗Beugestrafe · ↗Beugestütz · ↗beugbar · ↗beugsam
 ·  mit ›beugen‹ als Letztglied: ↗anbeugen · ↗ausbeugen · ↗entgegenbeugen · ↗herabbeugen · ↗herausbeugen · ↗herunterbeugen · ↗hinabbeugen · ↗hinausbeugen · ↗hintüberbeugen · ↗hinunterbeugen · ↗hinüberbeugen · ↗niederbeugen · ↗vorbeugen · ↗vornüberbeugen · ↗zurückbeugen
 ·  mit ›beugen‹ als Grundform: ↗Beuge · ↗verbeugen  ·  formal verwandt mit: ↗gramgebeugt · ↗schmerzgebeugt · ↗schuldgebeugt · ↗tiefgebeugt
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
etw., sich nach unten biegen, krumm machen
Beispiele:
die Knie beugen
den Oberkörper, Rumpf beugen
Arme strecken und beugen!
gebeugt sitzen
sie hatte den Kopf über das Buch gebeugt
das Alter hatte seine hohe Gestalt gebeugt
Was rechte Leute sind, die machen lieber / Den langen Umweg ... / Eh' sie den Rücken beugten vor dem Hut [SchillerTellIII 3]
sich beugensich biegen, neigen
Beispiele:
sich aus dem Fenster, über den Tisch beugen
der Arzt beugte sich über den Kranken
Sie beugten sich zum Kuß über die Hand ihrer Mutter [Th. MannTod in Venedig9,483]
bildlich
Beispiele:
er musste sein Haupt unter das Urteil eines strengen Richters beugen
er schien von Kummer gebeugt
das Unglück, die Niederlage hat das Volk gebeugt
So wollen Sie sich lieber besiegt geben und den Nacken unter meinen Fuß beugen [BrechtDreigroschenroman359]
2.
übertragen jmdn. zwingen, in etw. nachzugeben, etw. brechen
Beispiele:
jmds. Starrsinn, Stolz beugen
dieses Ereignis beugte seinen Hochmut, Willen
sich beugennachgeben, sich fügen
Beispiele:
er beugte sich der besseren Einsicht
sein Sinn beugte sich nicht
sie beugten sich vor ihm, seinem Willen, seiner Autorität, Kritik
sich unter jmds. Beschluss beugen
unter dem immer stärker werdenden Drucke musste er sich beugen
Allen Gewalten / Zum Trutz sich erhalten, / Nimmer sich beugen [GoetheFeiger Gedanken]
3.
Jura das Recht beugendas Recht willkürlich verdrehen
Beispiele:
das Gesetz beugen
daß die Richter das Recht zugunsten ihrer Klasse beugen [RennAdel235]
4.
Physik etw. ablenken
Beispiele:
Lichtstrahlen mit Hilfe eines Spaltes, eines dünnen Drahtes, eines Gitters beugen
Ultrakurzwellen lassen sich ähnlich wie Lichtwellen reflektieren, brechen und beugen
5.
Sprachwissenschaft ein Wort abwandeln, flektieren
Beispiele:
es gibt Verben, die stark und andere, die schwach gebeugt werden
Substantive, Adjektive beugen
ein schwach beugendes Verb
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

beugen · Beugung · Beuge · verbeugen · Verbeugung · vorbeugen
beugen Vb. ‘nach unten biegen, krumm machen, neigen’, ahd. bougen ‘beugen, biegen, krümmen, neigen’ (10./11. Jh.), mhd. böugen, asächs. bōgian, aengl. bīegan, anord. beygja, schwed. böja. Das Kausativum germ. *baugjan (eigentlich ‘biegen machen’) ist gebildet zu dem unter ↗biegen (s. d.) behandelten starken Verb, das in den germ. Sprachen weitgehend intransitive Bedeutung hat. Da im Hd. biegen aber überwiegend transitiv gebraucht wird, haben sich beugen und biegen einander so weit genähert, daß sie semantisch nicht immer klar zu scheiden sind. beugen ist vor allem ‘niederbeugen’, übertragener Gebrauch ist häufiger als bei biegen: seinen Stolz beugen (‘brechen’); sich beugen ‘nachgeben, sich fügen’; fachsprachlich das Recht beugen ‘willkürlich verdrehen’; Lichtstrahlen, Ultrakurzwellen beugen (‘brechen, ablenken’). Bei den Grammatikern steht beugen seit etwa 1400 (in dt. Donat-Ausgaben) für ‘deklinieren’ (lat. dēclīnāre), seit etwa 1700 für ‘flektieren’, vgl. noch heute Substantive beugen, schwach, stark gebeugte Verben. Beugung f. entsprechend den Bedeutungen von beugen seit Anfang des 15. Jhs. belegt; als Fachwort der Grammatik vereinzelt (um 1400, Donat) für lat. dēclīnātio, doch im Sinne von ‘Konjugation’; danach erst wieder im 17. Jh. für ‘Flexion’. Beuge f. ‘gebeugte Stellung, innere Seite des gebeugten Armes, Beines’, mhd. biuge ‘Krümmung, Biegung’. In allgemeiner Verwendung meist durch Beugung ersetzt, geläufig dagegen in Rumpf- und Kniebeuge. verbeugen Vb. in frühnhd. Zeit gleichbed. mit verbiegen ‘durch Herunterdrücken krümmen’; heute reflexiv (beim Grüßen oder als Zeichen der Ehrerbietung) ‘Kopf und Oberkörper nach vorn neigen’ (seit 18. Jh.); dazu Verbeugung f. (18. Jh.). vorbeugen Vb. ‘durch rechtzeitige Vorsorge etw. zu verhüten suchen’ (16. Jh.), ‘nach vorn, vorwärts beugen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · (sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
Assoziationen
  • (ein) Einsehen haben · (sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
  • dem freien Spiel der Kräfte überlassen · den Dingen ihren Lauf lassen · ↗hinnehmen · nicht eingreifen  ●  geschehen lassen  Hauptform
  • drauf geschissen!  derb · du kannst mich (mal) am Arsch lecken!  vulg. · du kannst mich (mal) kreuzweise!  derb · du kannst mich mal gerne haben!  ugs. · du kannst mich mal!  ugs., Hauptform · du kannst mir mal den Buckel runterrutschen!  ugs., variabel · du kannz mir ma den Nachen deuen  ugs., rheinisch · fick dich!  derb · geh mir doch weg!  ugs. · leck mich (doch) am Arsch!  derb · macht doch euren Scheiß alleine!  derb
  • (die) Hoffnung verlieren · ↗(es) aufstecken · ↗(sich) aufgeben · (sich) verlorengeben · ↗aufgeben · den Mut sinken lassen · den Mut verlieren · hoffnungslos sein · klein beigeben · nicht mehr an sich glauben · ↗verzagen · ↗verzweifeln  ●  den Kopf hängen lassen  ugs., fig. · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · ↗schwarzsehen  ugs.
  • (sich etwas) bieten lassen · (sich etwas) gefallen lassen · (sich) nicht wehren (gegen) · (sich) nicht widersetzen · Nachsicht üben · ↗dulden · ↗einstecken · ↗erdulden · ↗ertragen · ↗hinnehmen · in Kauf nehmen · ↗leisetreten · nicht protestieren · ↗schlucken · ↗stillhalten · ↗tolerieren · ↗verschmerzen  ●  (die) Füße stillhalten  ugs., fig. · ↗konnivieren  geh.
  • (den) Glauben an die Menschheit verlieren · alle Hoffnung fahren lassen · vom Glauben abfallen
  • (darauf) verzichten (zu) · (einer Sache) nicht weiter nachgehen · (es) belassen bei · (es) bewenden lassen (mit) · auf sich beruhen lassen · nicht weiterverfolgen
  • (einen Plan) verwerfen · (es sich) anders überlegen  ●  ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) aus dem Kopf schlagen  ugs., fig.
  • nicht weiterverfolgen · ↗vergessen (können)  ●  (sich) aus dem Kopf schlagen (können)  fig. · ↗(sich etwas) abschminken  ugs., fig. · (sich etwas) in die Haare schmieren können  ugs., fig. · ↗abhaken (können)  ugs. · knicken können  ugs., salopp · nicht weiter d(a)rüber nachdenken  ugs.
  • (einer Sache) ein Ende machen · (sich) abwenden von · (sich) verabschieden von · ablassen von · ad acta legen · ↗aufgeben · ↗beenden · ↗fallen lassen · ↗fallenlassen · hinter sich lassen · ↗sausen lassen · ↗stoppen · ↗vergessen  ●  (einen) Schlussstrich ziehen  fig. · Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.  sprichwörtlich · ↗beerdigen  fig. · (davon) Abschied nehmen  ugs. · an den Nagel hängen  ugs., fig. · den Rücken kehren  ugs., fig. · ↗einstampfen  ugs., fig. · sterben lassen  ugs., fig. · zu Grabe tragen  ugs., fig. · über Bord werfen  ugs., fig.
  • (sich) hängen lassen · (sich) in Selbstmitleid ergehen  ●  die Ohren hängen lassen  ugs., fig. · herumjammern  ugs., Hauptform · jammern und picheln  ugs., Spruch
  • kleinmütig · ohne Zuversicht · ohne rechten Glauben an die Zukunft · verzagt  ●  ↗mutlos  Hauptform · ↗kleingläubig  geh., religiös
  • (den) Dienst quittieren · ↗(ein Unternehmen) verlassen · (eine) neue Herausforderung suchen (Bewerbungssprache) · (sein) Büro räumen · (seine) Kündigung einreichen · (seinen) Abschied nehmen · ↗ausscheiden · ↗kündigen · was Besseres finden  ●  (den) Job an den Nagel hängen  fig. · (sein) Bündel schnüren  fig. · ↗künden  schweiz. · seinen Hut nehmen  fig. · ↗(den Kram) hinschmeißen  ugs. · (den) Bettel hinschmeißen  ugs. · (sich) was anderes suchen  ugs. · ↗aufhören (bei)  ugs. · das Handtuch werfen  ugs., fig. · ↗gehen  ugs. · in den Sack hauen  ugs., fig. · ↗weggehen  ugs.
  • abbrechen (Schule o.ä.) · ↗aufgeben · in den Sack hauen · ↗schmeißen (Ausbildung o.ä.)  ●  (die Schule Schule) sein lassen  ugs., variabel · ↗sausen lassen  ugs., fig.
  • (Eingeständnis der) Niederlage · ↗Aufgabe · ↗Kapitulation
  • (etwas) abgehakt haben · (mit etwas) abgeschlossen haben · ad acta gelegt haben · hinter sich gelassen haben · nicht weiter darüber nachdenken
Synonymgruppe
(sich) beugen · ↗(sich) biegen · ↗(sich) krümmen
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) Weisungen fügen · ↗(sich) anpassen · (sich) beugen · ↗(sich) unterordnen · ↗(sich) unterwerfen · tun, was man gesagt bekommt  ●  (nach jemandes) Pfeife tanzen  fig. · ↗gehorchen  Hauptform · ↗spuren  ugs. · ↗subordinieren  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(sich) beugen · ↗erliegen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
(Nomen/Adjektiv) beugen · ↗(Nomen/Adjektiv) flektieren · ↗deklinieren
Oberbegriffe
Assoziationen
Linguistik/Sprache
Synonymgruppe
beugen  ●  ↗flektieren  fachspr., lat.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(ein) Einsehen haben · (sich) beugen · (sich) einsichtig zeigen · ↗(sich) fügen · ↗(sich) zurückziehen · ↗einlenken · klein beigeben · ↗weichen · ↗zurückweichen  ●  (den) Kopf einziehen  fig. · ↗(sich) ducken  fig. · das Handtuch werfen  fig. · die Stellung räumen  fig. · kein Rückgrat haben  fig. · kleine Brötchen backen (müssen)  fig. · ↗nachgeben  Hauptform · ↗zurückrudern  fig. · (einen) Rückzieher machen  ugs. · Früh krümmt sich, was ein Häkchen werden will.  ugs., Sprichwort · den Schwanz einziehen  ugs., fig. · die Platte putzen  ugs. · ↗einknicken  ugs., fig. · ↗kuschen  ugs. · zu Kreuze kriechen  geh., fig., abwertend
Assoziationen
  • (sich) klammern (an) · ↗feig · ↗kleinmütig · ↗mutlos · ↗schüchtern · ↗ängstlich  ●  ↗feige  Hauptform · (sich) nichts trauen  ugs., regional · ↗duckmäuserisch  ugs. · ↗hasenfüßig  ugs. · ↗hasenherzig  ugs. · keine Eier in der Hose haben  derb · keinen Arsch in der Hose haben  ugs. · ↗memmenhaft  ugs.
  • (sich) überzeugen lassen · ↗akzeptieren · ↗annehmen · ↗einsehen · ↗erkennen · ↗verstehen  ●  ↗kapieren  ugs.
  • gegen seine (eigene) Überzeugung handeln  ●  ↗(sich) verbiegen  ugs.
  • (klaglos) über sich ergehen lassen · (sich) (notgedrungen) arrangieren mit · (sich) abfinden (mit) · (sich) bescheiden (mit) · (sich) ergeben in · ↗(sich) fügen · (sich) in sein Schicksal ergeben · (sich) kleiner setzen · ↗ertragen · ↗hinnehmen  ●  (sich) schicken (in)  veraltet · ↗(sich) dareinfinden  geh., veraltet · keinen Aufstand machen  ugs. · ↗schlucken  ugs.
  • (die) Waffen strecken · (einen) Rückzieher machen · (es mit/bei etwas) bewenden lassen · ↗(es) aufgeben · ↗(es) aufstecken · (etwas) auf sich beruhen lassen · (sich dem) Schicksal ergeben · (sich dem) Schicksal fügen · ↗(sich mit etwas) abfinden · (sich) beugen · (sich) geschlagen geben · aufhören zu kämpfen · ↗kapitulieren · klein beigeben · nicht weiter versuchen · nicht weiterverfolgen · nicht weiterversuchen · ↗passen · passen müssen · ↗resignieren  ●  (das) Feld räumen (müssen)  fig. · ↗aufgeben  Hauptform · (das) Handtuch schmeißen  ugs., fig. · (das) Handtuch werfen  ugs., fig. · (den) (ganzen) Bettel hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Bettel hinwerfen  ugs. · (den) (ganzen) Kram hinschmeißen  ugs. · (den) (ganzen) Krempel hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinschmeißen  ugs. · (die) Brocken hinwerfen  ugs. · (die) Flinte ins Korn werfen  ugs., fig. · (die) Segel streichen  ugs. · ↗(etwas) stecken  ugs. · (sich) ins Bockshorn jagen lassen  ugs. · (sich) schicken (in)  geh., veraltet · ↗abbrechen  ugs. · ↗aufstecken  ugs. · die weiße Fahne hissen  ugs., fig. · ↗einpacken (können)  ugs., fig. · ↗hinschmeißen  ugs. · in den Sack hauen  ugs. · ↗schmeißen  ugs., fig. · ↗zurückrudern  ugs., fig.
  • (sich) einer Sache ergeben · ↗(sich) unterwerfen · jemandem willfährig sein  ●  die Kröte schlucken  fig. · die bittere Pille schlucken (müssen)  fig. · zu Kreuze kriechen  fig.
  • (seinen) Widerstand aufgeben · ↗(sich) abfinden · keine (weiteren) Einwände erheben  ●  (zu allem) Ja und Amen sagen  ugs.
  • (seine) Gesinnung wechseln · (seine) Prinzipien verraten · (seine) Überzeugungen über Bord werfen · ↗(zur anderen Seite) überlaufen · die Seite(n) wechseln · ↗umfallen · ↗umkippen · ↗umschwenken
  • (sich) entschuldigen · um Entschuldigung bitten · um Vergebung bitten · um Verzeihung bitten  ●  Abbitte leisten  geh.
  • ich übernehme die volle Verantwortung  formell · meine Schuld  variabel · (war) mein Fehler  ugs. · Asche auf mein Haupt  ugs. · ↗mea culpa  geh., lat.
Synonymgruppe
(Verb) beugen · ↗(Verb) flektieren · ↗konjugieren
Oberbegriffe
Assoziationen
  • Beugung der Verben  ●  Flexion der Verben  fachspr., wissenschaftlich · ↗Konjugation  fachspr., wissenschaftlich · Verbflexion  fachspr., wissenschaftlich

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brüstung Diktat Druck Geländer Haupt Joch Knie Nacken Oberkörper Rücken Ultimatum Votum Wille Zwang herabbeugen herunterbeugen herüberbeugen hinabbeugen hinausbeugen hinbeugen hinunterbeugen hinüberbeugen küssen niederbeugen strecken vor vorbeugen vorn vorne zurückbeugen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beugen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mutter Gabi P. (30) beugt sich weinend über ihre tote Tochter.
Bild, 03.05.2005
Als ich ins Zimmer zurückkam, stand er mit dem Rücken zu mir über den Tisch gebeugt.
Franck, Julia: Lagerfeuer, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2003, S. 225
Wenn der Kahn sich nach links neigt, muss man sich nach rechts beugen.
Der Tagesspiegel, 06.04.2000
Aber ich beuge mich nicht mehr, seht, und der Zug hält noch immer.
Weissmann, Maria Luise: Skizzen. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 7074
Hinter ihm steht zuschauend eine Frau, eine andere beugt sich über einen Altar.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. II,1. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1893], S. 25396
Zitationshilfe
„beugen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beugen>, abgerufen am 23.02.2019.

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