beunruhigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-un-ru-hi-gen
Grundform unruhig
Wortbildung  mit ›beunruhigen‹ als Grundform: ↗beunruhigend
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. unruhig machen, in Unruhe versetzen
Beispiele:
sie wollte den Vater nicht beunruhigen
die Nachricht, das Geständnis beunruhigte ihn sehr
sie fing einen Blick auf, der sie beunruhigte
das Symptom beunruhigte den Arzt
durch die nächtlichen Einbrüche waren die Einwohner beunruhigt
beunruhigende Nachrichten, Betrachtungen
sich beunruhigen
unruhig werden, sich aufregen
Beispiele:
ich schreibe dir, damit du dich nicht beunruhigst
die Mutter beunruhigte sich um ihr Kind

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) Gedanken machen · (sich) Sorgen machen · (sich) beunruhigen (um) · ↗(sich) grämen · (sich) härmen (über, um, wegen) · ↗(sich) sorgen · in Sorge sein  ●  (jemandem) Kopfzerbrechen bereiten  ugs. · (sich) Kummer machen (um)  ugs. · beunruhigt sein (wegen)  ugs. · schlaflose Nächte haben  ugs., fig.
Assoziationen
  • alarmiert · ↗besorgt · beunruhigt · in Sorge · in Unruhe (wegen)  ●  keine ruhige Minute haben  fig.
  • (jemandes) größtes Problem (sein) · beim besten Willen nicht wissen  ●  ↗(jemandes) Hauptsorge  ugs. · noch keine Lösung (gefunden) haben (für)  ugs.
  • (jemanden) in Atem halten · ↗immer (irgend)etwas zu tun haben (mit / durch)  ●  (jemandem) keine Atempause gönnen  fig. · (jemandem) viel Arbeit machen  variabel · (jemanden) auf Trab halten  fig. · kaum Ruhe haben  ugs. · keine ruhige Minute (mehr) haben  ugs. · nie Ruhe haben  ugs.
Synonymgruppe
(jemanden) beunruhigen · (jemanden) nervös machen · für Unruhe sorgen (bei) · in Alarmbereitschaft versetzen · in Alarmstimmung versetzen · in Unruhe versetzen  ●  ↗alarmieren  fig. · ↗turbieren  veraltet
Assoziationen
  • es brodelt · es gibt Unruhe · es gärt · es rumort
  • Furcht und Schrecken verbreiten · in Angst und Schrecken versetzen
  • (jemandem) Angst einflößen · (jemandem) Angst einjagen · (jemandem) Angst machen · (jemandem) Furcht einflößen · ↗(jemanden) ängstigen
  • (sehr) auf der Hut sein · misstrauisch werden · vorgewarnt sein  ●  bei jemandem klingeln alle Alarmglocken  fig. · bei jemandem schrillen sämtliche Alarmglocken  fig.
  • (es) herrscht höchste Alarmbereitschaft (bei) · gewarnt sein  ●  (die) Alarmglocken klingeln (bei)  fig. · (die) Alarmglocken läuten (bei)  fig. · (die) Alarmglocken schrillen (bei)  fig.
  • auf alles gefasst sein · mit dem Schlimmsten rechnen

Typische Verbindungen zu ›beunruhigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beunruhigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›beunruhigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als sie dann, mit vierzig Jahren, schwanger wurde, beunruhigte sie das kaum.
Der Tagesspiegel, 14.02.2002
Also beunruhigt sie mich nicht, sonst würde ich mich ja verrückt machen.
Süddeutsche Zeitung, 06.05.1995
Daß wir konditionell in schlechter Verfassung waren, schien ihn nicht zu beunruhigen.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 135
Wenn sie sich ernstlich fragte, hatte er sie beunruhigt, aber bewegt.
Borchardt, Rudolf: Vereinigung durch den Feind hindurch, Frankfurt a. M.: Ullstein 1982 [1937], S. 189
Der edle Kern seines Wesens ließ es nicht zu, sie noch weiter zu beunruhigen.
Courths-Mahler, Hedwig: Ich lasse dich nicht, Augsburg: Weltbild Verl. 1992 [1912], S. 35
Zitationshilfe
„beunruhigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beunruhigen>, abgerufen am 19.09.2020.

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