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beunruhigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-un-ru-hi-gen
Grundformunruhig
Wortbildung  mit ›beunruhigen‹ als Erstglied: beunruhigend
eWDG

Bedeutung

jmdn. unruhig machen, in Unruhe versetzen
Beispiele:
sie wollte den Vater nicht beunruhigen
die Nachricht, das Geständnis beunruhigte ihn sehr
sie fing einen Blick auf, der sie beunruhigte
das Symptom beunruhigte den Arzt
durch die nächtlichen Einbrüche waren die Einwohner beunruhigt
beunruhigende Nachrichten, Betrachtungen
sich beunruhigen
unruhig werden, sich aufregen
Beispiele:
ich schreibe dir, damit du dich nicht beunruhigst
die Mutter beunruhigte sich um ihr Kind

Thesaurus

Synonymgruppe
(sich) Gedanken machen · (sich) Sorgen machen · (sich) beunruhigen (um) · (sich) grämen · (sich) härmen (über, um, wegen) · (sich) sorgen · in Sorge sein  ●  (jemandem) Kopfzerbrechen bereiten  ugs. · (sich) Kummer machen (um)  ugs. · beunruhigt sein (wegen)  ugs. · schlaflose Nächte haben  ugs., fig.
Assoziationen
  • alarmiert · besorgt · beunruhigt · in Sorge · in Unruhe (wegen)  ●  keine ruhige Minute haben fig.
  • (jemandes) größtes Problem (sein) · beim besten Willen nicht wissen  ●  (jemandes) Hauptsorge ugs. · noch keine Lösung (gefunden) haben (für) ugs.
  • (jemanden) in Atem halten · immer (irgend)etwas zu tun haben (mit / durch)  ●  (jemandem) keine Atempause gönnen fig. · (jemandem) viel Arbeit machen variabel · (jemanden) auf Trab halten fig. · kaum Ruhe haben ugs. · keine ruhige Minute (mehr) haben ugs. · nie Ruhe haben ugs.
Synonymgruppe
(jemanden) beunruhigen · für Unruhe sorgen (bei) · in Alarmbereitschaft versetzen · in Alarmstimmung versetzen · in Unruhe versetzen  ●  alarmieren  fig. · turbieren  veraltet
Assoziationen
  • es brodelt · es gibt Unruhe · es gärt · es rumort
  • (jemanden) in Angst und Schrecken versetzen · Furcht und Schrecken verbreiten  ●  (die) schlimmsten Befürchtungen wahr werden lassen distanzsprachlich
  • (jemandem) Angst einflößen · (jemandem) Angst einjagen · (jemandem) Angst machen · (jemandem) Furcht einflößen · (jemanden) ängstigen  ●  (jemanden) das Fürchten lehren geh. · (jemanden) schrecken geh.
  • (sehr) auf der Hut sein · misstrauisch werden · vorgewarnt sein  ●  bei jemandem klingeln alle Alarmglocken fig. · bei jemandem schrillen sämtliche Alarmglocken fig.
  • (es) herrscht höchste Alarmbereitschaft (bei) · gewarnt sein  ●  (die) Alarmglocken klingeln (bei) fig. · (die) Alarmglocken läuten (bei) fig. · (die) Alarmglocken schrillen (bei) fig.
  • auf alles gefasst sein · mit dem Schlimmsten rechnen

Typische Verbindungen zu ›beunruhigen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›beunruhigen‹.

Verwendungsbeispiele für ›beunruhigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vielleicht beunruhigten mich auch die mit meinen Fotos überfüllten Schränke. [Hein, Christoph: Drachenblut, Darmstadt: Luchterhand 1983 [1982], S. 137]
Viele, die schon wieder sehr sicher geworden waren, fühlten sich von neuem beunruhigt. [Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 256]
Unkontrollierte Emotionen, denen er sich längst entwöhnt glaubte, beunruhigten ihn. [C’t, 1997, Nr. 7]
Es beunruhigte mich, jemandem gegenüberzustehen, der besser informiert war als ich. [C’t, 1990, Nr. 7]
Wenn sie sich ernstlich fragte, hatte er sie beunruhigt, aber bewegt. [Borchardt, Rudolf: Vereinigung durch den Feind hindurch, Frankfurt a. M.: Ullstein 1982 [1937], S. 189]
Zitationshilfe
„beunruhigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/beunruhigen>.

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