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bewenden

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung be-wen-den
Grundformwenden
Wortbildung  mit ›bewenden‹ als Erstglied: Bewandtnis
eWDG

Bedeutungen

es bei etw. bewenden lassen (= es mit etw. abgetan, genug sein lassen)
seltener es mit etw. bewenden lassen
Beispiele:
wir wollen es für heute dabei bewenden lassen
er will es diesmal noch bei einem Verweis, einer Verwarnung, kleinen Strafe bewenden lassen
ich werde es zunächst damit bewenden lassen
doch müssen wir es hier mit einem bloßen Hinweis bewenden lassen [ Wirk. Wort1959]
es mag dabei, damit sein Bewenden haben (= es mag damit abgetan, erledigt sein)
Grammatik: als substantivierter Infinitiv
Beispiele:
die Sache, Angelegenheit mag, soll, muss dabei ihr Bewenden haben
Damit hatte es nicht sein Bewenden, daß sie dem Bischof ihre Ankunft meldete [ Wasserm.Junker Ernst11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bewenden · bewandt · Bewandtnis
bewenden Vb. Das Präfixverb ahd. biwenten (9. Jh.), mhd. bewenden ‘ab-, umwenden, zu Ende kommen, verwandeln’ (zur Etymologie s. wenden) erfährt eine starke Einschränkung seines Gebrauchs. Es gibt allmählich seine flektierten Formen auf (letzte Reste zeigen sich vereinzelt bis zum beginnenden 19. Jh.) und begegnet nur noch in der infinitivischen oder substantivierten Wendung es bei etw. bewenden lassen ‘es gut sein lassen’, sein Bewenden haben ‘abgetan, erledigt sein’. Entsprechend verliert sich das zugehörige bewandt Part.adj. ‘beschaffen, gelegen’. Das davon abgeleitete Substantiv Bewandtnis f. ‘Beschaffenheit, Lage’ (16. Jh.) bleibt dagegen in der Fügung seine Bewandtnis haben erhalten.

Typische Verbindungen zu ›bewenden‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bewenden‹.

Verwendungsbeispiele für ›bewenden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich lasse es bei diesen Proben meines Verkehrs mit meinen Lehrern bewenden. [Peters, Carl: Lebenserinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 35398]
Wenn er da rauskommt, wird er es beim Demonstrieren nicht bewenden lassen. [konkret, 1982]
Beim Vertrauen auf diese natürliche Entwicklung läßt man es nicht bewenden. [Die Zeit, 25.08.1989, Nr. 35]
Und er habe es auch beim Anprangern von Symptomen bewenden lassen, meint Gaus. [Die Zeit, 07.11.1986, Nr. 46]
Wenn Sie ein Mann sind, lassen Sie es dabei bewenden. [Die Zeit, 22.12.1978, Nr. 52]
Zitationshilfe
„bewenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bewenden>.

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