bewenden

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-wen-den
Grundformwenden
Wortbildung mit ›bewenden‹ als Erstglied: ↗Bewandtnis
eWDG, 1967

Bedeutungen

es bei etw. bewenden lassen (= es mit etw. abgetan, genug sein lassen), seltener es mit etw. bewenden lassen
Beispiele:
wir wollen es für heute dabei bewenden lassen
er will es diesmal noch bei einem Verweis, einer Verwarnung, kleinen Strafe bewenden lassen
ich werde es zunächst damit bewenden lassen
doch müssen wir es hier mit einem bloßen Hinweis bewenden lassen [Wirk. Wort1959]
es mag dabei, damit sein Bewenden haben (= es mag damit abgetan, erledigt sein)
Grammatik: als subst. Inf.
Beispiele:
die Sache, Angelegenheit mag, soll, muss dabei ihr Bewenden haben
Damit hatte es nicht sein Bewenden, daß sie dem Bischof ihre Ankunft meldete [Wasserm.Junker Ernst11]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bewenden · bewandt · Bewandtnis
bewenden Vb. Das Präfixverb ahd. biwenten (9. Jh.), mhd. bewenden ‘ab-, umwenden, zu Ende kommen, verwandeln’ (zur Etymologie s. ↗wenden) erfährt eine starke Einschränkung seines Gebrauchs. Es gibt allmählich seine flektierten Formen auf (letzte Reste zeigen sich vereinzelt bis zum beginnenden 19. Jh.) und begegnet nur noch in der infinitivischen oder substantivierten Wendung es bei etw. bewenden lassen ‘es gut sein lassen’, sein Bewenden haben ‘abgetan, erledigt sein’. Entsprechend verliert sich das zugehörige bewandt Part.adj. ‘beschaffen, gelegen’. Das davon abgeleitete Substantiv Bewandtnis f. ‘Beschaffenheit, Lage’ (16. Jh.) bleibt dagegen in der Fügung seine Bewandtnis haben erhalten.

Verwendungsbeispiele für ›bewenden‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Um sicher zu gehen, will sie es dabei nicht bewenden lassen.
Der Tagesspiegel, 06.05.2005
Mit dieser Übernahme wollen wir es erst mal bewenden lassen.
Süddeutsche Zeitung, 05.06.1996
Ich lasse es bei diesen Proben meines Verkehrs mit meinen Lehrern bewenden.
Peters, Carl: Lebenserinnerungen. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1918], S. 35398
Es war zu spät, und ich bat Wagner, es dabei bewenden zu lassen.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Fast dürften wir, im Hinblick auf unsern Zweck, es bei dieser einfachen Klarstellung bewenden lassen.
Natorp, Paul: Platons Ideenlehre. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1903], S. 6067
Zitationshilfe
„bewenden“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bewenden>, abgerufen am 02.04.2020.

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