bewerfen

Grammatik Verb · bewirft, bewarf, hat beworfen
Aussprache 
Worttrennung be-wer-fen
Wortzerlegung be-werfen
Wortbildung  mit ›bewerfen‹ als Grundform: ↗Bewurf

Bedeutungsübersicht+

  1. etw. auf jmdn., etw. werfen
    1. a) ...
    2. b) ⟨eine Mauer mit Mörtel bewerfen⟩ Mörtel an die Mauer werfen und sie damit verputzen
eWDG, 1967

Bedeutung

etw. auf jmdn., etw. werfen
a)
Beispiele:
die Jungen bewarfen sich (gegenseitig), bewarfen die Mädchen mit Schneebällen
sie bewarfen sich beim Karneval, am Silvesterabend mit Konfetti
der hohe ausländische Gast wurde bei seiner Fahrt durch die Stadt mit Blumen beworfen
das aufgebrachte südländische Publikum bewarf den Redner mit faulen Tomaten, Eiern
Rowdies hatten den Wagen, die Bahn mit Steinen beworfen
Flugzeuge bewarfen die Stadt, gegnerischen Stellungen mit Bomben
übertragen
Beispiele:
jmdn. mit Schmutz bewerfen (= jmdn. verleumden, beleidigen)
saloppjmdn. mit Dreck bewerfen (= jmdn. verleumden, beleidigen)
sie bewarf den Pferdeknecht mit Schimpfnamen [ Rosegger2,203]
b)
eine Mauer mit Mörtel bewerfenMörtel an die Mauer werfen und sie damit verputzen
Beispiele:
die Mauer bewerfen
das Haus mit Zement, Kalk bewerfen
eine mit Lehm beworfene Hütte
das Bewerfen (= Bedecken) der Rübenmieten mit Erde [ PolenzBüttnerbauer1,402]

Typische Verbindungen zu ›bewerfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bewerfen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bewerfen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zunächst mal ist es in unserem Land gute alte Tradition, den Kanzler mit Eiern zu bewerfen.
Die Welt, 25.08.2004
Zudem bewarfen sie sich mit so viel schmutziger Propaganda, daß Worte dies nicht mehr einfach ungeschehen machen können.
Süddeutsche Zeitung, 08.02.1999
Aber der Posten war an diesem Tag guter Laune und bewarf ihn mit faulem Obst.
Konsalik, Heinz G.: Der Arzt von Stalingrad, Hamburg: Dt. Hausbücherei 1960 [1956], S. 17
Man schmauste, lachte und ulkte, bewarf sich mit Rosen und Konfetti.
Ury, Else: Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, Stuttgart: K. Thienemanns 1997 [1920], S. 87
Die Luftwaffe hat jedenfalls damals den Auftrag gehabt, nur die Industrieziele zu bewerfen.
o. A.: Siebenundsiebzigster Tag. Freitag, 8. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 1195
Zitationshilfe
„bewerfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bewerfen>, abgerufen am 24.11.2020.

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