Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bezechen

Grammatik Verb · reflexiv
Aussprache 
Worttrennung be-ze-chen
Wortbildung  mit ›bezechen‹ als Grundform: Bezechtheit · bezecht
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich sich betrinken
Beispiel:
jmd., die ganze Gesellschaft hat sich bezecht
Grammatik: oft im Partizip II
Beispiele:
jmd. ist stark, schnell, leicht bezecht
Die hübsche Klara zerbrach ein Sektglas, sie schien schon bezecht zu sein [ Kellerm.Totentanz182]

Verwendungsbeispiele für ›bezechen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er bezecht sich, philosophiert – Chipstüte in der Hand, Badelatschen an den Zehen – über die merkwürdigen Frauen. [Bild, 09.02.2001]
Er ist später in Kopenhagen bezecht die Treppe hinuntergestürzt und hat sich das Genick gebrochen. [Die Zeit, 16.07.1953, Nr. 29]
Zwei davon waren ziemlich bezecht, auf ihren Knien saß ein grellgeschminktes Frauenzimmer in seidener Pluderhose nach der Mode des Jahres achtundzwanzig. [Die Zeit, 10.12.2001, Nr. 50]
Erst als das ganze Marktvolk bezecht aus der Schenke getrieben war, schleppte er den Professor und Expräsidenten wieder in die Gaststube. [Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 134]
Er trank viel und war deshalb‑ schon vor Sonnenuntergang stark bezecht und schläfrig. [Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 24]
Zitationshilfe
„bezechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bezechen>.

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