bezichtigen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbe-zich-ti-gen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›bezichtigen‹ als Erstglied: ↗Bezichtigung
eWDG, 1967

Bedeutung

jmdn. einer Tat bezichtigenjmdn. einer Tat für schuldig erklären
Beispiele:
jmdn. eines schweren Vergehens, des Diebstahls, Meineids, Verrats, Leichtsinns, der Verschwendung, Unwahrheit bezichtigen
jmdn. bezichtigen, er hätte gelogen, ungerecht gehandelt
einen Schuldlosen bezichtigen
jmdn. als Mitschuldigen bezichtigen
Sie war froh, Wäuchlein nicht vorschnell des Mordes an Matthias bezichtigt zu haben [Feuchtw.Tag378]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bezichtigen Vb. ‘verdächtigen, beschuldigen’. Zum Substantiv ahd. biziht (9./10. Jh.), mhd. beziht ‘Beschuldigung’ (zu ahd. bizīhan ‘beschuldigen’, 9. Jh.; zur Herkunft s. ↗zeihen) wird das Verb frühnhd. bezichten (15. Jh.) hinzugebildet, das im 16. Jh. von der erweiterten Form bezichtigen verdrängt wird (vgl. ahd. bizihtīg ‘eifernd, beschuldigend’, 10./11. Jh.). Zuvor mnd. betichtigen (14. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem etwas) zur Last legen · (jemanden eines Fehlverhaltens) bezichtigen · ↗(jemanden) anklagen · ↗(jemanden) anschuldigen  ●  ↗(jemanden) beschuldigen  Hauptform · ↗(jemanden einer Sache) zeihen  geh., veraltet · ↗(jemanden) inkriminieren  geh., selten
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Belästigung Dschihad Falschaussage Feigheit Gotteslästerung Heuchelei Hexerei Illoyalität Irreführung Ketzerei Kollaboration Korruption Kumpanei Lüge Mitangeklagten Mittäterschaft Mitwisserschaft Spionage Tat Terrorgruppe Terrororganisation Unfähigkeit Unrecht Untergrundorganisation Unterschlagung Untreue Urheberschaft Vergewaltigung Verleumdung gegenseitig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bezichtigen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darin bezichtigt er Anders, zumindest indirekt, ihn übervorteilt zu haben.
Die Welt, 16.04.2005
Immerhin spricht sie neuerdings vom Rennen, früher hat sie sich schon mal des Trampelns bezichtigt.
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2001
Nun kann ich wenigstens mich selbst bezichtigen, ehe sie über mich herfallen wegen Betrugs.
Schaeffer, Albrecht: Helianth II, Bonn: Weidle 1995 [1920], S. 940
Ein anderer Teil von ihnen bezichtigte ihn der Lüge und blieb am Ort.
Khoury, Adel Theodor: Muhammad. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 6183
Mehrfach haben auch Schülerinnen Lehrer bezichtigt, sich an ihnen unsittlich vergangen zu haben.
Friedländer, Hugo: Ein Dompropst vor Gericht. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1912], S. 24512
Zitationshilfe
„bezichtigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bezichtigen>, abgerufen am 25.05.2018.

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