bimmeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungbim-meln
Wortbildung mit ›bimmeln‹ als Erstglied: ↗Bimmelbahn · ↗Bimmelglocke  ·  mit ›bimmeln‹ als Letztglied: ↗ausbimmeln  ·  mit ›bimmeln‹ als Grundform: ↗Bimmelei
eWDG, 1967

Bedeutung

umgangssprachlich helltönend läuten, klingeln
Beispiele:
das Ladenglöckchen bimmelt
es hat gebimmelt
das blecherne, lustige Bimmeln der Kuhglocken
elektrische Signale bimmeln
das Telefon bimmelt
Vom Kirchturm bimmelt Glockengeläute [Ebner-Eschenb.2,320]
Oldshatterhand hörte ein Glöckchen dünn Sturm bimmeln [L. FrankRäuberbande1,274]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

bim · bimmeln · Bimmel
bim Schallwort für den hellen Ton einer kleinen Glocke; erst im Nhd. bezeugt, oft in zwei- oder dreifacher Aneinanderreihung, womit das anhaltende Läuten zum Ausdruck gebracht wird. Solche reduplizierenden Formen veranschaulichen auch durch ablautenden Vokal (bim, bam oder bim, bam, bum) den Wechsel zwischen hohen und tiefen Glockentönen; daher umgangssprachlich die Substantivierung das Bimbam ‘das Läuten’ (18. Jh.). bimmeln Vb. ‘klingeln, mit hellem Ton läuten’, mnd. bimmeln, nhd. seit dem 17. Jh.; Ableitung vom lautmalenden bim (s. auch ↗baumeln, ↗bummeln); hierzu gebildet Bimmel f. ‘Klingel, kleine Glocke’ (um 1800; vorher schon Bimmel-Glocke bei Frisch, 1741).

Thesaurus

Synonymgruppe
die Klingel betätigen · ↗gongen · ↗läuten · ↗schellen  ●  ↗klingeln  Hauptform · bimmeln  ugs.
Unterbegriffe
  • (der) Gong ertönt · (jemand) schlägt den Gong (an) · es gongt
Assoziationen
  • (den) Finger nicht vom Klingelknopf nehmen · ununterbrochen klingeln · ununterbrochen läuten  ●  Sturm läuten  Hauptform
  • (die) Klingel geht · (jemand) klingelt · es klingelt · es läutet  ●  (jemand) will rein  ugs.

Typische Verbindungen zu ›bimmeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bimmeln‹.

Verwendungsbeispiele für ›bimmeln‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Glocken der uralten Kirche bimmeln minutenlang zur vollen Stunde.
Süddeutsche Zeitung, 21.05.2002
Wenn jemand unten am Seil zieht, bimmelt es oben im Turm.
Die Zeit, 19.11.2007, Nr. 47
Die Straßenbahn bimmelt um die Ecke und rattert den Berg rauf.
Bach, Tamara: Marsmädchen, Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger 2003, S. 123
Auch als das Telefon genau neben uns zu bimmeln anfängt, lösen wir uns nicht aus dieser Umarmung.
Merian, Svende: Der Tod des Märchenprinzen, Hamburg: Buntbuch-Verl. 1980 [1980], S. 183
Mehre Wochen war ich in jener alten gut katholischen Stadt, wo immer die Glocken bimmeln und summen.
Brief von Wilhelm Busch an Nanda Keßler vom 09.05.1907. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1907], S. 20716
Und wenn das Reh eine Bewegung mit dem Köpfchen machte, bimmelte leis die kleine Schelle.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 14597
Zitationshilfe
„bimmeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bimmeln>, abgerufen am 02.04.2020.

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