Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bischöflich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung bi-schöf-lich
Wortzerlegung Bischof -lich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bischof · bischöflich · Bistum · Erzbischof
Bischof m. ‘oberster geistlicher Würdenträger eines bestimmten kirchlichen Gebietes’ (Bistum, Diözese), ahd. biscof (8. Jh.), mhd. bischof, aengl. bisceop, engl. bishop, asächs. biskop, afries. mnl. biskop, nl. bisschop, anord. (aus dem Aengl.) biskup, schwed. biskop, got. aípiskaúpus setzen griech. epískopos (ἐπίσκοπος), kirchenlat. episcopus ‘Aufseher, Bischof’ fort, zu griech. episkopeῖn (ἑπισκοπεῖν) ‘umherschauen, sich umsehen, betrachten’. Nur die got. Form bietet den direkten Anschluß; in den germ. Sprachbereich dringt das frühe, noch vorfrk. Lehnwort aus dem Roman. durch das römisch-rheinische Christentum ein, wobei nach Abfall des anlautenden e- (über vlat. *biscopus?) Angleichung an die in den germ. Sprachen häufige Vorsilbe bi- erfolgt. bischöflich Adj. ‘zum Bischof gehörend, ihn betreffend’, mhd. bischoflich, entsprechend gleichbed. kirchenlat. episcopālis. Bistum n. ‘Amtsbereich eines Bischofs’, ahd. bistuom (Hs. 12./13. Jh.), mhd. bistuom; gekürzt und lautlich angeglichen aus ahd. biscoftuom (9. Jh.), aengl. bisceopdōm, anord. biskupdōmr. Erzbischof m. erster Bischof einer Kirchenprovinz, Ehrentitel eines verdienten Bischofs, ahd. erzibiscof (Hs. 12. Jh.), mhd. erzebischof (s. Erz-).

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
bischöflich  ●  episkopal  kirchenlateinisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›bischöflich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bischöflich‹.

Verwendungsbeispiele für ›bischöflich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der S. entwickelte sich vor 800 aus den bischöflichen Visitationen. [Erler, A.: Send. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 27645]
Kroll wolle sich nicht gegen seine Überzeugung dem bischöflichen Druck beugen, heißt es. [Süddeutsche Zeitung, 18.10.2003]
Der Abbau von Personal ist für die bischöflichen Finanzminister kein Tabu mehr. [Süddeutsche Zeitung, 22.03.1997]
Fein und lieblich ist augenblicklich fast gar nichts in meinem bischöflichen Amt. [Die Zeit, 19.07.2010, Nr. 29]
Kirche muß Kirche bleiben, schallt es sogleich aus politischem wie auch bischöflichem Munde. [Die Zeit, 19.06.1981, Nr. 26]
Zitationshilfe
„bischöflich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bisch%C3%B6flich>.

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