Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

bitchen

Grammatik Verb · bitcht, bitchte, hat gebitcht
Worttrennung bit-chen
GrundformBitch
Herkunft zu to bitchengl ‘lästern, sich beschweren’, ‘verpfuschen’ und ‘betrügen’
Wahrig und ZDL

Bedeutung

besonders Jugendsprache, salopp zickig, streitsüchtig sein, schimpfen, lästern
Beispiele:
Irgendwie will man doch immer das, was man gerade nicht hat, oder? In New York habe ich jeden Juli über das heiße und feuchte Klima gebitcht. Und nu? Bitche ich halt über die Kälte und den eisigen Wind. [Alexa Unterwegs, 06.07.2010, aufgerufen am 20.05.2020]
Wenn die Generation meiner Tochter nicht weiß, ob sie einen Menschen duzen, siezen, bitchen, broen, altern, opfern oder diggen soll, dann windet sie sich in wirklich »krassen« Satz‑Konstrukten, nur um eine Anrede zu vermeiden. [Aachener Zeitung, 24.06.2019]
Im Auto bitcht Liz rum, weil Christine rauchen will. [Filmschrott, 02.06.2016, aufgerufen am 20.05.2020]
Im [Szenesprachenwörterbuch] »Social Life« […] [findet man] Begriffe wie »bitchen« (zickig sein, Zickenterror verbreiten; auch: gleichzeitig mit mehreren Menschen rummachen)[…]. [Der Standard, 07.10.2009]
Über die USA kann man »bitchen«, harte Urteile fällen und gleichzeitig die Lebensform einer Subgruppe imitieren: Für die Jugend sind die Vereinigten Staaten eine Projektionsfläche für eigene Wünsche, Pläne, Sehnsüchte oder Aggressionen. [Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2001]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„bitchen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bitchen>.

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