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bituminös

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung bi-tu-mi-nös
GrundformBitumen
Herkunft zu bitūminōsuslat ‘erdharzhaltig’
eWDG

Bedeutung

Chemie Bitumen enthaltend
Beispiele:
bituminöse Kohle
bituminöses Gestein, bituminöser Schiefer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Beton · betonieren · Bitumen · bituminös
Beton m. ‘Mörtel aus Kies und Zement’. Seit dem 19. Jh. belegt (doch vgl. Betonmörtel, 18. Jh.), nach gleichbed. frz. béton, mfrz. betum; voraus geht afrz. betun ‘Erdpech, Mörtel, Schlamm, Müll, Schutt’, das auf lat. bitūmen ‘Erdharz, Erdpech’, jünger ‘Schlamm, Sand’ beruht. betonieren Vb. ‘mit Beton bauen’ (2. Hälfte 19. Jh.) nach gleichbed. frz. bétonner. Bereits Anfang des 16. Jhs. wird lat. bitūmen ‘Erdharz, -pech’ mit gleicher Bedeutung ohne frz. Vermittlung als Bitumen n. ins Dt. übernommen (heute oft für Asphaltschicht im Straßenbau); gleichzeitig wird nach dem Adjektiv lat. bitūminōsus ‘erdharzhaltig’ bituminosisch, bituminösisch gebildet, das Ende des 18. Jhs. durch bituminös Adj. ersetzt wird. Lat. bitūmen wird zur selben Wurzel ie. *gu̯et- ‘Harz’ gestellt wie Kitt (s. d.), kann aber seines Anlauts wegen (zumindest im ersten Wortteil) nicht lat. Ursprungs sein, sondern ist wohl Entlehnung aus dem Osk.-Umbr. oder aus dem Kelt.

Typische Verbindungen zu ›bituminös‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bituminös‹.

Verwendungsbeispiele für ›bituminös‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ungefähr gleich verlief die Produktion bei Maschinen für den bituminösen Straßenbau. [Die Zeit, 17.05.1956, Nr. 20]
Der ganze übrige Körper hat sich in bituminöse Substanz umgewandelt und ist damit für uns verloren. [Reinhardt, Ludwig: Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 183]
Auf sein Betreiben wurden 1924 Grabungen begonnen und hauptsächlich auf die Bitumenzone und den darüberliegenden bituminösen Dolomit konzentriert. [Die Zeit, 12.04.1956, Nr. 15]
Seit der Hallstattzeit kommen auch Nachbildungen von G. schmuck aus bituminösem Schiefer oder künstlich geschwärzter Tonmasse vor. [o. A.: Lexikon der Kunst - G. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 1140]
Dazu bauten die Experten 5700 Quadratmeter Abdichtung und 5000 Quadratmeter bituminöse Beläge ein. [Süddeutsche Zeitung, 23.12.2002]
Zitationshilfe
„bituminös“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bitumin%C3%B6s>.

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