blässlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbläss-lich (computergeneriert)
Ungültige Schreibungbläßlich
Rechtschreibregeln§ 2
eWDG, 1967

Bedeutung

ein wenig blass
Beispiele:
ein blässliches Gesicht
er war ein schmächtiger Mann mit bläßlichen Augen [Feuchtw.Teufel141]
übertragen
Beispiel:
der Schlusschor der Oper blieb blässlich
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blaß · erblassen · verblassen · Blässe · bläßlich
blaß Adj. ‘von schwacher Farbe, bleich’, ahd. blas ‘weißstirnig’ (auch in der Zusammensetzung blasros ‘Pferd mit weißem Stirnfleck’, Hs. 13. Jh.), mhd. blas, auch ‘kahl, schwach, gering, bleich’, asächs. blas ‘glänzend weiß’ gehören mit ↗Blesse (s. d.) und den dort behandelten Wörtern zu einer nur im Germ. nachweisbaren Erweiterung der Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’, die als ie. *bhles-, *bhlos- anzusetzen wäre, wozu auch mnl. bles, anord. blesōttr ‘mit weißem Stirnfleck’, ferner mhd. mnd. blas ‘Fackel, brennende Kerze’, aengl. blæse ‘Fackel, Feuer’. Das Adjektiv blaß gewinnt seine heutige Bedeutung ‘bleich’ offenbar erst gegen Ende des 13. Jhs. Luther verwendet das Adjektiv nicht, gebraucht aber erblassen. Die seit dem Frühnhd. bezeugten Verben erblassen und verblassen ‘blasser werden’ werden bis Anfang des 19. Jhs. ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander gebraucht. Erst danach wird erblassen im Sinne eines plötzlichen Blaßwerdens sowie übertragen für ‘sterben’, verblassen bei Sachen im Sinne von dauernder Verfärbung verwendet. Blässe f. ‘blasses Aussehen’ (Mitte 17. Jh.). bläßlich Adj. ‘ein wenig blaß’ (2. Hälfte 18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
...lich · ↗blass · ↗bleich · blässlich · ↗fahl · ↗farbarm · ↗farblos · ↗glanzlos · ↗matt
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

eher

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blässlich‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und ab sofort bin ich dem Blässlich Spinnefeind statt spinnefeind.
Süddeutsche Zeitung, 19.02.1997
Durch die sandige Erde schimmern bereits die bläßlich roten Kartoffelknollen.
Der Tagesspiegel, 15.09.1998
Insbesondere Rot wirkt bläßlich und verliert aus größeren Blickwinkeln weiter an Sättigung.
C't, 1999, Nr. 8
Klein, stämmig, die Wangen zart und bräunlich, saß er vor dem bläßlichen Langen Lulatsch.
Feuchtwanger, Lion: Die Geschwister Oppermann, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2001 [1933], S. 137
Irgendwann kurz vor Tagesanbruch begann die Glühbirne, die ihnen mit ihrem blässlichen Licht durch die Nacht geholfen hatte, zu flackern.
Funke, Cornelia: Tintenherz, Hamburg: Cecilie Dressler Verlag 2003, S. 161
Zitationshilfe
„blässlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blässlich>, abgerufen am 22.10.2019.

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