blamabel

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungbla-ma-bel (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegungblamieren-abel
eWDG, 1967

Bedeutung

beschämend
Beispiele:
etw. blamabel finden
das Ergebnis der Prüfung war für ihn blamabel
eine blamabele Angelegenheit, Geschichte
eine blamabele Niederlage erleiden (müssen)
ein blamabeler Reinfall, Zusammenbruch
Dem blamablen Bankrott bin ich gerade noch zuvorgekommen [KasackStadt487]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blamieren · Blamage · blamabel
blamieren Vb. ‘bloßstellen, lächerlich machen’, Anfang des 17. Jhs. in der Bedeutung ‘schmähen, beschimpfen’ aus frz. blâmer (afrz. blasmer) ‘tadeln’ entlehnt; die früher bezeugten Verben mnd. blamēren, mnl. blameren entlehnen die frz. Vorlage in der Bedeutung ‘tadeln’. Der abgeschwächte, heute übliche Sinn ‘bloßstellen’ entwickelt sich im 19. Jh. Frz. blâmer kommt über vlat. blastemāre aus spätlat. blasphēmāre, griech. blasphēmé͞in (βλασφημεῖν) ‘schmähen, lästern’ (s. ↗Blasphemie). Blamage f. ‘beschämender Vorfall, Bloßstellung, Schande’, französierende Neubildung der Studentensprache in der 2. Hälfte des 18. Jhs. zu blamieren, dementsprechend zunächst ‘Beschimpfung’, dann (1. Hälfte 19. Jh.) als ‘Bloßstellung’ in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehend. blamabel Adj. ‘beschämend’, nach frz. blâmable ‘tadelnswert’ (Mitte 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) unangenehm · ↗beschämend · blamabel  ●  (jemandem) die Schamesröte ins Gesicht treiben  fig. · ↗peinlich  Hauptform · vor Scham im Boden versinken  fig., variabel · ↗daneben  ugs. · ↗hochnotpeinlich (Verstärkung)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
blamabel · ↗erbärmlich · ↗kläglich · ↗ruhmlos · ↗schmachvoll · ↗schmählich · ↗unrühmlich · wenig ruhmreich
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abgang Abschneiden Auftreten Auftritt Aus Ausscheiden Darbietung Eingeständnis Gezerre Heimniederlage Krisenmanagement Leistung Niederlage Nullnummer Panne Pleite Schauspiel Scheiter Scheitern Schlappe Unkenntnis Versagen Vorstellung Zeugnis einigermaßen geradezu gescheitert höchst peinlich teilweise

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blamabel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Öffentliche Hand verhält sich wenn nicht blamabel, dann geschäftsschädigend.
Der Tagesspiegel, 23.04.1999
Trotzdem setzten sich nach der blamablen Abstimmung einige Generale dafür ein, das Ergebnis zu annullieren.
Der Spiegel, 14.11.1983
Jetzt folgte das blamable 0:2 in Lübeck gegen den Iran.
Bild, 09.10.2000
Das Ganze ist im höchsten Grad unordentlich, konfus, unzusammenhängend, unlogisch und blamabel.
Bebel, August: Aus meinem Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 4191
Es war ihm wohl zu blamabel erschienen, als Bauer in der Rolle des Verprügelten vor Gericht hinzutreten.
Rehbein, Franz: Das Leben eines Landarbeiters. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 44870
Zitationshilfe
„blamabel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blamabel>, abgerufen am 17.10.2019.

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