blasphemisch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungblas-phe-misch
GrundformBlasphemie
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

eine Blasphemie enthaltend; Heiliges, Göttliches verlästernd, verhöhnend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Blasphemie · blasphemisch
Blasphemie f. ‘verletzende Äußerung, Gotteslästerung’. Um 1500 wird kirchenlat. blasphēmia, griech. blasphēmía (βλασφημία) ‘Schmähung, Verleumdung, Gotteslästerung’ entlehnt und behält bis ins 17. Jh. meist seine griech.-lat. Form. Zugrunde liegt das zu griech. phḗmē (φήμη) ‘Ausspruch, Kunde, Gerücht’ gebildete Verb blasphēmé͞in (βλασφημεῖν) ‘lästern’, von dem frz. blâmer, nhd. ↗blamieren (s. d.) abstammt. Die Herkunft des ersten Kompositionsgliedes ist nicht geklärt. blasphemisch Adj. ‘lästernd, verleumdend, gotteslästerlich’ (Mitte 18. Jh.); vgl. gleichbed. griech. blásphēmos (βλάσφημος).

Thesaurus

Synonymgruppe
Gott lästernd · blasphemisch · ↗gotteslästerlich · verhöhnend
Synonymgruppe
frevelhaft · ↗frevlerisch · ↗gottlos · wider Gott  ●  ↗freventlich  veraltend · ↗gotteslästerlich  religiös · ↗sakrilegisch  religiös · ↗sündig  religiös · blasphemisch  geh., religiös
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akt Bemerkung Charakter Gedanke Inhalt Witz angeblich empfinden empfunden fast geradezu ironisch klingen obszön pornographisch Äußerung

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blasphemisch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er teilte sich ein Zimmer mit einem Schriftsteller, der ihn später bezichtigte, blasphemisch über den Glauben herzuziehen.
Die Zeit, 19.08.2013, Nr. 33
Oder ist es schon blasphemisch, dies Bild nur an die Wand zu malen?
Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe), 03.03.1933
So konnte die als qualitätvoll und wesentlich beurteilte Kunst auch gesund oder krank sein, still und harmlos oder auch politisch hetzend, aufpeitschend, blasphemisch.
Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 119
Sobald der Idealismus den Bogen überspannt hat, wird der Realismus blasphemisch zurückschlagen.
Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 2, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 475
Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Don Juans verführerischer Wirkung und seiner blasphemischen Tollkühnheit.
Schwanitz, Dietrich: Bildung, Frankfurt a. M.: Eichborn 1999, S. 215
Zitationshilfe
„blasphemisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blasphemisch>, abgerufen am 23.05.2019.

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