Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

blendend

Grammatik partizipiales Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung blen-dend
Wortzerlegung blenden -end2
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich auffallend gut, ausgezeichnet
entsprechend der Bedeutung von blenden (1)
Beispiele:
er, sie ist eine blendende Erscheinung
eine blendende Darlegung, Formulierung, Idee
eine blendende Rede halten
er war ein blendender Redner
einen blendenden Aufstieg erleben
in blendender Laune sein
ein blendendes Leben führen
eine blendende Leistung bieten
in blendenden Verhältnissen leben
sich blendend unterhalten, amüsieren
blendend singen, aussehen
blendend schönes Wetter
mir geht es blendend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blenden · Blende · blendend · abblenden · verblenden
blenden Vb. ‘blind machen, durch übermäßige Lichtstrahlung das Sehvermögen beeinträchtigen, einen (ungerechtfertigten) positiven Eindruck hervorrufen’. Ahd. blenten (9. Jh.), mhd. mnd. blenden, aengl. blendan ist eine faktitive Bildung (germ. *blandjan) zu dem unter blind (s. d.) behandelten Adjektiv; daneben ohne Ablaut anord. blinda, got. gablindjan. Blende f. zuerst (um 1500) in der Bergmannssprache für sulfidische Minerale mit metallischem Aussehen (vgl. Pechblende), sonst ‘Abschirmvorrichtung’ (18. Jh.). blendend Part.adj. seit der 1. Hälfte des 18. Jhs. verselbständigt in der Bedeutung ‘strahlend, hervorragend’ (blendende Weiße, blendender Roman). abblenden Vb. ‘abdunkeln, abschirmen’ (2. Hälfte 19. Jh.). verblenden Vb. ‘unfähig machen, etw. klar zu sehen, zu erkennen’, mhd. verblenden; vielfach das Part. Prät. verblendet ‘unfähig zu vernünftiger Einsicht’ (vgl. die verblenten narren, Luther).

Thesaurus

Synonymgruppe
blendend · gleißend · gleißend hell · grell · leuchtend · neon... · sehr hell · stark glänzend · stark reflektierend · strahlend  ●  leuchtkräftig  fachspr.
Assoziationen
Synonymgruppe
blendend · glamourös · glanzvoll · strahlend
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›blendend‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blendend‹.

Verwendungsbeispiele für ›blendend‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber sehe der nicht blendend aus mit seinem noch vollen weißen Haar? [Degenhardt, Franz Josef: Die Abholzung, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1985], S. 239]
Als sie 16 Lenze zählte, war sie eine blendende Schönheit. [Friedländer, Hugo: Die Ermordung des Grafen Komarowski vor dem Schwurgericht zu Venedig. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1911], S. 808]
Es wird nicht nur alles gut, sondern es bleibt immer blendend. [Die Zeit, 17.12.2007, Nr. 51]
Ich war glücklich, mir ging es blendend, das Leben war schön. [Die Zeit, 13.06.2007, Nr. 25]
Denn um die meisten Versicherungen hierzulande steht es weiterhin blendend. [Die Zeit, 08.02.1988, Nr. 06]
Zitationshilfe
„blendend“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blendend>.

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