blond

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Wortbildung mit ›blond‹ als Erstglied: ↗Blondhaar · ↗Blondkopf · ↗Blondling · ↗Blondschopf · ↗Blondzopf · ↗blondbezopft · ↗blondbärtig · ↗blondgelockt · ↗blondhaarig · ↗blondieren · ↗blondlockig
 ·  mit ›blond‹ als Letztglied: ↗hochblond · ↗honigblond · ↗straßenköterblond · ↗wasserstoffblond · ↗weizenblond
 ·  mit ›blond‹ als Grundform: ↗Blond · ↗Blonde1 · ↗Blonde2 · ↗Blondine
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
a)
vom Haar   gelblich; golden schimmernd
b)
blondhaarig
2.
umgangssprachlich von heller, goldgelber Farbe
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

blond · Blonde · Blondine · blondieren
blond Adj. Bezeichnung für die helle, goldgelbe Haarfarbe. Mhd. blunt (vereinzelt im 13. Jh.), mnl. blont sind Entlehnungen von afrz. blont, das wie span. blondo, ital. biondo von vlat. blundus herzuleiten ist. Allgemein wird für diese Formen, da blondes Haar bereits im antiken Rom als typisch germanische Haarfarbe galt und sogar gehandelt wurde, wie für andere vlat. bzw. roman. Farbadjektive germ. Herkunft angenommen (s. ↗blank, ↗blau, ↗braun, ↗brünett). Ein erschlossenes germ. *blunðaz könnte sich mit aind. bradhnáḥ ‘blaßrot, gelblich, rotbraun’ über ie. *bhlṇdhos (verwandt mit dem unter blind genannten ie. *bhlendh-?) auf die Wurzel ie. *bhel- ‘glänzen(d), weiß’ zurückführen lassen. Jedoch ist germ. *blunðaz durch kein germ. Zeugnis zweifelsfrei zu stützen, so daß die Herleitung letztlich unsicher bleibt. Da mhd. blunt sich im Nhd. nicht fortsetzt, ist das erst im 17. Jh. wieder bezeugte blond als erneute Entlehnung aus dem Frz. (wohl in Zusammenhang mit der Perückenmode) anzusehen. Blonde f. ‘blonde Frau’, übertragen als f. oder n. (1. Hälfte 19. Jh.) ‘helles Bier, Weißbier’. Blondine f. ‘blonde Frau’, um 1700 aus frz. blondine. blondieren Vb. ‘blond färben’ (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
blond · ↗blondgelockt · ↗goldblond · ↗goldfarben · ↗goldglänzend · ↗hellhaarig · maisblond  ●  ↗golden  poetisch · ↗gülden  geh., poetisch · ↗semmelblond  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bestie Dummchen Engel Fallbeil Gift Haar Haarschopf Hüne Junge Jüngling Locke Mädchen Mähne Perücke Pferdeschwanz Russin Schopf Schwedin Schönheit Strähne Venus Zopf blauäugig färben gefärbt gelockt hübsch schlank schulterlang zierlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›blond‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dafür werde ich bei blonden Männern mit blauen Augen ganz schwach.
Bild, 26.10.2004
Das sei normal, sagt freundlich lächelnd das blonde Mädchen an der Rezeption.
Der Tagesspiegel, 12.01.2003
Sie schien ihre Haare gefärbt zu haben, sie wirkten blonder als noch ein paar Monate zuvor.
Goosen, Frank: Liegen lernen, Frankfurt am Main: Eichborn AG 2000, S. 183
Das blonde Haar, es war länger als damals, fiel ihr offen auf den Rücken.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 186
Der blonde Tenor entpuppte sich als Baron E. aus Wien.
Lehmann, Lilli: Mein Weg. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 23054
Zitationshilfe
„blond“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/blond>, abgerufen am 20.11.2019.

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