bluffen

Grammatik Verb · blufft, bluffte, hat geblufft
Aussprache  [blœfn̩] · [blʊfn̩] · [blafn̩]
Worttrennung bluf-fen
formal verwandt mit Bluff
Wortbildung  formal verwandt mit: ↗Bluff
Herkunft aus gleichbedeutend to bluffamerik-engl
eWDG

Bedeutung

abwertend jmdn. durch gewandte Manöver überraschen und damit sein Urteilsvermögen abschwächen
Beispiele:
er verstand es zu bluffen, blufft ja nur
er versuchte zu bluffen, aber man durchschaute ihn
er blufft mit seinen Angaben, Behauptungen vor der Presse
du hast mich damit geblufft
sie lässt sich nicht bluffen
sie ist geblufft worden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Bluff · bluffen
Bluff m. ‘geschickte Irreführung, durch dreistes Auftreten erzielte Täuschung’, Übernahme (um 1900) von gleichbed. engl. bluff, zumal (amerik.-engl.) beim Poker ‘Täuschung des Gegners durch hohen Einsatz bei schlechten Karten’, entsprechend to bluff ‘durch hohen Einsatz bei schlechten Karten täuschen’, dann auch ‘irreführen, täuschen, abschrecken’. Herkunft aus nd. oder nl. bluffen ‘prahlen, aufschneiden’ (s. ↗verblüffen) ist nicht gesichert. bluffen Vb. ‘geschickt irreführen, täuschen’ (um 1900), nach engl. to bluff (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
blenden · bluffen · ↗trügen · ↗täuschen
Unterbegriffe

Typische Verbindungen zu ›bluffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›bluffen‹.

Verwendungsbeispiele für ›bluffen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jochen schien kurz zu überlegen, aber wahrscheinlich bluffte er nur.
Die Zeit, 12.03.2013, Nr. 10
Sie meinen also, er blufft diesmal sogar in der Vorbereitung?
Süddeutsche Zeitung, 22.06.2004
Ja, die vollendete Dame ist von angenehmen Eigenschaften durchdrungen; um zu bluffen, ist sie zu gescheit, um zu schauspielern, zu natürlich.
Reznicek, Paula von: Auferstehung der Dame. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 15583
Die Bedeutung entwickelte sich vom Schießen mit scharfen Geschützen zu bluffen, aufschneiden und lügen.
Röhrich, Lutz: Speck. In: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1994], S. 20480
Göring drückte Zweifel dahingehend aus, ob diese Bemerkungen nicht vielleicht ein Versuch der Engländer seien, zu bluffen.
o. A.: Fünfundachtzigster Tag. Dienstag, 19. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2157
Zitationshilfe
„bluffen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/bluffen>, abgerufen am 17.05.2021.

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